• 07.03.2026

    Am Sonntag ist es in Tschechien nach der Auflösung der vereinzelten Frühnebelfelder leicht bewölkt, örtlich auch heiter. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 11 bis 16 Grad.

  • 07.03.2026

    Der Fortschritt bei den Plänen für den Erzgebirgstunnel an der tschechisch-sächsischen Grenze hängt laut dem tschechischen Verkehrsminister Ivan Bednárik (parteilos) nun maßgeblich von den Finanzierungsoptionen ab, die die Europäische Kommission möglicherweise in diesem Sommer bekannt geben werde. Der Minister sagte dies am Freitag in Berlin nach seinem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Patrick Schneider (CDU) gegenüber tschechischen Journalisten. Hauptthema des Ministertreffens war der Personen- und Güterverkehr auf der Schiene.

    Der rund 30 Kilometer lange Erzgebirgstunnel soll Teil der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Prag und Dresden sein. Zwölf Kilometer des Tunnels sollen auf tschechischem Gebiet verlaufen. Tschechien und Deutschland warten nun auf die Bekanntgabe der entsprechenden Finanzierungsprogramme für die Verkehrsinfrastruktur durch die Europäische Kommission. Die Verkehrsminister haben vereinbart, in zwei Monaten erneut zusammentreffen, um sich gegenseitig über den Stand der Projektplanung zu informieren.

  • 07.03.2026

    Die Olympia-Siegerin Zuzana Maděrová hat beim Snowboard-Weltcup-Rennen in Špindlerův Mlýn im Riesengebirge den zweiten Platz im Parallel-Riesenslalom belegt. Die Tschechin unterlag im Finale der Japanerin Tsubaki Miki.

    Die 22-jährige Maděrová stand zum siebten Mal in ihrer Karriere auf dem Podest, wartet aber weiterhin auf einen Weltcup-Sieg. Vor einer Woche holte sie ebenso Silber im Parallel-Riesenslalom in Krynica in Polen.

  • 07.03.2026

    Der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) hat den Botschafter in Teheran, Vítězslav Grepl, zu Beratungen nach Prag zurückgerufen. Die Botschaft wird weiterhin von einem Geschäftsträger geleitet. Dies teilte ein Sprecher des Außenministeriums der Presseagentur ČTK mit. Er begründete den Schritt mit den „feindseligen und unprovozierten Aktionen des Irans gegen Golfstaaten, die nicht Teil des Konflikts sind, sowie gegen weitere Partner und Verbündete“ Tschechiens.

    Die Zurückberufung eines Botschafters zu Beratungen ist ein diplomatischer Schritt, mit dem ein Staat seine Unzufriedenheit mit den Beziehungen zu einem jeweiligen Land zum Ausdruck bringt.

  • 07.03.2026

    Die Benedikt-Ried-Galerie (Galerie Benedikta Rejta) in der nordböhmischen Stadt Louny feiert in diesem Jahr ihr 60. Gründungsjubiläum. Bei diesem Anlass wurde eine neue Programmreihe mit dem Titel Intermezzo ins Leben gerufen. Sie soll zweimal jährlich stattfinden und die Zeit zwischen den Wechselausstellungen überbrücken.

    Der erste Programmzyklus läuft bis zum 12. März und verbindet bildende Kunst, Bildung und Begegnungen mit der Öffentlichkeit. Unter anderem das interaktive Projekt DO/ZE/MĚ der Künstlerin Alžběta Rajchlová, ein Gesangsworkshop mit Ridina Ahmedová und ein Fachvortrag von Jiří Horáček zur Stressbewältigung werden angeboten.

    Die Galerie wurde 1966 gegründet. Dank systematisch erweiterter Sammlungen und Ausstellungen hat sie sich zu einem bedeutenden Kunstzentrum in Nordböhmen entwickelt. Seit 1998 ist die Galerie in einem neuen Gebäude untergebracht, das durch den Umbau einer Bierbrauerei nach dem Entwurf des Architekten Emil Přikryl entstanden ist.

  • 07.03.2026

    Tschechien hat seinen ersten Kinderombudsmann. Die Abgeordneten haben am Freitag den Vormundschaftsrichter Martin Beneš aus Most in die Funktion gewählt. Beneš setzte sich in geheimer Wahl gegen die Vorsitzende des Regierungsausschusses für Kinderrechte, Eva Petrová, sowie den Juristen und ehemaligen Justizminister Michal Šalomoun durch.

    Der Kinderombudsmann soll für die Einhaltung der Kinderrechte in Tschechien sorgen. Die Amtszeit dauert sechs Jahre. Die Funktion wurde im Juli vergangenen Jahres eingerichtet und bisher vom stellvertretenden Ombudsmann, Vít Alexander Schorm, ausgeübt. Der Kinderombudsmann erhielt seitdem 767 Beschwerden, 75 davon kamen direkt von Kindern.

  • 06.03.2026

    Vierzig Kinder aus dem vom Krieg betroffenen ukrainischen Dnipro nehmen an einem Winterferienlager in den Beskiden teil. Organisiert wurde es von der Stadt Ostrava / Ostrau. Um diese Form der Hilfe hatte der Bürgermeister von Dnipro, Borys Filatow, die Führung der tschechischen Kreisstadt ersucht. Darüber informierte die Sprecherin des Magistrats von Ostrava, Gabriela Pokorná, am Freitag die Medien. Dnipro ist eine Partnerstadt von Ostrava. Für die Kinder wurde ein vielfältiges Programm mit Sport- und Bildungsaktivitäten vorbereitet. Auf dem Programm steht unter anderem ein Ausflug nach Frenštát pod Radhoštěm.

    Stadt Ostrava initiierte in Zusammenarbeit mit der mährisch-schlesischen Diözesancaritas zudem eine Spendensammlung für Dnipro. Das Geld wird für den Kauf von Elektrozentralen und Ladestationen genutzt.

  • 06.03.2026

    Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel und der jordanische König Abdullah haben sich am Freitag in einem Telefongespräch auf die Notwendigkeit geeinigt, Irans Angriffe im Nahen Osten zu stoppen und eine friedliche Lösung zu finden.

    Pavel versicherte den jordanischen König, dass Tschechien Jordanien unterstützt, und dankte ihm für die Hilfe bei der Evakuierung der tschechischen Bürger. Darüber informierte der Präsident auf X.

  • 06.03.2026

    Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wird nächsten Freitag Tschechien besuchen. Der Sprecher der sächsischen Regierung, Ralph Schreiber, bestätigte die Information am Freitag der Presseagentur ČTK. Er teilte jedoch nicht, mit wem der Ministerpräsident zusammentrifft.

    Kretschmer führte politische Gespräche in Prag zuletzt im Oktober 2024.

  • 06.03.2026

    Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat sich zur Entscheidung des Prager Abgeordnetenhauses vom Donnerstag geäußert, die Immunität von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) nicht aufzuheben. Dem Premier würde sonst eine Strafverfolgung im Fall des mutmaßlichen Subventionsbetrugs beim Bau des Ressorts Storchennest drohen. Transparency International hält die Entscheidung für einen Niedergang der politischen Kultur. Dieser schafft laut der Organisation ein höchst negatives Bild der Tschechischen Republik in der Welt und deutet an, dass die Werte eines Rechtsstaats und einer hohen politischen Integrität in Tschechien nicht wichtig seien. Dies teilte der tschechische Ableger der Transparency International am Freitag in einem Pressebericht mit. Die Organisation kritisiert Babiš seit langem. Der Premier hatte sie zuvor als korrumpiert bezeichnet.

    Das Problem besteht der Organisation zufolge nicht nur in der Immunität selbst.  Die NGO weist zudem auf die Tatsache hin, dass die Politiker sowie die Bürger bereit seien, nicht nur einen strafverfolgten, sondern auch angeklagten Menschen als ihren Abgeordneten zu wählen und ihn sogar im Premieramt zu tolerieren. Die Bemühungen um die Bewahrung der Immunität des Premiers könnten die Verhandlungen über die Entstehung der Koalitionsregierung der Parteien Ano, „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) und Motoristé sobě sowie das Regierungsprogramm beeinflusst haben, so die Vermutung der Organisation.

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