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03.03.2026
Wegen der illegalen Verbringung von hunderten Tonnen Mülls aus Deutschland nach Tschechien hat die Staatsanwaltschaft im bayerischen Weiden zwei Personen angeklagt. Es handelt sich um den Inhaber der Firma Roth Internationale sowie einen Mitarbeiter der tschechischen Tochterfirma. Dies erfuhr die Presseagentur ČTK am Dienstag von einem Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Bei dem Müll handelte es sich teilweise um gesundheitsgefährdende Materialien. Er wurde ohne Erlaubnis in dem Ort Jiříkov in Mähren sowie in dem Stadtteil Horní Heršpice in Brno / Brünn gelagert, ist zum größten Teil inzwischen aber nach Deutschland zurücktransportiert worden. Weitere illegale Müllhalden von Roth International wurden in Polen entdeckt.
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03.03.2026
Das Stadtparlament in Brno / Brünn wird sich im April mit dem geplanten Sudetendeutschen Tag beschäftigen, der vom 22. bis 25. Mai in der mährischen Metropole stattfinden wird. Dies wurde auf der Sitzung am Dienstag beschlossen. Bei dieser war auch eine Gruppe von mehreren Dutzend Protestierenden anwesend. Sie halten das Jahrestreffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Brünn nicht für ein Zeichen der Annäherung, sondern für eine Provokation, so die Äußerungen.
Die Landsmannschaft ist vom Festival Meeting Brno eingeladen worden. Der stellvertretende Oberbürgermeister von Brünn, René Černý (Unabhängige) reagierte auf die Proteste am Dienstag mit den Worten, dass es sich bei dem Jahrestreffen um eine Privatveranstaltung handle, die die Stadtverwaltung nicht verbieten könne. Für April kündigte Černý aber eine offizielle Stellungnahme an.
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03.03.2026
Am Mittwoch ist es in Tschechien eher freundlich mit leichter Bewölkung. Zum Tagesbeginn kann es vor allem in Böhmen zum Teil überfrierenden Nebel oder Hochnebel geben, der sich im Elbtal mitunter auch länger hält. Im Südosten gibt es am Nachmittag vereinzelte Schauer. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 10 bis 14 Grad, im Nebelgebiet nur bei 6 Grad.
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03.03.2026
Die zuständige Bezirksstaatsanwaltschaft hat am Dienstag darüber informiert, dass die Polizei am 13. Februar die Untersuchungen zu dem Seilbahnunglück auf dem Berg Ještěd abgeschlossen hat. Die Ermittler empfehlen demnach die Anklage von drei Personen und einer Firma wegen allgemeiner Gefährdung durch Fahrlässigkeit. Es würden Strafen von drei bis zehn Jahren Haft drohen, so die Staatsanwaltschaft.
Das Unglück hatte sich im Oktober 2021 ereignet. Beim Absturz einer Gondel starb der Kabinenführer. Noch 2023 hatte die Polizei empfohlen, vier Personen sowie die Tschechischen Bahnen (ČD) anzuklagen. Gegen eine Person wurden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft dann jedoch eingestellt.
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03.03.2026
Seznam.cz, das größte tschechische Onlineportal, hat Klage gegen Premier Andrej Babiš (Partei Ano) eingereicht. Wie eine Seznam-Sprecherin gegenüber der Presseagentur ČTK sagte, gehe es um stärker werdende Angriffe von Seiten Babišs auf das Unternehmen und den Schutz des eigenen guten Rufes.
Laut Seznam verbreitet Babiš in der Öffentlichkeit die falsche Behauptung, die Firma würde bei der Auszahlung von Dividenden keine Abgeltungssteuern zahlen und so rund 900 Millionen Kronen (37 Millionen Euro) hinterziehen. Außerdem würde der Premier bei Pressekonferenzen immer wieder Journalisten von Seznam Zprávy und Novinky.cz verbal angreifen und ihnen Lügen sowie Manipulation vorwerfen, so die weitere Begründung für die Klage.
In einer ersten Reaktion für ČTK betonte Babiš, dass er zu seinen Äußerungen stehe. Die Medien von Seznam-Gründer Ivo Lukačovič würden lügen und manipulieren, so der Premier, und das könne er beweisen.
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03.03.2026
Die Wirtschaft Tschechiens ist 2025 um 2,6 Prozent angewachsen. Dieser Wert, der am Dienstag veröffentlicht wurde, liegt um 0,1 Prozentpunkte höher als die Schätzung, die das tschechische Statistikamt (ČSÚ) im Januar ausgegeben hatte.
2023 und 2024 war der Konjunkturwert noch geringer ausgefallen. Zum Positivtrend habe vergangenes Jahr vor allem die Nachfrage im In- und Ausland beigetragen, erläutern die Statistiker. So seien etwa die Ausgaben der Privathaushalte im Vergleich zu 2024 um drei Prozent angestiegen.
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03.03.2026
In der Galerie des Tschechischen Rundfunks (ČRo) wird am Dienstagnachmittag die Ausstellung „Praha volá svět! 90 let v éteru“ (Prag sendet in die Welt! 90 Jahre im Äther) eröffnet. Sie präsentiert die 90-jährige Geschichte des Auslandssenders Radio Prag, heute Radio Prague International (RPI). In den ČRo-Inlandssendungen wird derzeit auch eine zugehörige achtteilige Serie ausgestrahlt. Dies teilte die Pressesprecherin Natálie Lorencová der Öffentlichkeit mit. Die Ausstellung ist bis 26. März zu sehen.
Die ersten fremdsprachigen Auslandssendungen des damaligen Tschechoslowakischen Rundfunks wurden am 31. August 1936 ausgestrahlt. Heute gibt es Sendungen auf Englisch, Deutsch, Tschechisch, Spanisch, Französisch, Russisch und Ukrainisch. Das tschechische Außenministerium, das RPI finanziert, hat jedoch eine Streichung der Gelder im kommenden Jahr angekündigt.
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03.03.2026
Vor der US-amerikanischen Botschaft in Prag haben am Montagnachmittag mehreren Dutzend Menschen gegen die Angriffe auf den Iran protestiert. Die von den USA und Israel koordinierte Offensive stehe im Widerspruch zum internationalen Recht, das militärische Mittel nur zu Verteidigungszwecken dulde, so die Organisatoren. Zugleich unterstütze man jedoch nicht das aktuelle iranische Regime, sagte die Anmelderin der Demonstration, die Vorsitzende der Kleinpartei Levice (Linke), Markéta Juřicová.
An dem Protest nahmen vor allem junge Menschen teil. Sie trugen iranische und venezolanische Flaggen sowie Transparente gegen US-Präsident Donald Trump. Wegen der geringen Teilnehmerzahl fand der anschließend geplante Demonstrationszug zur israelischen Botschaft nicht statt.
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03.03.2026
Am Montagvormittag ist das zweite Linienflugzeug des Anbieters Smartwings in Prag gelandet, das rund 200 tschechische Touristen aus dem Nahen Osten wieder nach Hause gebracht hat. Ein erstes solches Flugzeug war schon in den frühen Morgenstunden angekommen. Beide Maschinen holten die Menschen im Oman ab. Dorthin schickt Smartwings am Montag vier weitere Flugzeuge.
Die Rückholflüge werden angeboten, weil zwischen Israel und Iran seit Samstag ein militärischer Konflikt herrscht, der sich auch auf andere Länder in der Region auswirkt. Deswegen organisiert auch die tschechischen Regierung Repatriierungsflüge. Eine kleinere Militärmaschine ist bereits nach Jordanien gestartet, um von dort mehrere Staatsbürger auszufliegen. Wie ein Sprecher des Außenministeriums der Presseagentur ČTK am Dienstag mitteilte, sollen zudem ein Regierungsairbus nach Oman fliegen sowie ein Militärflugzeug CASA nach Ägypten. Beide Maschinen befinden sich den Informationen nach gerade auf Kreta, wo sie auf die Überfluggenehmigung warten.
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02.03.2026
Die tschechische Regierung wird im Abgeordnetenhaus vier Änderungsanträge bezüglich des Staatshaushaltes für das laufende Jahr unterstützen. Darüber informierte Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Montag nach der Kabinettssitzung.
Bereits in der vergangenen Woche hatte Babiš bekanntgegeben, dass die Nationale Sportagentur (NSA) 800 Millionen Kronen (33 Millionen Euro) mehr erhalten soll. Zuvor war hingegen eine Kürzung der Gelder vorgesehen. 100 Millionen Kronen (4 Millionen Euro) mehr sollen in die Anti-Drogen-Politik gehen. Laut Abgeordnetenhauspräsident Tomio Okamura („Freiheit und direkte Demokratie“, SPD) sollen zudem Organisationen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, zusätzlich 50 Millionen Kronen (2 Millionen Euro) erhalten. Zudem wird das Hilfsprogramm Medevac 120 Millionen Kronen (4,9 Millionen Euro) mehr bekommen als ursprünglich geplant.
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