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04.03.2026
Im tschechischen Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch die zweite Lesung des Staatshaushaltes für dieses Jahr begonnen. Es handelt sich um einen neu ausgearbeiteten Etatentwurf, den die Regierung von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) vorgelegt hat. Die Grundparameter waren bereits in der ersten Lesung verabschiedet worden, demnach wird mit einem Defizit von 310 Milliarden Kronen (12,7 Milliarden Euro) gerechnet.
Für die zweite Lesung lagen am Mittwochmorgen etwa 90 Änderungsvorschläge vor. Sie kommen in überwiegender Mehrheit von der Opposition. Die Regierungskoalition plant nur vier Änderungen. So soll mehr Geld für das medizinische Hilfsprogramm Medevac für Krisenregionen bereitgestellt werden, aber auch die Nationale Sportagentur, Hilfsprogramme für Kinder und Suchtpräventionsmaßnahmen sollen zusätzliche Mittel erhalten. Die Gesamtsumme für die zusätzlichen Ausgaben beläuft sich auf 1,1 Milliarden Kronen (45 Millionen Euro).
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04.03.2026
Laut einer neuen Umfrage sagen 65 Prozent der Tschechen, dass in ihrem Land zu viele Ausländer arbeiten würden. Zugleich ist in den vergangenen Jahren aber der Anteil jener gesunken, die die Beschäftigung von Menschen mit fremdem Pass ablehnt. So halten 58 Prozent der Befragten die Einstellung von Ausländern für die richtige Lösung, um den Mangel an Arbeitskräften in einigen Berufen zu lösen. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Stem hervor, die in der zweiten Januarhälfte durchgeführt wurde.
Die letzten Zahlen zu den ausländischen Arbeitskräften stammen von Ende Dezember 2024. Damals waren es rund 850.000 Beschäftigte. Mehr als ein Drittel von ihnen hatte einen ukrainischen Pass und ein Viertel einen slowakischen.
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04.03.2026
Der gerade zu Ende gegangene Winter war in Tschechien wie der vorangegangene überdurchschnittlich warm und trocken. Die Durchschnittstemperatur zwischen Anfang Dezember und Ende Februar betrug minus 0,2 Grad, wie das Tschechische Hydrometeorologische Institut (ČHMÚ) mitteilte.
Damit lag zum neunten Mal hintereinander die Durchschnittstemperatur im tschechischen Winter über dem Normalwert der Jahre 1991 bis 2020. Zugleich war die Niederschlagsmenge vergleichsweise gering. Es sei der neunttrockenste Winter seit 1961 gewesen, hieß es.
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04.03.2026
Nach der Auflösung örtlicher Frühnebelfelder ist es am Donnerstag in Tschechien meist heiter bis sonnig. Vereinzelt kann sich der Nebel auch bis in die Nachmittagsstunden halten, und das vor allem im Elbtal. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 9 bis 14 Grad.
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04.03.2026
Das tschechische Amt für Reaktorsicherheit (SÚJB) will als Vorbereitung auf den Bau neuer Reaktorblöcke im Kernkraftwerk Dukovany insgesamt 50 weitere Experten einstellen. Außer Kernphysikern sollen dies unter anderem auch Fachleute für Maschinenbau, Elektrotechnik oder neue Technologien sein. Dies sagte der neue Vorsitzende des Amtes, Štěpán Kochánek, in einem Gespräch für die Presseagentur ČTK. Derzeit hat die Behörde 220 Angestellte.
Kochánek hat im Februar die Leitung des Amtes für Reaktorsicherheit übernommen. Er ist Nachfolger der langjährigen Vorsitzenden Dana Drábová, die im Oktober vergangenen Jahres im Alter von 64 Jahren starb. Štěpán Kochánek arbeitet seit 2003 in dem Amt. Zuletzt leitete er die Abteilung für atomare Sicherheit.
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04.03.2026
Die tschechische Fußballnationalmannschaft der Frauen ist mit einem 2:2-Unentschieden gegen Wales in die WM-Qualifikation gestartet. Die Begegnung wurde am Dienstag im südmährischen Uherské Hradiště ausgespielt. Ziel der Tschechinnen ist, sich erstmals für die WM zu qualifizieren. Das Turnier der weltbesten Nationalteams findet im kommenden Jahr in Brasilien statt.
Als nächstes spielen die tschechischen Fußballerinnen in der Qualifikation am Samstag in Albanien. Die Albanerinnen siegten am Dienstag mit 2:1 in Montenegro, dem dritten Gegner in der Qualifikationsgruppe mit vier Teams. Aus der Gruppe gelangen drei Mannschaften in die nächste Qualifikationsphase.
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04.03.2026
Die Verbraucherpreise in Tschechien sind im Februar im Jahresvergleich um 1,4 Prozent angestiegen. Dies war die niedrigste Inflationsrate seit Oktober 2016, wie das Statistikamt (ČSÚ) am Mittwoch in einer vorläufigen Schätzung bekanntgab.
Im Januar hatte die Inflationsrate hierzulande bei 1,6 Prozent gelegen. Der Grund für den weiteren Rückgang war laut Experten die Entscheidung der Regierung, dass der Staat die Umlage für erneuerbare Energien übernimmt und diese nicht mehr von den Stromkunden gezahlt werden muss.
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04.03.2026
Am Mittwochmorgen sind in Prag zwei weitere Rückholflüge aus dem Nahen Osten angekommen. Es handelte sich um Militärmaschinen, die 39 tschechische Reisende aus Ägypten und 96 Reisende aus dem Oman in die Heimat zurückgebracht haben. Ein erstes Flugzeug der tschechischen Regierung zur Rückholung von Menschen war am Dienstagabend auf dem alten Flughafen im Prager Stadtteil Ruzyně gelandet. Es hatte rund 40 Passagiere an Bord und war in Jordanien gestartet.
Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat zudem angekündigt, dass die Regierung eine Maschine gechartert habe, um weitere 189 Menschen aus Jordanien auszufliegen. Die Rückholflüge wurden gestartet, weil der Iran im Konflikt mit Israel und den USA auch begonnen hat, Ziele in unterschiedlichen Nahost-Staaten anzugreifen und Reisende in Gefahr geraten könnten.
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03.03.2026
Seit Jahresbeginn sind in Tschechien 643 Neuinfektionen mit Hepatitis A registriert worden. Damit geht die Zahl der Ansteckungen langsam zurück. Sie bewegt sich aber jede Woche immer noch im höheren zweistelligen Bereich. Dies geht aus den aktuellen Angaben des Staatlichen Gesundheitsinstituts (SZÚ) hervor.
Die Epidemie war in Tschechien Ende 2024 ausgebrochen. Den Experten zufolge wird sie im Verlaufe dieses Jahres abklingen. 2025 wurden insgesamt 3255 infizierte Patienten behandelt, 36 von ihnen starben. In diesem Jahr gab es bisher zwei Tote.
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03.03.2026
Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel hat am Dienstag an der Plenumssitzung des Abgeordnetenhauses teilgenommen. Es war Pavels erster Auftritt in der unteren Parlamentskammer in dieser Legislaturperiode. In seiner Rede rief er die Abgeordneten dazu auf, die Suche nach einer Einigung nicht aufzugeben. Zwischen Regierungs- und Oppositionslager sollte es mindestens einen grundlegenden Konsens geben in Fragen der Sicherheit, Bildung, Energiesicherheit, der Qualität der Gesundheitsversorge oder auch des Innovationspotentials, so das Staatsoberhaupt.
Mit Blick auf den geplanten Staatshaushalt sagte Pavel, es existiere heute kein einziger zu rechtfertigender Grund für eine Stagnation der Verteidigungs- und Sicherheitsausgaben. Es gebe im Gegenteil viele wichtige Gründe, sie adäquat anzuheben.
Bei seinem Eintreffen im Abgeordnetenhaus hatte sich Pavel vor der Presse auch zum aktuellen Weltgeschehen geäußert. Der Konflikt im Iran beeinflusse direkt und indirekt auch die Sicherheit und den Wohlstand in Tschechien, so der Präsident. Seiner Ansicht nach sollte der Staat die Menschen hierzulande nicht verängstigen, aber eben auch nicht so tun, als ob nichts Wichtiges vor sich gehe.
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