• 30.09.2026

    Die tschechische Wirtschaft verzeichnet weiterhin einen Aufwärtstrend: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im zweiten Quartal dieses Jahres im Jahresvergleich um 1,8 Prozent gestiegen. Das tschechische Statistikamt (ČSÚ) korrigierte damit seine vorherige Schätzung von Ende August leicht nach unten, da diese noch von einem Wachstum von 1,9 Prozent ausgegangen war.

    Im Vergleich zum ersten Quartal legte die Wirtschaftsleistung der Tschechischen Republik um 0,3 Prozent zu.

  • 30.09.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) und die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni sind am Dienstag in Prag zusammengekommen. Nach dem Treffen hob Babiš einen neu ausgehandelten gemeinsamen Aktionsplan bis zum Jahr 2030 hervor, der laut ihm in den kommenden Jahren konkrete und zukunftsweisende Projekte verspricht.

    Tschechien verpflichtet sich im Dokument zur Entsendung eines Militärattaches nach Rom. Zudem soll die Zusammenarbeit der Geheimdienste beider Länder spürbar intensiviert werden. Tschechien wird 2027 auch eine Unternehmerreise nach Italien organisieren, die den Rüstungssektor in den Mittelpunkt stellt.

    Laut einer Pressemitteilung des tschechischen Regierungsamtes gehört Italien zu den wichtigsten Handelspartnern der Tschechischen Republik. Der bilaterale Handelsaustausch erreichte im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert von 18,3 Milliarden Euro.

  • 29.09.2026

    Der ungelöste Interessenkonflikt von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) erschwert laut der Europaabgeordneten Veonika Vrecionová (Bürgerdemokraten) die Verhandlungsposition Tschechiens bei der Debatte über den mehrjährigen EU-Haushalt und die neue gemeinsame Agrarpolitik. Das sagte Vrecionová am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Prag. Sie wies darauf hin, dass die EU-Kommission Babišs Schritt, mit dem er den Agrofert-Konzern in einen Blind Trust überführte, nicht anerkenne.

    Babiš hatte zuvor erklärt, die Holding Agrofert gehöre ihm nicht und über die Haltung der EU-Kommission zu seinem möglichen Interessenkonflikt mache er sich keine Sorgen.

  • 29.09.2026

    Der öffentlich-rechtliche Tschechische Rundfunk hat sein Budget für dieses Jahr um 20 Millionen Kronen (821.355 Euro) auf 2,716 Milliarden Kronen (111,5 Millionen Euro) gekürzt. Der Grund dafür sind die Kürzung der Zuschüsse für Auslandssendungen und den Betrieb des Sinfonieorchesters sowie eine Anpassung der prognostizierten Einnahmen aus Rundfunkgebühren. Das Budget wird auch weiterhin ausgeglichen sein. Dies teilte der Finanzdirektor Martin Vojslavský am Dienstag während der Sitzung des Rundfunkrats mit. Der Rat billigte die Änderung.

    Das Außenministerium kürzte den diesjährigen Zuschuss für die Auslandssendungen um 8,75 Millionen Kronen (359.340 Euro). Das Kulturministerium reduzierte seinen Zuschuss für den Betrieb des Radio-Symphonieorchesters um 1,25 Millionen Kronen (51.330 Euro). Die Leitung des Rundfunks reagierte darauf, indem sie acht Stellen bei Radio Prag International strich und Maßnahmen zur Einsparung der Betriebskosten umsetzte. Der größte Teil der Einnahmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stammt aus der Erhebung der Rundfunkgebühren. Im Oktober beginnt der Rundfunk sein Budget für das nächste Jahr zusammenzustellen. Die jetzige Regierung rechnet mit einer Änderung der Finanzierung von öffentlich-rechtlichen Medien.

  • 29.09.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat die Sitzung des Abgeordnetenhauses zum Misstrauensvotum als ein großes Wahlmeeting an einem Ort bezeichnet. Er erklärte kurz vor dem Beginn der Sitzung, er freue sich auf die Debatte. Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) wies darauf hin, dass die Minister im Abgeordnetenhaus die Erfolge des Kabinetts präsentieren und diese mit der Arbeit des vergangenen Kabinetts vergleichen würden.

    Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses und der Partei „Freheit und direkte Demokratie“ (SPD), Tomio Okamura, sagte, er sehe keinen Grund für das Misstrauensvotum. Das Kabinett arbeite mit aller Kraft an der Umsetzung seines Programms, so Okamura.

  • 29.09.2026

    Die Gehälter von Polizeibeamten, Feuerwehrleuten, Zollbeamten und Bediensteten des Strafvollzugs werden in den kommenden drei Jahren jeweils um 2600 (107 Euro) bis 2900 Kronen (119 Euro) steigen. Darüber informierte Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) am Dienstag nach den Verhandlungen mit den Gewerkschaften.

    Das Innenministerium strebt an, dass das Einstiegsgehalt für Polizeibeamte und Feuerwehrlaute – nach Abschluss der Berufsausbildung – bis Anfang 2029 bei 50.000 Kronen (2053 Euro) liegt. Nach Angaben des Ministers plant die Regierung, die Zahl der Stellen bei Polizei und Feuerwehr zu erhöhen und die Mittel für Cybersicherheit um 240 Millionen Kronen (9,86 Millionen Euro) aufzustocken.

  • 29.09.2026

    Am Mittwoch ist es in Tschechien überwiegend heiter. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 20 und 24 Grad. In Lagen um 1000 Meter werden 16 Grad erreicht.

  • 29.09.2026

    Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni wird am Dienstag zu Besuch nach Prag kommen. Sie und ihr tschechischer Amtskollege Andrej Babiš (Partei Ano) wollen bei einem gemeinsamen Treffen über die Wettbewerbsfähigkeit der EU, die Zusammenstellung des mehrjährigen Finanzrahmens der EU sowie die europäische Sicherheit diskutieren. Ein weiteres Thema sind die Veranstaltungen des italienisch-tschechischen Kulturjahrs in den Jahren 2027 bis 2028.

    Vor einer Woche erörterte das tschechische Kabinett einen Aktionsplan zwischen Tschechien und Italien für die strategische bilaterale und EU-weite Zusammenarbeit bis 2030.

  • 29.09.2026

    Der britische Musiker und Sänger Robbie Williams wird nächstes Jahr beim Festival Colours of Ostrava auftreten. Sein Konzert ist für den 21. Juli geplant, wenn das Festival eröffnet wird. Darüber informierte ein Festivalsprecher am Dienstag die Presseagentur ČTK.

    Das Festival findet vom 21. bis 24. Juli 2027 statt. Robbie Williams ist der erste angekündigte Künstler.

  • 29.09.2026

    Die tschechischen Abgeordneten kommen am Dienstagnachmittag auf Antrag der Opposition zu einer Vertrauensabstimmung über die Regierung von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) zusammen. Die oppositionellen Bürgerdemokraten haben das Votum mit den bevorstehenden Senats- und Kommunalwahlen verknüpft. Ihr Vorsitzender Martin Kupka forderte auf einer Pressekonferenz vor der Eröffnung der Sitzung die Wähler dazu auf, bei den Wahlen über die Regierungskoalition zu urteilen. Die Koalition besteht aus den Parteien Ano, „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) und Motoristé sobě. Die Opposition kritisiert das Kabinett unter anderem für den Entwurf zum Staatshaushalt 2027, der mit dem zweithöchsten Defizit in der tschechischen Geschichte rechnet.

    Die Sitzung des Abgeordnetenhauses wird vermutlich bis Mittwochabend dauern. Sollte die Opposition ihr gesamtes Kontingent von 92 Abgeordneten mobilisieren, bräuchte sie neun weitere Stimmen, um den Misstrauensantrag gegen die Regierung durchzubringen. Für den Sturz des Kabinetts ist die Unterstützung einer absoluten Mehrheit der 200 Abgeordneten erforderlich.

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