• 02.09.2026

    Die Prager Burg wird mit einem mehrmonatigen Festival an den 90. Geburtstag von Václav Havel erinnern. Der ehemalige tschechische Staatspräsident wurde am 5. Oktober 1936 geboren und starb im Dezember 2011. Das Festival „Havel Alive“ soll von Oktober dieses bis in den Januar kommenden Jahres laufen. Geplant sind Theateraufführungen, Kino, Musik, Ausstellungen und Gesprächsrunden zu Václav Havel und seinem Vermächtnis.

    Die Veranstaltungsorte liegen alle auf der Prager Burg. Bei der Umsetzung arbeitet die Präsidialkanzlei auch mit unterschiedlichen Kulturinstitutionen zusammen wie etwa dem DesignBlok oder Akademie der musischen Künste.

    Autor: Till Janzer
  • 02.09.2026

    Am Donnerstag ist es in Tschechien zunächst meist heiter. Am Nachmittag ziehen von Nordwesten her dichte Wolken auf, die später vereinzelt leichten Regen bringen können, vor allem im Norden des Landes. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 21 bis 27 Grad.

    Autor: Till Janzer
  • 02.09.2026

    Der tschechische Energienetzbetreiber ČEPS hat eine Strafanzeige erstattet zu den Umständen beim eigenen Kauf des Gasnetzbetreibers Net4Gas. Ein Audit zu der Akquise habe grundlegende Zweifel am Prozess des Erwerbs ergeben, gab ČEPS am Dienstag bekannt. Gegen wen sich die Strafanzeige richtet, teilte das staatliche Unternehmen nicht mit.

    Nach einer Entscheidung des Kabinetts von Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) erwarb der Energienetzbetreiber im Jahr 2023 die Holding Net4Gas, die verschuldet war. Die damaligen Eigner waren Allianz Infrastructure Luxembourg und Borealis Novus Parent. Die Akquise sollte laut damaligen Presseberichten maximal fünf Milliarden Kronen (rund 200 Millionen Euro) kosten. Für welche Summe der Gasnetzbetreiber dann erworben wurde, wurde nicht veröffentlicht.

    Autor: Till Janzer
  • 02.09.2026

    Die tschechischen Basketballerinnen haben in Berlin ihre Generalprobe zur Weltmeisterschaft gewonnen. Am Dienstag siegten sie mit 79:64 gegen Südkorea. Es war der vierte Sieg im fünften Vorbereitungsspiel für die Tschechinnen.

    Die WM in Berlin beginnt am Freitag. Tschechien nimmt erstmals nach zwölf Jahren wieder an dem Turnier teil. In der Vorrundengruppe D treffen die Schützlinge von Trainerin Romana Ptáčková nacheinander auf Italien, China und die USA.

    Autor: Till Janzer
  • 02.09.2026

    Der diesjährige Sommer in Tschechien war der zweitheißeste seit Beginn entsprechender Aufzeichnungen im Jahr 1961. Dies teilte das Hydrometeorologische Institut (ČHMÚ) auf seiner Facebook-Seite mit. Die Durchschnittstemperatur von Anfang Juni bis Ende August lag dieses Jahr bei 19,4 Grad. Höher war sie nur 2019 gewesen, und zwar 19,5 Grad.

    In den vergangenen drei Monaten waren die Tageshöchstwerte hierzulande mehrfach über 40 Grad angestiegen. Am 28. Juni wurde im nordböhmischen Doksany mit 41,9 Grad ein neuer absoluter Temperaturrekord für Tschechien registriert.

    Autor: Till Janzer
  • 02.09.2026

    Experten der Polizei haben am Mittwoch damit begonnen, den Leichnam des früheren tschechoslowakischen Außenministers Jan Masaryk zu exhumieren. Der Politiker war im März 1948 unter bisher ungeklärten Umständen aus dem Fenster seiner Dienstwohnung im Ministerium gestürzt und zu Tode gekommen. Die Untersuchung der Gebeine soll dabei helfen, die Hintergründe des Kriminalfalls aufzuklären.

    Der Sohn des tschechoslowakischen Staatsgründers und Präsidenten Tomáš Garrigue Masaryk kam weniger als einen Monat nach der kommunistischen Machtübernahme ums Leben. Gemäß der offiziellen Version der damaligen Zeit soll er Selbstmord begangen haben. Das heutige Amt zur Dokumentation und Untersuchung kommunistischer Verbrechen (ÚDV) in Tschechien ermittelt aber wegen möglichen Mordes.

    Autor: Till Janzer
  • 02.09.2026

    Wegen der neuen Erkenntnisse zum Drohnenangriff auf dem Flughafen Leipzig/Halle wird der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) die russische Botschafterin in Prag vorladen. Dies teilte ein Sprecher des Ministeriums am Dienstag während Macinkas Reise nach Irland mit. Demnach reagiert Tschechien mit der Vorladung auf die Informationen der Bundesregierung vom Dienstag. Am Mittwoch sagte Macinka am Rande einer Pressekonferenz, die Erkenntnisse aus Deutschland seien „alarmierend“ und dürften „nicht auf die leichte Schulter“ genommen werden.

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) gesagt, die Erkenntnisse deutscher Sicherheitsbehörden und die von europäischen Partnern deuteten „klar auf russische Involvierung“ in den Drohnenangriff hin. Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge.

    Autor: Till Janzer
  • 01.09.2026

    Das tschechische Nationalarchiv hat zwei Rechnungsbücher der Prager Münzstätte aus dem Jahr 1716 erworben. Die Quellen galten bis vor kurzem als verloren, nun wurden sie dem Archiv von Vertretern des Punzierungsamtes übergeben.

    Die auf Deutsch verfassten Dokumente ergänzen die chronologische Reihe der Rechnungsbücher aus den Jahren 1562–1774. Sie enthalten die Haupt- und Kontrollrechnungen des Münzmeisters beziehungsweise eines weiteren Beamten. Die Akten umfassen detaillierte Aufzeichnungen über den Ankauf von Edelmetallen (Gold und Silber) und die Lieferung von Material und Maschinen.

  • 01.09.2026

    Die Länder der Visegrád-Gruppe (V4) wollen ihre Zusammenarbeit mit Japan in der Wissenschaft und im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) vertiefen. Dies erklärte der slowakische Außenminister Juraj Blanár (Smer-SD) nach einem Treffen der V4-Außenminister mit ihrem japanischen Amtskollegen.

    Der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) betonte auf einer Pressekonferenz, dass Japan ein Schlüsselpartner für Mitteleuropa sei. Das Format V4 plus Japan hat laut seiner Aussage eine große Bedeutung, einen strategischen Wert und eine klare Zukunftsvision. Das zeige sich in konkreten Projekten und Investitionen, die Arbeitsplätze schaffen würden, so der tschechische Minister.

  • 01.09.2026

    Die tschechische Regierung hat am Montag einen Entwurf zur Senkung des Arbeitslosengeldes beschlossen. In den ersten zwei Monaten soll es von 80 Prozent des Verdienstes auf 65 Prozent sinken. Der Höchstsatz soll maximal 60 Prozent des Durchschnittslohns betragen statt der bisherigen 80 Prozent. Die Kürzungen sollen auch bei Umschulungen, für Eltern von Kleinkindern und für Personen gelten, die in letzter Zeit Angehörige gepflegt haben. Das Arbeitsministerium informierte darüber auf seiner Website.

    Die Regierung will dadurch jährlich etwa fünf Milliarden Kronen (208 Millionen Euro) einsparen. Laut dem Ministerium ist der Arbeitsmarkt stabilisiert, weshalb eine höhere Unterstützung nicht notwendig sei. Der Entwurf wird nun vom Abgeordnetenhaus beraten.

    Der Juniorpartner „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) lehnt das niedrigere Arbeitslosengeld ab. Laut dem Parteivorsitzenden Tomio Okamura handelt es sich dabei um eine Bestrafung von Berufstätigen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, obwohl sie einen rechtmäßigen Anspruch auf die Unterstützung haben.

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