• 03.09.2026

    Der Freitag wird in Tschechien wahrscheinlich der wärmste Tag der Woche. Zunächst ist es noch bedeckt mit Schauern. Allmählich zieht die Bewölkung dann aber ab, und in der Südhälfte des Landes heitert es fast vollständig auf. Im Norden kann es aber am Abend noch Schauer und vereinzelt auch Gewitter geben. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 24 bis 29 Grad, in Südmähren bis 31 Grad.

  • 03.09.2026

    Die Gasspeicher Tschechiens sind derzeit zu fast 70 Prozent gefüllt. Die Regierung erfüllt damit die EU-Ziele für den aktuellen Zeitraum. Trotzdem betragen die Vorräte nur etwa 80 Prozent dessen, was im Anfang September 2025 für Tschechien zur Verfügung stand. Dies geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des Ministeriums für Industrie und Handel sowie des Energieregulierungsamtes (ERÚ) hervor.

    Der leichte Rückfall ist laut Analysten eine Folge der höheren Börsenpreise für Erdgas. Das Ministerium betont, dass es trotz der langsameren Auffüllung der Speicher genügend Gas für den kommenden Winter gebe.

  • 03.09.2026

    In der Gedenkstätte des ehemaligen Ghettos Terezín / Theresienstadt ist seit Donnerstag eine neue Ausstellung zu sehen, die die vergangenen 30 Jahre des dortigen Schülerwettbewerbs zusammenfasst. Dabei werden jedes Jahr die Kinder und Jugendlichen in Tschechien aufgefordert, Kunstwerke zu den Themen Geschichte, Erinnerung und Menschlichkeit anzufertigen. Im Kinosaal des Museums werden nun alle bisherigen Siegerarbeiten präsentiert, und das bis Ende Oktober.

    Die Schau erinnert auch an die Holocaustüberlebende und Namensgeberin des Wettbewerbes, der seit 2015 Memoriál Hany Greenfieldové (Memorial für Hana Greenfield) heißt. Sie stammte aus dem mittelböhmischen Kolín, wurde im Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert und förderte dort künstlerische Arbeiten.

  • 03.09.2026

    Das Prager Stadtgericht hat eine Klage abgewiesen, mit der drei Tankstellen in Tschechien die vorübergehende staatliche Regulierung der Benzinpreise während der Nahost-Krise anfechten wollten. Den Richtern zufolge war die Preiseinschränkung gerechtfertigt und griff nicht in das Recht auf freies Unternehmertum ein. Wie das Nachrichtenportal Seznam Zprávy weiter berichtet, will der Betreiber einer der drei Tankstellen den Gerichtsstreit an höherer Instanz weiterführen.

    In Reaktion auf die steigenden Ölpreise, die nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran herrschten, wurden die Benzinpreise in Tschechien gut drei Monate lang reguliert. Das Finanzministerium gab ab Anfang April täglich die Höchstmarke für den kommenden Tag aus. Die Maßnahme wurde Mitte Juli wieder eingestellt.

  • 03.09.2026

    Martin Jahn, das derzeit einzige tschechische Vorstandmitglied beim Automobilhersteller Škoda, wird im Oktober in den Vorstand des Mutterkonzerns Volkswagen (VW) nach Wolfsburg wechseln. Er ist zudem für den Aufsichtsrat von Škoda nominiert. Darüber informierten die beiden Unternehmen am Mittwoch in einer Presseerklärung.

    Wie schon bei Škoda wird Jahn auch bei VW für Verkauf und Marketing zuständig sein. Im Vorstand der tschechischen Firma wird er durch Martina Biene ersetzt. Sie ist bisher noch Vorstandsvorsitzende und Generaldirektorin der Volkswagen Group Africa.

  • 03.09.2026

    Der Durchschnittslohn in Tschechien ist im zweiten Quartal dieses Jahres auf 51.966 Kronen (2148 Euro) brutto monatlich angestiegen. Dies sind 6,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach Einrechnung der Inflation ergibt sich jedoch ein realer Anstieg von 4,3 Prozent. Dies gab das tschechische Statistikamt (ČSÚ) am Donnerstag bekannt.

    Finanziell verbessert haben sich demnach vor allem Verwaltungsangestellte. Außerdem werden in dem Zusammenhang Lohnerhöhungen in unterstützenden Dienstleistungen genannt, wie bei Arbeitsvermittlern oder Sicherheitsagenturen.

  • 03.09.2026

    Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat am Mittwoch zum Thema Ukraine-Krieg ein Interview im US-amerikanischen Fernsehsender CNN gegeben. Falls Putin die Nato und die EU durch seinen Überfall schwächen wollte, habe er genau das Gegenteil erreicht, sagte Pavel. Beide Institutionen seien jetzt geeinter und auch entschlossener, ihr Gebiet zu verteidigen.

    Putin sei mit seinem Krieg nicht erfolgreich, führte Pavel weiter aus, und deswegen schwenke er nun auf indirekte Aktionen gegen jene Länder um, die die Ukraine unterstützen. Am Tag vor Pavels Interview hatte etwa die deutsche Regierung Russland beschuldigt, für den vereitelten Drohnenanschlag am Flughafen Halle/Leipzig verantwortlich gewesen zu sein.

  • 02.09.2026

    Die Stadt Prag erwägt den Bau einer Metro-Ringlinie. In der kommenden Woche soll der Stadtrat die Vorbereitungen für eine entsprechende Machbarkeitsstudie verabschieden, wie Vertreter des Gremiums am Mittwoch gegenüber Journalisten mitteilten. Diese angedachte Linie E würde vom Stadtteil Smíchov im Südwesten über Pankrác, Bohdalec, Žižkov, Vysočany und Letňany zum geplanten Nordterminal der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke in Richtung Dresden führen. Die Strecke wäre 22 Kilometer lang.

    Die Höhe der Baukosten bezifferten die Stadträte mit rund 220 Milliarden Kronen (neun Millionen Euro). Derzeit wird erst einmal an der vierten Prager Metrolinie gebaut. Die Linie D entsteht zwischen der bereits existierenden Metrostation Náměstí Míru und der neuen Station Depo Písnice im Süden Prags. Der Abschnitt zwischen Pankrác und Písnice soll 2031 in Betrieb gehen können.

    Autor: Till Janzer
  • 02.09.2026

    Nach zehn Jahren Pause sind im Prager Zoo wieder Schwarze Lemuren zu sehen. Das Paar der seltenen Primaten kommt aus dem Zoo in Plzeň / Pilsen. Die Tiere würden sich gerade an das Freigehege gewöhnen, teilte der Prager Zoo am Mittwoch in einer Pressemeldung mit.

    Schwarze Lemuren weisen eine große farbliche Diskrepanz zwischen den Geschlechtern auf: Die Männchen sind komplett schwarz, die Weibchen braun mit weißem Fell um die Ohren. Diese Art stammt aus dem Nordwesten Madagaskars.

    Autor: Till Janzer
  • 02.09.2026

    Laut dem tschechischen Premier Andrej Babiš (Partei Ano) sind die jüngsten sicherheitsgefährdenden Vorfälle in Deutschland „sehr ernste Angelegenheiten“ und dürften nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Dies schrieb der Regierungschef auf X. Babiš reagierte damit seinen Worten nach auf die Erkenntnisse deutscher Sicherheitsbehörden zum versuchten Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle vom 4. August und zur Explosion am Augsburger Hauptbahnhof an diesem Mittwoch.

    Zuvor hatte bereits der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) den Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle als „alarmierend“ bezeichnet. Gemäß der Bundesregierung weisen die Erkenntnisse der Behörden auf beteiligte Personen hin, die im Auftrag russischer staatlicher Stellen gehandelt haben sollen.

    Premier Babiš schrieb weiter in seinem Beitrag, man sei bereit zu einer engen Zusammenarbeit mit Deutschland und mit den europäischen sowie transatlantischen Partnern. Dabei wolle man Informationen und Erfahrungen austauschen und werde alle nötigen Maßnahmen unterstützen, um die gemeinsame Sicherheit zu stärken.

    Autor: Till Janzer

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