• 20.11.2004

    Die schweren Stürme, die am Freitag über das gesamte Gebiet der Tschechischen Republik hinweg gezogen sind, haben unter anderem dazu geführt, dass in Nord- und Zentralmähren 135.000 Haushalte stundenlang ohne Strom waren. Bis einschließlich Samstagabend mussten noch immer 50 der mehr als 400 Sturmschäden am Netz der Nordmährischen Energiewerke (SME) behoben werden. Starke Winde und heftige Schneefälle waren örtlich auch am Samstag zu verzeichnen. Wegen dieser Wetterkapriolen musste zum Beispiel der sächsisch-böhmische Straßengrenzübergang Reitzenhain/Hora Svaty Sebestián nach 14 Uhr für rund eine Stunde geschlossen werden. In den Höhenlagen des Westerzgebirges waren bei Bozi Dar/Gottesgab und am Keilberg (Klínovec) die ersten Skilangläufer anzutreffen. Die Polizei mahnte alle Autofahrer, in gebirgige Regionen nicht ohne Winterausrüstung aufzubrechen.

    Autor: Lothar Martin
  • 20.11.2004

    Tausende in der Tschechischen Republik lebende Ukrainer können am Sonntag an der zweiten Runde der in ihrem Heimatland stattfindenden Präsidentschaftswahlen teilnehmen. Eigens dafür wurden für sie in den ukrainischen Konsulaten in Prag und Brno/Brünn Wahlurnen aufgestellt. Die Mehrzahl von ihnen hat jedoch anklingen lassen, dass sie die Stichwahl zwischen den beiden verbliebenen Kandidaten Janukovytsch und Juschtschenko nicht interessiere.

    Autor: Lothar Martin
  • 20.11.2004

    Zu einem mehrtägigen Besuch der Tschechischen Republik ist am Samstagvormittag der populäre amerikanische Schriftsteller Robert Fulghum eingetroffen. In Prag und Brno/Brünn wird er von Montag an eine Woche lang seinen neuesten Roman "Der dritte Wunsch" vorstellen.

    Autor: Lothar Martin
  • 19.11.2004

    Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat Entschädigungsansprüche von Sudetendeutschen an die Tschechische Republik erneut strikt abgelehnt. Die Aussagen eines Rechtsgutsachtens für Polen seien auch für Tschechien gültig, sagte er am Freitag nach seinem Treffen mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Stanislav Gross in Berlin. Deutsche und polnische Juristen hatten in der vergangenen Woche solche individuellen Forderungen als chancenlos eingestuft. Gross wies darauf hin, dass die tschechischen Rechtspositionen aus historischen Gründen anders gelagert sind als die von Polen. Keine Einigung gab es bei den von tschechischer Seite geforderten kürzeren Übergangsfristen für Arbeitnehmer, die in Deutschland und dem übrigen alten EU-Raum eine Tätigkeit aufnehmen wollen. In dieser Frage gebe es weiterhin unterschiedliche Positionen, sagte Schröder. Man wolle auf Experten-Ebene versuchen, zu einer Lösung zu kommen, hieß es. Einigkeit gab es dagegen nach Angaben beider Regierungschefs in Europafragen. Dies gelte sowohl für die Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen mit der Türkei als auch den geplanten Abschluss der Verhandlungen mit Bulgarien und Rumänien. Gross wiederum drängte auf rasche Regelungen bei der EU-Zuwanderungspolitik. Hier sind vernünftige Schritte notwendig, bevor es zu "extremen Lösungen" komme, meinte Gross.

    Die Stippvisite von Gross war der erste offizielle Besuch des mit 35 Jahren jüngsten EU-Regierungschef in Berlin. Der Sozialdemokrat amtiert seit Ende Juli als tschechischer Ministerpräsident. Zur Teilnahme an einem Wirtschaftsforum und einem Treffen mit dem deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler wurde am Freitag auch Tschechiens Präsident Vaclav Klaus in Berlin erwartet.

    Autor: Lothar Martin
  • 19.11.2004

    Der tschechische Arbeitsminister Zdenek Skromach, zurzeit stellvertretender Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei (CSSD), will auf dem Parteitag im März für den Vorsitz kandidieren. Das berichten übereinstimmend zwei tschechische Tageszeitungen. Damit wird Skromach voraussichtlich gegen den geschäftsführenden CSSD-Chef, Premierminister Stanislav Gross, antreten. Skromachs Kandidatur unterstützt auch der ehemalige Partei- und Regierungschef Milos Zeman. Im Unterschied zu Gross gilt Skromach als Befürworter einer sozialdemokratischen Minderheitsregierung, die quer durch das Parteienspektrum, also auch mithilfe Kommunisten, parlamentarische Mehrheiten finden müsste.

    Autor: Lothar Martin
  • 19.11.2004

    Die instabile, unsichere Situation im Irak, die vor den im Januar stattfindenden Parlamentswahlen vor allem durch ständige Angriffe von Rebellen hervorgerufen werde, kompliziere Tschechiens Außenminister Cyril Svoboda zufolge die Aktivitäten tschechischer Firmen in diesem Land. Dennoch sei Tschechien, so Svoboda nach seinem Treffen mit dem Gouverneur von Bagdad Ali Hajdari am Freitag in Prag, darauf vorbereitet, dem Irak bei der Erneuerung seiner durch den Krieg zerstörten Metropole zu helfen. In dieser Hinsicht würden hiesige Ingenieure bereits einen neuen Territorialplan von Bagdad erarbeiten, versicherte Svoboda.

    Autor: Lothar Martin
  • 19.11.2004

    Der Aktienindex an der Prager Börse hat am Freitag erstmals seit April 1994 die 1000-Punkte-Marke überschritten. Das geht aus den Internetseiten der Börse hervor. 1000 Punkte waren im Jahr 1994 auch der Ausgangswert des so genannten Index PX 50 gewesen. Er wurde in weiterer Folge aber nur an einem einzigen Tag überschritten. Der jüngste Rekordanstieg der Kurse ist laut Experten eine Folge des vermehrten Interesses ausländischer Investoren nach dem Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union.

    Autor: Lothar Martin
  • 19.11.2004

    Die Tschechischen Energiewerke (kurz: CEZ) haben 67 Prozent der Anteile von drei Stromversorgungsunternehmen in Bulgarien für 281 Millionen Euro erworben. Die entsprechenden Verträge über die Stromverteiler der Hauptstadt Sofia, der Region Sofia und Plewen in Westbulgarien wurden am Freitag im Regierungssitz in Sofia unterzeichnet. Damit wurde die Privatisierung der bulgarischen Verteilgesellschaften abgeschlossen.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.11.2004

    Der Aufhebung der Wehrpflicht und Entstehung einer Berufsarmee in Tschechien steht nichts mehr im Wege. Staatspräsident Václav Klaus hat am Donnerstag Gesetze unterzeichnet, mit denen nach fast 140 Jahren der obligatorische Wehrdienst aufgehoben wird. Künftig werden in der tschechischen Armee nur Berufssoldaten dienen. Die Wehrpflicht wird nur noch im Falle einer Bedrohung des Staates oder im Kriegszustand ausgerufen. Ab nächstem Jahr wird es auch den Zivildienst nicht mehr geben, der nach 1989 jungen Männern, die aus persönlichen Gründen nicht in der Armee dienen wollten, als Alternative angeboten wurde.

  • 18.11.2004

    Der tschechische Senatspräsident Petr Pithart ist mit dem Großen goldenen Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet worden. Diese hohe Staatsauszeichnung wurde Pithart vom österreichischen Präsident Heinz Fischer für sein Engagement bei der Vertiefung und Verbesserung der tschechisch-österreichischen Beziehungen zuerkannt. Überreicht wurde sie dem tschechischen Senatspräsidenten durch die Präsidentin des österreichischen Bundesrats Anna Elisabeth Haselbach am Donnerstag in Prag. Haselbach zufolge ist die Auszeichnung ein Ausdruck der Dankbarkeit für Pitharts Bemühungen um die Beseitigung gegenseitiger Irritationen. Sie würdigte des Weiteren Pitharts Einsatz für die Versöhnung zwischen Tschechen und Sudetendeutschen.

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