• 08.09.2004

    Das Eishockey-Team Tschechiens hat nach einem unerwarteten Sieg in Schweden das Weltcup-Halbfinale erreicht. Die Tschechen gewannen am Dienstag in Stockholm mit 6:1 (2:0, 1:0, 3:1) und kämpfen am Samstag entweder gegen Olympiasieger und Weltmeister Kanada oder gegen die Slowakei um den Einzug ins Finale. In der Vorrunde hatte das tschechische Nationalteam gegen die Schweden, die im Turnier bisher ohne Niederlage waren, noch 3:4 verloren.

  • 07.09.2004

    Der tschechischen Regierungskoalition ist es am Dienstag nicht gelungen, sich auf den Entwurf des Staatshaushalts für das Jahr 2005 zu einigen. Das Problem liegt vor allem im Bereich der staatlichen Ausgaben. Nach dem bisherigen Entwurf des Finanzministeriums sind die Ausgaben um 11,8 Milliarden Kronen (372 Millionen Euro) höher, als es den Forderungen der EU entspricht. Damit sind Christdemokraten und Unionisten nicht einverstanden. Die Verhandlungen werden auf der Regierungssitzung am Mittwoch fortgesetzt. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass diese Sitzung eine Entscheidung herbeiführen wird.

  • 07.09.2004

    Alle Koalitionsparteien werden das Gesetz unterstützen, das eine Direktwahl des tschechischen Staatspräsidenten ermöglichen soll. Dies gab am Dienstag der Chef der sozialdemokratischen Abgeordnetenfraktion, Petr Ibl, nach dem Treffen der Spitzenrepräsentanten der drei Regierungsparteien bekannt. Die bisherige Entwicklung in der unteren Parlamentskammer zeigte allerdings, dass sich die Regierungsabgeordneten bezüglich der Wahl des Staatsoberhauptes nicht einig sind. Eine entsprechende Regierungsnovelle der Verfassung liegt dem Abgeordnetenhaus bereits seit mehr als einem Jahr vor.

  • 07.09.2004

    Der tschechische Außenminister Cyril Svoboda hat sich für eine "humanitäre Geste" gegenüber Antifaschisten in Reihen der deutschen Minderheit in Tschechien ausgesprochen, die gegen das NS- Regime für eine demokratische Tschechoslowakei gekämpft haben. Dies könne in Form einer "symbolischen Zahlung" geschehen, sagte der Christdemokrat am Dienstag in Prag. Einflussreiche Politiker des sozialdemokratischen Koalitionspartners stimmten Svoboda zu. Jenen NS-Gegnern, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der Tschechoslowakei diskriminiert wurden, "schulde Prag etwas", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Vladimir Lastuvka. Hingegen äußerten sich Vertreter der Opposition aus Kommunisten und Konservativen skeptisch. Svoboda wird am Donnerstag in Berlin erwartet.

  • 07.09.2004

    Der tschechische Präsident Vaclav Klaus hat sich am Dienstag in London mit dem britischen Premier Tony Blair getroffen. Nach dem Gespräch sagte Klaus, viele von seinen und von Blairs Ansichten über die Europäische Union und deren Verfassung stimmten überein. Klaus sprach sich gegen den französischen Vorschlag aus, demzufolge neue EU-Mitglieder mit niedrigen Firmensteuern weniger Geld aus der Union bekommen sollen. Er betonte, die Briten nähmen nicht an, dass ein solcher Vorschlag durchgesetzt werden könnte. Das tschechische Staatsoberhaupt kam während seines zweitägigen Besuchs auch mit dem Verteidigungs-, dem Außen- und dem Finanzminister Großbritanniens zusammen.

  • 07.09.2004

    Innenminister Frantisek Bublan hat am Dienstag bestätigt, dass die kürzliche Attacke auf das Auto des tschechischen Botschafters im Irak wahrscheinlich geplant und gegen die Tschechische Republik gerichtet war. Unbekannte Bewaffnete haben am 1. September auf den Geländewagen des Diplomaten geschossen, der Botschafter befand sich allerdings nicht im Fahrzeug. Dank der Panzerung des Autos wurde niemand verletzt.

  • 07.09.2004

    Uruguay hat die vermutlich stabilste Demokratie in Lateinamerika, meint der Vorsitzende der Oberen Kammer des tschechischen Parlaments, Petr Pithart. Dies erklärte der Senatschef nach seinem Treffen mit dem Chef des Abgeordnetenhauses des lateinamerikanischen Staates, Jose Amorin. Als vorbildlich betrachtet Pithart die Art und Weise, wie Uruguay die von seinen Nachbarstaaten verursachte Wirtschaftskrise in den letzten Jahren überwunden hat. "Während z. B. in Argentinien die Krise von Gewalt begleitet wurde, konnte sich die Opposition in Uruguay auf die wichtigsten Schritte mit der Regierung einigen", führte Pithart an.

  • 06.09.2004

    Der amerikanische US-Präsident George Bush hat in einem telephonischen Gespräch mit dem tschechischen Premier Stanislav Gross diesem zu seiner neuen Funktion als Premier gratuliert. George Bush sprach mit dem tschechischen Premier vor allem über die Vertiefung der tschechisch-amerikanischen Beziehungen sowie über die Sicherheitssituation in der Welt, hieß es. Premier Gross habe betont, dass Tschechien an optimalen transatlantischen Beziehungen interessiert sei, so eine Sprecherin der tschechischen Regierung.

  • 06.09.2004

    Der tschechische Präsident Vaclav Klaus weilt derzeit in Großbritannien. Im Rahmen seines zweitägigen Besuchs wird er auch mit dem britischen Premierminister Tony Blair zusammentreffen. Am Montag kam Klaus mit einem der Söhne der Königin Elisabeth, Andrew, zusammen, der Sonderbeauftragte für internationalen Handel und Investitionen ist. Daneben verhandelte Klaus mit dem britischen Verteidigungsminister Geoff Hoon und traf mit den in Großbritannien lebenden Landsleuten zusammen.

  • 06.09.2004

    Die Europäische Union bereitet eine strengere Stellungnahme zu Birma vor, falls in diesem Land keine grundlegenden Änderungen vor sich gehen werden. Dies erklärte der tschechische Außenminister Cyril Svoboda heute nach seinem Treffen mit dem Premier der birmanischen Exilregierung Sein Win. Die EU werde dann konkrete Schritte unternehmen, wenn bis Oktober in diesem von einer Militärdiktatur regiertem Land keine Fortschritte in Richtung Demokratie erkennbar werden. Tschechien verfolge Svobodas Aussage nach seit längerer Zeit die Situation in Birma und trete für einen härteren Kurs dem Land gegenüber ein. Es gehöre zur Pflicht der demokratischen Länder, Bemühungen zur Änderung des Regimes zu unterstützen und mit der Opposition in einen Dialog zu treten, ergänzte der Außenminister.

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