Natura Megapolis

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Wie Parkanlagen, Gärten, Biotope in Städten gehegt und gepflegt werden können, damit beschäftigten sich Ende August Stadtplaner, Landschaftsarchitekten und Biologen an der internationalen Konferenz Praga 2000 Natura Megapolis. Soviel zum Thema von Schauplatz, zu dem Sie am Mikrophon Marcela Pozarek begrüsst.

Grosstadt, dass heisst nicht nur Verkehrschaos, Touristenströme und schlechte Luft, sondern auch Erholung und Kontemplation. Dafür sorgen Grünanlagen und Parks, die nicht einfach so aus dem Nichts entstehen, sondern geplant werden müssen. Aber auch die Metropole selbst war nicht einfach von Anfang an da, das erläuterte der Landschaftsarchitekt Matthias Kroitzsch von der TU München in seinem Vortrag über die von Luftverschmutzung am meisten befallene Stadt am Mittelmeer, nämlich Athen. Aber auch die griechische Metropole hat einmal klein angefangen....

An der Konferenz Natura Megapolis nahmen Experten aus Ländern wie England, Amerika, Italien, Deutschland, Weissrussland, der Ukraine und natürlich Tschechien teil. Sie alle treibt die Frage um: Wie kann man Grosstädte naturfreundlich gestalten? Böhmen liegt zwar nicht am Meer, aber Athen und über diese Grosstadt hat wie bereits erwähnt in Prag Matthias Kroitzsch gesprochen. Er erläutert eine Studie, die von der Technischen Universität in München ausgearbeitet wurde.

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Aber zurück vom Mittelmehr nach Mitteleuropa, denn die tschechische Metropole bietet auch spannende urbanistische Lösungen, wie der schweizerische Lehrer Johannes Graf festhielt:

Der Biologe Antonin Marian Svoboda erläuterte an der Konferenz den ausländischen Gästen, welche Parkanlagen in Prag von besonderer Bedeutung sind.:

"Aus historischer Sicht ist der Burggarten auf der Prager Burg am bedeutendsten. Er wurde von Rudolf II angelegt und zum Pflanzengarten kam auch eine Tiermenagerie dazu, der zweite Garten ist sehr gross es ist das königliche Wildgehege. Man hielt dort Hirsche und im Volksmund nennt man die Anlage Stromovka, was dem österreichischen Baumgarten entspricht. Von dort aus kann man einen sehr schönen Spaziergang in den Zoo Troja machen, wo wiederum auch eins sehr schöner botanischer Garten ist."

Auch der Landschaftsarchitekt Matthias Kroitzsch weiss die Prager Parkanlagen zu schätzen:

Burggarten auf der Prager Burg

Überhaupt der Trend geht in allen Grosstädten in Richtung Natur, dass bestätigte auch Johannes Graf:

Grünanlagen sind in Prag ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, das beweisen auch die kürzlich fertig restaurierten und wieder eröffneten Palastgärten auf der Kleinseite. Neue Gartenanlegen können aber auch ganz schön teuer sein, das darf aber nicht das einzige Kriterium sein, das Stadtplaner berücksichtigen sollten, wie Matthias Kroitzsch erläutert:

Autor: Marcela Pozarek
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