Täglicher Nachrichtenüberblick
Babiš bestätigt Tschechiens Stimme gegen UN-Migrationspakt
Nach der Annahme des UN-Migrationspaktes in der vergangenen Woche in Marokko hat auch die Vollversammlung der Vereinten Nationen der Vereinbarung noch einmal formal zugestimmt. 152 Länder sprachen sich am Mittwoch in New York für den Pakt aus. Tschechien gehörte hingegen neben Ungarn, Israel, Polen und den USA zu den fünf Ländern, die dagegen votierten. Zwölf Staaten enthielten sich der Stimme.
Die tschechische Abstimmung gegen den Pakt wurde am Mittwoch von Premier Andrej Babiš (Ano) bestätigt. Tschechien halte an seiner Strategie fest, gegen illegale Migration zu kämpfen, so der Regierungschef. Deswegen werde das Land keinen Flüchtling aufnehmen, teilte Babiš via Twitter mit.
Illegale Silvester-Böller: Polizei in Deutschland und Österreich kontrolliert verstärkt
Die Polizei in Deutschland und Österreich hat in den vergangenen Tagen mehrfach illegales Silvester-Feuerwerk aus Tschechien beschlagnahmt. Im bayerischen Waldsassen wurden laut den Behörden zum Beispiel bereits rund 1000 Böller aus dem Verkehr gezogen.
Die Beamten aus Sachsen, Bayern, Ober- und Niederösterreich kontrollieren zum Jahresende verstärkt in den Grenzgebieten. Auch seien in Österreich in den zurückliegenden Tagen bereits mindestens drei ernste Unfälle mit verbotenen Böllern aus Tschechien passiert, berichtete die Presseagentur ČTK am Donnerstag.
Auslandsschulden Tschechiens sinken
Die Auslandverschuldung der Tschechischen Republik lag im dritten Quartal dieses Jahres bei 4,37 Billionen Kronen (umgerechnet knapp 168 Milliarden Euro). Der Schuldenstand sank damit um 5,8 Milliarden Kronen gegenüber dem zweiten Quartal und um 68,3 Milliarden Kronen im Vergleich zum Vorjahr.
Die Höhe der Verbindlichkeiten entspricht 83,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die vorläufigen Zahlen wurden am Donnerstag von der Tschechischen Nationalbank veröffentlicht. Private Unternehmen haben einen Anteil von 75,3 Prozent an den Auslandsschulden, das verbleibende Drittel entfällt auf den öffentlichen Sektor.
Tschechien hat größten M&A-Markt in Mittel- und Osteuropa
Der tschechische Markt für Fusionen und Übernahmen war in der ersten Hälfte dieses Jahres der größte in Ost- und Mitteleuropa. Das bezieht sich sowohl auf den umgesetzten Gesamtwert als auch auf die Zahl der Deals, wie aus einer Studie der Unternehmensberater von Ernst & Young hervorgeht.
Die größte Akquise tätigte die Investmentgruppe PPF beim Kauf der norwegischen Telefongesellschaft Telenor. Der Preis lag bei 3,4 Milliarden Dollar. Die Gesamtzahl der Transaktionen auf dem tschechischen Markt in der ersten Hälfte dieses Jahres betrug 167.
Zahl der FSME-Erkrankungen durch Zeckenbisse gestiegen
In Tschechien ist die Zahl der Erkrankungen an der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gestiegen. Bis Ende November wurden bereits mehr neue Patienten mit dieser von Zecken übertragenen Krankheit registriert als im gesamten vergangenen Jahr. Die Zahl lag bei 690 Erkrankungen.
Tschechien hat neben den baltischen Ländern innerhalb der EU die höchste Rate an FSME-Erkrankungen. Bei kalter Witterung sind Zecken meist nicht aktiv. Laut Veterinärmedizinern steigt hierzulande wieder ab März die Gefahr eines Bisses durch diesen Parasiten.
Prager Burg erwirbt zwei Gemälde von Kamil Lhoták
Die Kunstsammlung der Prager Burg ist um zwei Werke des tschechischen Malers Kamil Lhoták erweitert worden. Für die Bilder „Zwei Ballone“ aus dem Jahr 1939 und „Eine mit Maschinen belebte Landschaft“ aus dem Jahr 1944 wurden fast elf Millionen Kronen (423.000 Euro) bezahlt. Im Januar und Februar sollen beide Werke in der Gemäldegalerie der Prager Burg ausgestellt werden. Anschließend werden sie in den Arbeitsräumen von Präsident Miloš Zeman auf Schloss Lány aufgehängt.
Lhoták ist einer der Lieblingskünstler von Zeman. Mit dem Kauf will der Staatspräsident an die Tätigkeit seiner Vorgänger anknüpfen und die Kunstsammlung der Prager Burg erweitern.
Das Wetter am Freitag, 21. Dezember
Am Freitag ist der Himmel über Tschechien meist bedeckt. Im böhmischen Landesteil regnet es bis auf Lagen um 800 Meter, in Mähren, Schlesien und Nordostböhmen schneit es. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 0 und 9 Grad Celsius.







