Neue Musik: der Komponist Slavomír Hořínka

Slavomír Hořínka (Foto: Johana Kratochvíl​ová, Archiv des Tschechischen Rundfunks)

Slavomír Hořínka gehört zu den erfolgreichsten tschechischen Komponisten jüngerer Generation. Er hat bereits mehrere Preise für seine Kompositionen gewonnen. Inspiration findet der Komponist im christlich-geistlichen Bereich.

Slavomír Hořínka  (Foto: Johana Kratochvíl​ová,  Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Der Komponist stammt aus der mährischen Stadt Valašské Meziříčí / Walachisch Meseritsch. Hořínka studierte Violine am Konservatorium im ostböhmischen Pardubice. Danach lernte er Komponieren bei Ivan Kurz und Hanuš Bartoň an der Prager Musikakademie. Für einen Studienaufenthalt weilte er zudem am Konservatorium in Amsterdam.

Seit 2006 unterrichtet Slavomír Hořínka selbst Komposition an der Musikakademie in Prag. Bereits während des Studiums gewann er mit seinen Kompositionen einige Wettbewerbe, unter anderem erhielt er den Gideon-Klein-Preis. 2007 gewann er den Jahrespreis des tschechischen Verbandes zum Schutz von Urheberrechten für den erfolgreichsten jungen Komponisten. 2010 erhielt Slavomír Hořínka den Nuberg-Preis für die Komposition „Lacrimosa“.

„Procházeni“ im Prager Dominikanerkloster  (Foto: Martina Schneibergová)
Der Musiker bekommt oft Aufträge von renommierten Orchestern wie der Tschechischen Philharmonie oder dem Orchester Berg und von internationalen Musikfestivals. Für seine Kompositionen sucht er auch außerhalb von Europa nach Inspirationen, und er nutzt wenig übliche Musikinstrumente und Spieltechniken.

Hořínka beteiligt sich auch oft an multimedialen Veranstaltungen. Zuletzt war es eine musikalische und künstlerische Intervention mit dem Titel „Procházeni“(in etwa „Das Spazieren“), die am vergangenen Montag im Prager Dominikanerkloster stattfand.