Der frische Wind der Konzertszene: Kammerorchester Berg
Das „Kammerorchester Berg“ entstand 1995. Gegründet von Dirigent Peter Vrábel sorgt das Musiker-Ensemble nunmehr seit 14 Jahren dafür, frischen Wind in die sozusagen „offizielle“ tschechische Musikszene zu bringen.
Das Orchester konzentriert sich auf die Gegenwartsmusik, die es oft mit Theater, Ballett oder Film kombiniert. Die Musikfreunde konnten „Berg“ inzwischen in verschiedenen, sehr untraditionellen Konzertsälen spielen hören, beispielsweise im „Ökotechnischen Museum“ oder vor kurzem in der ehemaligen Gießerei im Prager Industriestadtteil Holešovice. Die Musiker von „Berg“ suchen nicht nur nach ungewöhnlichen Räumlichkeiten für ihre Konzerte, sondern auch nach Kompositionen, die man anderswo nicht hört. Das Ensemble bestellt regelmäßig Werke bei tschechischen Gegenwartskomponisten.
„Kafkas Meditationen“ von Lukáš Hurník hat das Ensemble für den Tschechischen Rundfunk aufgenommen. Zurzeit arbeitet das Orchester mit dem tschechischen Regisseur-Duo „SKUTR“ zusammen, sie studieren die einstündige Komposition „Schwarz auf Weiß“ von Heiner Goebbels ein. Die Inszenierung von „Schwarz auf Weiß“ mit dem Orchester Berg werde erst die zweite Aufführung dieser Komposition überhaupt sein, sagt die Dramaturgin des Ensembles, Eva Kesslová:
„1996 erklang das Werk in der Weltpremiere mit dem ´Ensemble Moderne´. Aber jede Aufführung ist unterschiedlich und spezifisch. Die Musiker müssen bereit sein, sich nicht nur auf der Bühne zu bewegen, sondern auch andere Instrumente neben ihrem eigenen zu spielen. Sie müssen unglaubliche Schauspielerleistungen hervorbringen, die sie sonst nicht gewohnt sind, “ sagt Dramaturgin Eva Kesslová.
Das Werk von Heiner Goebbels wird im Rahmen des Musikfestivals „Saiten des Herbstes“ am 29. und 30. September im unterirdischen Kinosaal im Prager Messepalast erklingen.
Auf dem Repertoire des „Kammerorchesters Berg“ stehen nicht nur Werke von Gegenwartskomponisten. Hören Sie jetzt einen Ausschnitt aus dem Konzert für Flöte, Klarinette und Violine Es-dur von František Vincenc Kramář.







