Basketball-Triumph: Frauen aus Brünn gewinnen Titel in Europaliga

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Im modernen Hochleistungssport bekommt man nichts geschenkt. Um Titel und Medaillen zu gewinnen, muss man in der Regel lang und hart trainieren sowie beharrlich und gezielt an einer Leistungssteigerung arbeiten. Genau das haben die Basketball-Spielerinnen des tschechischen Clubs Gambrinus Siko Brno in den vergangenen zehn Jahren eindrucksvoll demonstriert, so dass sie jetzt dafür belohnt wurden: Mit dem Sieg in der Damen-Europaliga in der aktuellen Saison 2005/06. Am Sonntag konnten sie daher in eigener Halle den Europapokal und die Goldmedaillen entgegen nehmen. Lothar Martin fasst zusammen.

Ivana Vecerova  (rechts),  Foto: CTK
Der Basketballsport in Tschechien gewinnt an Niveau und Popularität. In erster Linie aber dank der holden Weiblichkeit, denn es sind die tschechischen Frauen, die innerhalb der letzten sieben Monate gleich zweimal für Furore sorgten. Zunächst mit den Gewinn der Europameisterschaft im vorigen Herbst in der Türkei, und nun mit dem Triumph der Brünner Mannschaft in der Europaliga. Es war ein langer, steiniger Weg der Basketballerinnen um Spielführerin Hana Machova bis ganz nach oben auf den Gipfel. Als die Brünnerinnen in der Saison 1996/97 in der Europaliga erstmals mit von der Partie waren, scheiterten sie im Viertelfinale an ihren slowakischen Kontrahentinnen aus Ruzomberok. Nach zwei weiteren Viertelfinalpleiten, jeweils gegen die Italienerinnen aus Como, konnten sie im Jahr 2000 schon das Spiel um Platz drei gewinnen. Mit 76:66 bezwangen sie die Damen von Dynamo Moskau. Im letzten Jahr schafften die Schützlinge von Trainer Jan Bobrovsky dann erstmals den Einzug ins Finale, unterlagen in diesem jedoch den Spielerinnen des gastgebenden Teams von VBM Samara mit 66:69. In diesem Jahr hatten sie nun vor eigenem Publikum die Möglichkeit zur Revanche, denn im Finale des Final-Four-Turniers in Brünn standen sie den russischen Korbjägerinnen am Sonntag erneut gegenüber. Und die Damen des zehnfachen tschechischen Meisters nutzten ihren Heimvorteil konsequent zu einem frenetisch gefeierten 68:54-Sieg in der ausverkauften Sporthalle im Brünner Stadtteil Kralovo Pole. Bei den Brünner Spielerinnen kannte der Jubel danach keine Grenzen mehr, auch nicht bei Ivana Vecerova, die den Riesenerfolg so kommentierte:

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"Es ist einfach supertoll, das Final-Four-Turnier zu gewinnen. Ich denke, es war wichtig, dass wir unsere Führung stets verteidigt haben, auch dann, wenn unsere besten fünf Spielerinnen nicht auf dem Parkett standen. Daher war es gut, dass wir mit einem Acht-Punkte-Vorsprung in die zweite Halbzeit gegangen sind. Und dann hat unsere amerikanische Teamgefährtin Nykesha Sales das Heft in die Hand genommen und gezeigt, weshalb sie in der WNBA ein Star ist."

Jawohl, mit Nykesha Sales und DeLisha Milton-Jones stehen auch zwei US-Amerikanerinnen im Team der neuen Europapokal-Siegerinnen. Nykesha Sales wurde aufgrund ihrer großartigen Finalleistung ins All-Star-Team und zur wertvollsten Spielerin des Final-Four-Turniers gewählt. Im Gegensatz zum Fußball oder zum Handball also kann der tschechische Basketballsport bereits mit Vertreterinnen der absoluten Weltklasse aufwarten. Die Damen von Gambrinus Siko Brno haben auch hier neue Maßstäbe gesetzt.

Autor: Lothar Martin
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