MotoGP kehrt nach fünf Jahren wieder nach Brünn zurück

Am Wochenende kehrt die Motorrad-WM ins mährische Brno / Brünn zurück. Nach fünf Jahren wird der MotoGP wieder hierzulande ausgefahren, ermöglicht durch eine Renovierung des Automotodroms und durch einen neuen Eigentümer.

Foto: Automotodrom Brno - Brno Circuit

Insgesamt 200.000 Besucher werden an den vier Veranstaltungstagen erwartet. Zudem ermöglicht die Stadt Brünn weiteren rund 10.000 Fans, die keine Karten für den Ring kaufen wollen, auf zwei Großleinwänden auf dem Platz der Freiheit (náměstí Svobody) das Renngeschehen zu verfolgen. Das geschieht anlässlich des 60. Jubiläums von Motorrad-WM-Rennen in der Stadt, denn 1965 wurde erstmals der Brünner MotoGP gefahren. Zur Feier präsentieren sich zudem am Donnerstagnachmittag auf dem Platz insgesamt acht Fahrer der Königsklasse einem breiten Publikum, darunter mit Filip Salač auch der einzige tschechische Teilnehmer. Außerdem läuft bis Sonntag dort auch ein musikalisches Begleitprogramm, bei dem zum Beispiel die beliebte Sängerin Lenny auftritt.

Erster sportlicher Höhepunkt sind die Trainingsläufe am Freitag sowie das Qualifying am Samstag. Am Sonntag starten dann die Rennen in den drei Klassen. Warum Brünn fünf Jahre lang nicht mehr zum Rennkalender gehörte, erläuterte Motorsportexperte Martin Straka gegenüber Radio Prag International:

„Der Belag auf dem Ring entsprach nicht mehr den Anforderungen, und es gab Probleme mit der Finanzierung. Das ist aber jetzt alles überwunden. Dennoch halte ich die Rückkehr des MotoGP nach Brünn für ein kleines Wunder.“

Insgesamt wurden 180 Millionen Kronen (7,3 Millionen Euro) in die Erneuerung des Rundkurses investiert. Das gesamte Geld kommt aus privater Hand. Die Rechte am MotoGP hat der Unternehmer Karel Hubáček erworben. Er arbeitet aber mit der Stadt Brünn und dem Kreis Südmähren sowie dem tschechischen Staat zusammen. Und Straka kann die Bedeutung des MotoGP gar nicht hoch genug schätzen:

„Das Renommee einer solchen Veranstaltung ist enorm. Es stärkt die Marke Tschechien und die Marke Brünn zugleich“, so der Experte.

Autor: Till Janzer
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