Metronom in Prag nach Generalsanierung wieder in Betrieb

Das Metronom im Prager Letná-Park gehört untrennbar zum Panorama der tschechischen Hauptstadt dazu. Nach einer zweijährigen Generalsanierung gibt das Denkmal nun wieder den Takt über der Moldaumetropole an.

Prag Letná und das Metronom an der Stelle des ehemaligen Stalin-Denkmals | Foto: Jolana Nováková,  Tschechischer Rundfunk

Die Reparatur des beweglichen Kunstwerks dauerte über zwei Jahre und kostete fast zwei Millionen Kronen (81.000 Euro). Wie der Besitzer des Pendels, das Immobilienunternehmen PSN, am Montag in einer Pressemitteilung informierte, wurden sämtliche Zahnräder ausgetauscht und die Schweißnähte mit Ultraschall kontrolliert. Zudem wurden neue Sicherheitseinrichtungen, eine moderne Beleuchtung und ein Kamerasystem verbaut. Auch die Oberfläche der Metallkonstruktion wurde erneuert.

Stalin-Denkmal | Foto: Miroslav Vopata,  CC BY-SA 3.0

Das riesige Pendel des Bildhauers Vratislav Novák wurde 1991 im Prager Letná-Park aufgebaut. Es befindet sich an jenem Ort, an dem von 1955 bis 1962 ein gigantisches Denkmal für Josef Stalin thronte. Das Metronom ist 25 Meter hoch und wiegt sieben Tonnen. Der Transport auf die Letná-Anhöhe im Jahr 1991 erfolgte mittels eines Hubschraubers. Zunächst sollte das Pendel nur vorübergehend aufgebaut sein, mittlerweile ist es jedoch eines der Wahrzeichen der Stadt und für viele Prager kaum noch wegzudenken. Es soll nicht nur an den Lauf der Zeit, sondern auch an die wechselhafte Geschichte der Stadt erinnern – vor allem an die Samtene Revolution und den Sturz des kommunistischen Regimes.

Das Unternehmen PSN besitzt Immobilien in Prag, Pardubice und Hradec Králové. In der tschechischen Hauptstadt verwaltet man etwa das Tanzende Haus, das Dům módy (Haus der Mode) auf dem Wenzelsplatz oder das Bürohochhaus City Empiria im Stadtteil Pankrác. Wie PSN-Geschäftsführer Max Skala am Montag mitteilte, sei es eine Ehre für das Unternehmen, sich um das Metronom kümmern zu dürfen, das jeden Tag daran erinnere, wie wertvoll Freiheit sei.

Foto: Barbora Navrátilová,  Radio Prague International
Autor: Ferdinand Hauser | Quelle: ČTK
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