Im Zeichen hervorragender Quartette – Kammermusikfestival Concentus Moraviae 2026

Kammermusik an historischen Spielstätten beiderseits der tschechisch-österreichischen Grenze – das ist das Festival Concentus Moraviae. Der 31. Jahrgang startet am Donnerstag und steht im Zeichen hervorragender Quartette unterschiedlicher Besetzungen.

Pavel Haas Quartet | Foto: Dvořákova Praha

Vom 28. Mai bis 26. Juni treten an 38 Abenden Künstler aus ganz Europa und Übersee auf. Als Residenzensemble wurde das Pavel Haas Quartet gewonnen, das am Donnerstag im historischen Saal des Schlosses von Slavkov / Austerlitz den Musikreigen eröffnet, und das mit Werken von Antonín Dvořák und Vítězslava Kaprálová. Das Quartett, das schon fünf Grammophone Awards gewonnen hat, tritt danach noch weitere vier Mal auf, teils mit Gästen. Am 10. Juni im südmährischen Kyjov spielt es etwa zusammen mit vier weiteren Musikern das Oktett in F-Dur von Franz Schubert.

Drei Ensembles aus Deutschland

Die musikalische Bandbreite bei Concentus Moraviae reicht weit hinaus über klassische Interpretationsformen bis zu Neuer Musik und Jazz. In dieser Richtung offen ist beispielsweise das US-amerikanische Streichquartett Brooklyn Rider, das am 12. Juni in Náměšť nad Oslavou spielt. Die Grenzen von E- und U-Musik überwindet auch das Vision String Quartet aus Berlin, das am 3. Juni in Ivančice zu sehen und zu hören ist. Allerdings hat es diesmal Mozart und Brahms im Programm.

Aus Deutschland kommen zudem noch das Schumann Quartett und das Leonkoro Quartet. Für seine historische Aufführpraxis ist wiederum das in London gegründete und international besetzte Chiaroscuro Quartet bekannt. Auch das weltberühmte Quartetto di Cremona ist angekündigt.

Die Veranstaltungsorte liegen in den beiden tschechischen Kreisen Südmähren und Vysočina sowie in Niederösterreich. Mehr Informationen zum Programm – auch auf Englisch – bietet die Website www.concentus-moraviae.cz.

Autor: Till Janzer
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