Ostern mit dem tschechischen „Weihnachtskomponisten“ Jakub Jan Ryba

Ausstellung über das Leben von Jakub Jan Ryba in Rožmitál pod Třemšínem

Die feierliche Messe zum Fest der Auferstehung Jesu Christi ist der Höhepunkt des christlichen Kirchenjahres, sie wird meist in der Osternacht oder am Ostermorgen zelebriert. Im heutigen MusikCzech hören Sie die Missa Solemnis in C pro Festo Resurrectionis, die von Jakub Jan Ryba für dieses Kirchenfest komponiert wurde.

Kirche zur Erhöhung des heiligen Kreuzes in Rožmitál | Foto: Kateřina Dobrovolná,  Tschechischer Rundfunk

Bei dem Namen Jakub Jan Ryba kommen fast jedem in Tschechien automatisch Weihnachten und die Böhmische Hirtenmesse in den Sinn. Dennoch ist die Musik dieses Komponisten, Lehrers und Kantors viel reichhaltiger und vielfältiger. Die Missa Solemnis in C pro Festo Resurrectionis, auf Deutsch „Feierliche Messe in C-Dur zum Fest der Auferstehung“, ist in dem thematischen Verzeichnis seiner Werke, das Ryba 1796 seiner Sammlung von Messen hinzufügte, als vierte der feierlichen Messen aufgeführt. Der Komponist datiert sie selbst auf 1788. Sehr wahrscheinlich war die Messe eines der ersten Werke, die der junge Kantor an seinem Wirkungsort Rožmitál schuf.

Foto: Kateřina Dobrovolná,  Český rozhlas

Die Orchesterbesetzung ist umfangreich: die für Ryba typische solistische Flötenstimme, dazu zwei Oboen, Hörner, Trompeten, Pauken, Streichinstrumente und eine Orgel als Basso continuo. Die meisten Gesangsstellen sind für einen gemischten vierstimmigen Chor mit kurzen Soli bestimmt. Die einzige Ausnahme bildet Benedictus, das als Sopranarie mit Basso continuo und zwei Solobratschen konzipiert ist.

Die Länge der einzelnen Teile ist so gewählt, dass der Ablauf der Liturgie nicht gestört wird. Die Musik war für Ryba ein Mittel, den Inhalt und die emotionale Wirkung des liturgischen Textes während des Gottesdienstes hervorzuheben. Auch diese Messe bildet darin keine Ausnahme.

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