PISA-Studie: Tschechische Schüler liegen weiterhin über weltweitem Durchschnitt
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Ergebnisse der neusten PISA-Studie veröffentlicht. Tschechien verschlechtert sich zwar, bleibt aber über dem internationalen Durchschnitt.
Mathematik und Lesen – dies sind die Bereiche, in denen sich die Neuntklässler in Tschechien seit 2022 verschlechtert haben. In der aktuellen PISA-Studie für 2025 liegen jedoch die Ergebnisse in den meisten Ländern der OECD hinter den der letzten Testrunde. Die Analyse stellten Bildungsminister Robert Plaga (parteilos) und Hauptschulinspektor Tomáš Zatloukal am Dienstag in Prag der tschechischen Öffentlichkeit vor.
„Obwohl wir eine Reihe von Problemen haben und regionale Schulen sowie Hochschulen bei uns unterfinanziert sind, gelingt es Tschechien dank unserer Lehrer und Schulen in dem internationalen Vergleich doch, überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen“, kommentierte Plaga.
Die 15-Jährigen hierzulande bewiesen laut der PISA-Studie sehr gute Fähigkeiten im interaktiven digitalen Bereich. Gut schnitten sie auch bei der Aufgabenlösung zum Programmieren und Erstellen von Modellen ab, in denen es um Algorithmen und Datenverarbeitung ging.
Dahingegen erreichten 21 Prozent der Jugendlichen in Tschechien nicht das vorgegebene Grundniveau bei den Naturwissenschaften. Beim Lesen lag die Durchfallquote sogar bei 27 Prozent und in Mathematik bei 29 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren rutschten die mathematischen Fähigkeiten hierzulande damit um sieben Prozentpunkte ab, und um fünf Prozentpunkte ging es beim Lesen zurück. Letzteres erklärt sich Plaga mit veränderten Lesegewohnheiten sowie mit einer immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne.
Am PISA-Test 2025, der einen Schwerpunkt auf den Naturwissenschaften hatte, waren mehr als 760.000 Schülerinnen und Schüler in 91 Ländern und Regionen der Welt beteiligt. Die besten Ergebnisse erzielten die Jugendlichen in China, Singapur und Japan. Von den europäischen Ländern liegen Estland, Großbritannien und Finnland vorne.







