In Prag gibt es rund 30.000 städtische Wohnungen

Die Anzahl von Wohnungen in Prag, die vom Magistrat oder den einzelnen Stadtteilen verwaltet werden, stagniert. Ein Zuwachs an Gemeindewohnungen ist nicht zu verzeichnen.

Wie aus einer aktuellen Studie des Instituts für Stadtplanung und -entwicklung (IPR) hervorgeht, die am Montag dem Stadtrat vorgelegt wurde, gab es zu Ende letzten Jahres 29.836 Wohnungen, die der Stadt Prag oder den Vierteln gehörten. Das waren fünf weniger als noch im Vorjahr. In städtischem Besitz waren rund 4,1 Prozent aller Wohnungen, ein Drittel davon befand sich in Prag 2, in Prag 10 sowie in Prag 14.

In der Vergangenheit war der Rückgang städtischer Wohnungen wesentlich dramatischer. So sank die Zahl der Gemeindewohnungen zwischen 2019 und 2021 um rund 2000. Nach 1991 waren 194.000 Wohnungen in den Besitz der Stadt übergegangen, diese wurden anschließend jedoch privatisiert, wodurch sich der städtische Wohnraum um 85 Prozent reduzierte.

Wegen der der schlechten Wohnungslage will die Führung der Stadt die Anzahl von Gemeindewohnungen wieder erhöhen. Wie aus der Analyse hervorgeht, wurden seit 2019 pro Jahr aber nur 50 bis 60 städtische Wohnungen gebaut. Im Vergleich zu den ausgesprochenen Zielen ist das eine kleine Zahl. So hatte das städtische Immobilienunternehmen PDS zuletzt angekündigt, bis 2035 bis zu 8000 neue Wohnungen auf städtischen Grundstücken entstehen zu lassen.

Foto: Filip Jandourek,  Archiv des Tschechischen Rundfunks

Das Institut für Stadtplanung und -entwicklung gibt an, dass im Hinblick auf die demographische Entwicklung Prags jährlich rund 9000 neue Wohnungen entstehen müssten, Privatbauten mit eingerechnet. Im vergangenen Jahr wurden laut dem Tschechischen Statistikamt (ČSÚ) jedoch nur rund 6500 neue Wohnungen übergeben.

Autor: Ferdinand Hauser | Quelle: ČTK
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