Statistik: Wohnungsbau in Tschechien ging vergangenes Jahr um 20 Prozent zurück

Das Tschechische Statistikamt (ČSÚ) hat am Montag aktuelle Daten zum Wohnungsbau veröffentlicht. Demzufolge ging die Zahl der fertiggebauten Wohnungen hierzulande zurück, ihre Fläche stieg hingegen leicht an. Und die Investitionskosten legten deutlich zu.

In Tschechien wurden 2024 insgesamt 30.274 neue Wohnungen gebaut. Dies entspricht einem Rückgang von 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die meisten der Wohnungen wurden in Prag und im Kreis Mittelböhmen fertiggestellt. Die Hälfte befindet sich in Einfamilienhäusern, und mehr als ein Drittel in Mehrfamilienhäusern.

Nach Angaben des Statistikamtes wurden neue Einfamilienhäuser in durchschnittlich 45 Monaten gebaut, fünf Monate länger als im Jahr 2023. Bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern verlängerte sich die Bauzeit um durchschnittlich zweieinhalb Monate. Die Größe der neuen Wohnungen in Einfamilienhäusern stieg leicht auf 138,8 Quadratmeter Nutzfläche und 92,5 Quadratmeter Wohnfläche. Bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stieg die durchschnittliche Wohnfläche auf 50,2 Quadratmeter, die Gesamtnutzfläche sank jedoch leicht auf 64,8 Quadratmeter. Die durchschnittliche Zahl der Zimmer blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert: Es überwogen Vierzimmerwohnungen in Einfamilienhäusern und Zweizimmerwohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Die Daten des ČSÚ zeigen zudem, dass die Investitionskosten für den Bau neuer Wohnungen erheblich gestiegen sind: In Einfamilienhäusern musste man sieben Prozent mehr und bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern fünf Prozent mehr als im Vorjahr zahlen.

Autor: Markéta Kachlíková | Quelle: ČTK
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