Täglicher Nachrichtenüberblick
Präsident Zeman und Premier Sobotka treffen sich zu traditionellem Neujahrsessen
Staatspräsident Miloš Zeman und Premier Bohuslav Sobotka haben sich am Samstag zum traditionellen Neujahrsessen getroffen. Er wolle mit Zeman auch 2016 regelmäßig zum Meinungsaustausch zusammenkommen, sagte Premier Sobotka nach dem Essen am Sommersitz des tschechischen Präsidenten in Lány / Lahn. In den vergangenen Wochen sind das Staatsoberhaupt und der Regierungschef wegen der Flüchtlingskrise mehrfach verbal aneinandergeraten. Während Zeman islamfeindliche Ansichten geäußert hat, vertritt Sobotka eher eine gemäßigte Position.
Nach Dammhirsch an Sahnesoße schrieb Sobotka in das Gästebuch von Schloss Lány, er und seine Frau dankten „für die freundschaftliche Atmosphäre“ der Zusammenkunft. Zu dem Essen waren auch die Ehefrauen beider Politiker gekommen.
2016 wird erstmals der chinesische Präsident in Prag erwartet
In diesem Jahr ist der erste Besuch des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Prag geplant. Der Termin steht noch nicht fest, aber die tschechischen Medien gehen von einer Visite im Frühjahr aus. Der Besuch soll vor allem zur Festigung der Wirtschaftsbeziehungen dienen und erfolgt auf Einladung durch Präsident Miloš Zeman. Das Kabinett Sobotka hat begonnen, nach Jahren der Stagnation die Kontakte zwischen Prag und Peking wiederzubeleben. Im Rahmen des Aufenthalts von Xi Jinping soll eine weitere direkte Flugverbindung zwischen Tschechien und China eröffnet werden, konkret zwischen Prag und Shanghai.
Tschechen schicken 2015 insgesamt 1,1 Millionen Spenden-SMS
Tschechen und Tschechinnen haben im vergangenen Jahr mehr als 1,1 Millionen Spenden-SMS abgeschickt. Die Gesamtspendensumme lag bei 30 Millionen Kronen (1,1 Millionen Euro). Dies geht aus den vorläufigen Zahlen des sogenannten Spenderforums hervor. Rund 28 Prozent der Gelder gingen an behinderte und kranke Kinder, etwa 25 Prozent an weitere Projekte zur Hilfe behinderter Menschen. Ein Zehntel der Summe war für humanitäre Hilfe bestimmt. Den Projekten nach erhielt der Stiftungsfonds „Světluška“ des Tschechischen Rundfunks zur Hilfe Sehbehinderter die meisten Spenden-Nachrichten, und zwar 214.000.
Mit 3,27 Millionen die absolut meisten Spenden-SMS wurden hierzulande im Jahr 2005 verschickt, also zum Teil noch als Hilfe nach dem verheerenden Tsunami von Weihnachten 2004.
Neue Verkehrsschilder in Tschechien
Autofahrer in Tschechien müssen sich mit dem neuen Jahr an einige neue Verkehrszeichen gewöhnen. Dazu gehören Verkehrsschilder, die vor Pferden oder vor Froschquerungen warnen, die auf Segway-Fahrer aufmerksam machen oder auch auf einen Abhang oberhalb eines Gewässers.
Bau der vierten U-Bahn-Linie in Prag könnte sich verzögern
Der Bau einer vierten U-Bahn-Linie in Prag könnte sich verzögern. Der Grund seien grundstücksrechtliche Probleme, berichtete das Nachrichtenportal idnes.cz. Den Plänen nach sollen bis September dieses Jahres rund 800 benötigte Grundstücke im Besitz der Stadt sein. Bisher habe man aber nur rund zehn erworben, wird der Prager Verkehrsstadtrat Petr Dolínek (Sozialdemokraten) zitiert. Der Baubeginn für die sogenannte Metrolinie D ist bereits im Jahr 2017 geplant. Man wolle nun prüfen, ob bestimmte Baugenehmigungen auch vor Grundstückserwerb erteilt werden könnten, so Dolínek gegenüber idnes.cz.
Die Metrolinie D soll im Südosten Prags vom Viertel Písnice zunächst nach Pankrác führen. Später soll der Anschluss bis Náměstí Míru erfolgen. Die Baukosten werden mit rund 50 Milliarden Kronen (1,85 Milliarden Euro) beziffert.
Skispringen: Alle vier Tschechen qualifizieren sich in Innsbruck
Bei der Vierschanzentournee haben sich alle vier tschechischen Skispringer für den Hauptwettbewerb in Innsbruck qualifiziert. Roman Koudelka als derzeit bester tschechischer Springer kam mit 127 Metern in der Qualifikation auf Platz neun, Jan Matura wurde Sechzehnter, Jakub Janda erreichte Rang 21 und Lukáš Hlava Rang 38. Beim dritten Wettbewerb der Tournee trifft Koudelka am Sonntag in Innsbruck auf den Franzosen Ronan Lamy Chappuis, Matura muss sich gegen den Bulgaren Wladimir Sografski durchsetzen, Janda wird mit dem Österreicher Michael Fettner einen schweren Gegner haben, ebenso wie Hlava, der gegen den derzeitigen Dritten im Gesamtklassement, den Norweger Kenneth Gangnes, antreten muss.
Meteorologen: Dezember war abnormal warm
Der Dezember war in Tschechien abnormal warm. Die Durchschnittstemperatur lag bei +3,6 Grad Celsius. Das sind 4,2 Grad mehr als der langjährige Mittelwert, wie der tschechische Wetterdienst am Samstag bekannt gab. Die absolute Höchsttemperatur im vergangenen Monat wurde am zweiten Weihnachtsfeiertag im nordböhmischen Děčín / Tetschechen gemessen und betrug 16,8 Grad Celsius. Die Sonnenscheindauer im Dezember lag bei 168 Prozent des Normalwerts.
Laut dem Meteorologen Petr Dvořák droht hierzulande vor allem, dass sich die starke Trockenheit weiter fortsetzt. Im Dezember sei nicht einmal die Hälfte der normalen Niederschlagsmenge niedergegangen, so Dvořák. Im gesamten vergangenen Jahr fehlte rund ein Drittel der sonstigen Niederschläge, hieß es.
Das Wetter am Sonntag, 3. Januar
Am Sonntag ist es in Tschechien meist hochnebelartig bedeckt, im Nordosten des Landes kann es örtlich auch heiter sein. Im Südwesten Tschechiens zunächst leichter Schneefall, der im Laufe des Tages aber nachlässt. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -5 bis -1 Grad Celsius, in Mähren und Schlesien ist es kälter bei Werten zwischen -8 und -4 Grad Celsius.







