Täglicher Nachrichtenüberblick
Etwa 1,2 Millionen Autos von Škoda haben VW-Betrugssoftware
Rund 1,2 Millionen Pkw von Škoda sind in den vergangenen Jahren mit der Betrugssoftware von VW ausgestattet worden. Das gab der Autobauer aus Mladá Boleslav / Jungbunzlau am Montag bekannt, wie die Agentur Reuters berichtete. Betroffen sind die Turbodiesel-Modelle des Octavia, Fabia, Superb, Rapid und Roomster aus den Jahren 2009 bis 2013. Jüngere Modellreihen aus der Herstellung in der EU würden jedoch nicht mehr mit dem Motor EA 189 ausgestattet und erfüllten die Abgasnorm Euro 6, sagte der Škoda-Verkaufschef für Tschechien, Luboš Vlček. Der tschechische Wagenhersteller hat bisher noch nicht mitgeteilt, ob die Škoda-Modelle mit der illegalen Software, mit der bei Abgastests die Schadstoffwerte gesenkt werden, in die Werkstätten gerufen werden sollen.
Mehrere Tausend Menschen bei Wallfahrt in Stará Boleslav
Mehrere Tausend Menschen haben in Stará Boleslav / Altbunzlau am Montag an einer Wallfahrt zum Gedenken an den Heiligen Wenzel teilgenommen, darunter auch Vizepremier Pavel Bělobrádek (Christdemokraten) sowie Verteidigungsminister Martin Stropnický (Partei Ano) und Kulturminister Daniel Herman (Christdemokraten). Die Messe zu Ehren des tschechischen Landespatrons las Kardinal Dominik Duka. Darin ging der Prager Erzbischof auch auf die derzeitige Flüchtlingskrise ein. Duka rief dazu auf, „vernünftig und mitfühlend“ zu sein in dieser Zeit, in der nicht nur der Zerfall „europäischer Werte“, sondern „unserer ganzen Zivilisation“ drohe.
Der 28. September ist seit 15 Jahren hierzulande „Tag der Staatlichkeit“. Anlass ist der Tod Wenzels von Böhmen, dem heiliggesprochenen heutigen Landespatron im Jahr 935 (oder 929). Wenzel wurde damals in Stará Boleslav von seinem Bruder ermordet.
Demonstration gegen tschechische Nato-Mitgliedschaft
Auf dem Prager Wenzelsplatz haben am Montag gut 100 Menschen gegen die tschechische Nato-Mitgliedschaft demonstriert. Zu dem Protest hatte die Initiative „Ne zakladnám“ (Nein zur Atomwaffenbasis) aufgerufen. Die Redner der Kundgebung bezeichneten den Nordatlantikpakt als „verbrecherische Organisation“ und forderten die tschechische Armee dazu auf, ihre Teilnahme an Nato-Auslandseinsätzen zu beenden. Die kommunistische Abgeordnete Marta Semelová rief dazu auf, die Nato abzuschaffen.
Kameramann Šofr in Bitola für Lebenswerk ausgezeichnet
Der tschechische Kameramann Jaromír Šofr ist beim internationalen Filmfestival Manaki Brothers im mazedonischen Bitola für sein Lebenswerk geehrt worden. Am Sonntag erhielt Šofr, der unter anderem für Oskar-Regisseur Jiří Menzel gearbeitet hat, die „Goldene Kamera“ aus den Händen des Präsidenten des Dachverbandes der europäischen Kinematografenverbände (Imago), Nigel Walter. Dies teilte der Verband der tschechischen Kameraleute am Montag mit.
Jaromír Šofr drehte führte bei Menzel schon in den 1960er Jahren die Kamera, darunter beim Oscar-prämierten Film Ostře sledované vlaky (Liebe nach Fahrplan). 2006 erhielt Šofr für Obsluhoval jsem anglického krále (Ich habe den englischen König bedient) den Filmpreis Tschechischer Löwe.
Prag will Einkaufszentrum Kotva unter Denkmalschutz stellen lassen
Prag will das Einkaufszentrum Kotva nahe dem Platz náměstí Republiky unter Denkmalschutz stellen lassen. Der entsprechende Antrag soll bis in zwei Wochen ausgearbeitet sein, sagte Kulturbürgermeister Jan Wolf (Christdemokraten), wie die Presseagentur am Montag berichtete. Demnach erwägt der bisherige Eigner des Einkaufszentrum, Markland Kotva, das historische Gebäude zu verkaufen. Über den Antrag muss das Kulturministerium entscheiden, 2007 war ein erster Versuch, das Kotva unter Denkmalschutz zu stellen, fehlgeschlagen.
Das Kaufhaus Kotva wurde vom Architektenpaar Věra und Vladimír Machonin in der ersten Hälfte der 1970er Jahre entworfen und gilt als einer der interessantesten Bauten aus sozialistischer Zeit. Die Eröffnung fand am 10. Februar 1975 statt.
Tischtennis-EM: Tschechische Frauen spielen um Platz sieben
Bei der Tischtennis-EM im russischen Jekaterinburg kann die Equipe der tschechischen Frauen bestenfalls den siebten Platz erreichen. Am Sonntag verloren die Schützlinge von Nationaltrainer Pavel Krpec zunächst das Viertelfinale gegen die Ukraine mit 1:3. Darauf unterlagen sie in der Gruppe um die Plätze fünf bis acht den Polinnen mit demselben Ergebnis. Das Gruppenspiel gegen Portugal am Dienstag wird daher über die abschließende Platzierung der Tschechinnen entscheiden.
Volleyball-EM: Tschechinnen spielen gegen Deutsche um Patz zwei in Gruppen
Die tschechischen Volleyball-Frauen spielen am Montagnachmittag (Spiel endet erst nach Redaktionsschluss) bei der Volleyball-EM gegen Deutschland um den zweiten Platz in der Gruppe. Im zweiten Gruppenspiel hatte das tschechische Team am Sonntag gegen die favorisierten Serbinnen mit 0:3 verloren. Bei einem Sieg gegen Deutschland träfe Tschechien im Play-off ums Viertelfinale auf den Dritten der Gruppe B. In der Begegnung am Montag gelten die deutschen Volleyballerinnen als Favoritinnen. Libera Julie Kovářová glaubt jedoch, dass ihr Team den Deutschen Paroli bieten könne: „Wir sind auf Augenhöhe“, sagte die ehemalige Bundesligaspielerin (Aurubis Hamburg) den Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks.
Das Wetter am Dienstag, 29. September
Am Dienstag ist es in Tschechien meist heiter bis wolkig. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf Werte zwischen 13 und 17 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter werden maximal 7 Grad Celsius erreicht.







