Täglicher Nachrichtenüberblick

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Regierung aktualisiert die Sicherheitsstrategie

Die Regierung hat am Mittwoch eine aktualisierte Sicherheitsstrategie für dieses Jahr gebilligt. Außenminister Lubomír Zaorálek (Sozialdemokraten) wird das Dokument demnächst den Gesetzgebern und Experten vorlegen. Die Strategie reagiert auf neue Drohungen, wie es die IS-Terrormilizen oder der Konflikt in der Ukraine sind. Im Dokument wird unter anderem festgestellt, dass es zur Schwächung der völkerrechtlichen Verpflichtungen im Bereich der Sicherheit kommt und dass es neue Formen der Kriegsführung gibt. Ein Beispiel dafür sind die russischen Eingriffe in der Ukraine. Es gebe eine neue Situation und neue Verhältnisse, auf die man reagieren müsse, erklärte Zaorálek. Er hält es für wichtig, dass im Dokument die Verpflichtung verankert wurde, das Budget des Verteidigungsressorts bis 2020 auf 1,4 Prozent des BIP zu erhöhen.

Regierung will Streit um Höhe der Richter-Gehälter vors Verfassungsgericht bringen

Die tschechische Regierung will im Streit um die Höhe der Gehälter von Richtern das Verfassungsgericht anrufen. Gemäß einem Urteil des Obersten Gerichtshofs könnte der Staat gezwungen sein, den Richtern rückwirkend insgesamt 2,5 Milliarden Kronen (90 Millionen Euro) zusätzlich auszuzahlen. Der Gerichtshof hatte entschieden, dass das Ministerium für Arbeit und Soziales bereits seit drei Jahren die Höhe der Gehälter von Richtern falsch berechnet. Das Regierungskabinett glaubt jedoch nicht, dass sich aus dem Urteil des Obersten Gerichtshofs ein rückwirkender Anspruch ergebe. Dies teilte Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) am Dienstagabend mit.

Die Höhe der Gehälter von Richtern berechnet sich aus der Höhe des durchschnittlichen Bruttolohns in Tschechien. Das Ministerium hatte dabei auch die Löhne aus Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen berücksichtigt, laut dem Urteil des Obersten Gerichtshofs dürften aber nur die Vollzeitanstellungen zugrunde gelegt werden.

Windenergie aus Deutschland belastet tschechisches Stromnetz

Das tschechische Stromnetz war voriges Jahr durch deutsche Windenergie überlastet. Die Überlastung verursachte Kosten von mehr als 60 Millionen Kronen (2,22 Millionen Euro). Dies teilte der tschechische Stromnetzbetreiber ČEPS am Mittwoch in Prag mit. Die Kosten sind den ČEPS-Vertreten zufolge entstanden, wenn tschechische Kraftwerke zwangsweise ihre Leistung reduzierten mussten. Das sei, so der Stromnetzbetreiber, häufig die einzige Möglichkeit gewesen, um den in großen Mengen aus Deutschland über Tschechien nach Österreich strömenden Windstrom auszugleichen. Der Vorstandsvorsitzende von ČEPS, Vladimír Tošovský, erklärte, der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen in Deutschland gehe nicht mit einem entsprechenden Ausbau der Übertragungskapazitäten einher. Tschechien begann inzwischen, an der Grenze Stromsperren zu bauen, um sein Netz trennen zu können.

Polizei beschlagnahmt Hunderte von gefälschten Autobahnvignetten

Die Polizei hat in den vergangenen Tagen einige Hundert gefälschte Autobahnvignetten beschlagnahmt. Dies teilte Verkehrsminister Dan Ťok am Mittwoch mit. Die Fälschungen kann man von den echten Vignetten beispielsweise mit Hilfe der Barcode unterscheiden. Die Mehrheit der gefälschten Vignetten wurde in der Region von Plzeň / Pilsen beschlagnahmt.

Gesundheitsinstitut: Tschechen sind durch Radonkonzentration in Gebäuden gefährdet

Ein Drittel der tschechischen Bevölkerung ist von einer überdurchschnittlich hohen Radonkonzentration in Gebäuden gefährdet. Jährlich sterben aus diesem Grund rund 900 Menschen. Dies behauptet das staatliche Gesundheitsinstitut (SZÚ). Einige Experten und Bauunternehmer sind davon überzeugt, dass die tschechischen Normen wenig streng sind. Sie schlagen darum deren Verschärfung vor. Dies hat der Staat jedoch vorläufig nicht vor.

Arbeitslosenrate in Tschechien auf 7,8 Prozent gestiegen

Die Arbeitslosenrate ist im Januar in Tschechien auf 7,8 Prozent gestiegen. Dies schätzen die von der Nachrichtenagentur ČTK angesprochenen Wirtschaftsanalytiker. Im Dezember vergangenen Jahres betrug die Arbeitslosenrate 7,5 Prozent. Das Arbeitsamt der Tschechischen Republik wird die Daten über die Arbeitslosigkeit am 9. Februar veröffentlichen.

Tschechischer Einzelhandel beschleunigt 2014 seinen Zuwachs

Der tschechische Einzelhandel hat im vergangenen Jahr höhere Zuwächse verzeichnet als noch 2013. Der Umsatz stieg um 5,4 Prozent, im vorvergangenen Jahr waren nur 1,0 Prozent zu Buche gestanden. Vor allem Autoverkauf und Autoreparaturen zogen das Wachstum, wie aus den Angaben des Tschechischen Statistikamtes hervorgeht. Den Segmenten nach lag im Versand- und Interneteinzelhandel die Zuwachsrate am höchsten, dort gab es ein Plus von fast 20 Prozent.

EPH kauft 70 Eisenbahnwaggons für Braunkohletransport in Deutschland

Die tschechische Energie- und Industrieholding EPH kauft 70 Eisenbahn-Güterwagen für den Braunkohletransport in Deutschland. Die Waggons liefert das österreichische Unternehmen Innofreight, die Kosten liegen bei etwa 70 Millionen Euro. Mit den Güterwagen soll die Kohle aus dem Tagebau im sächsisch-anhaltinischem Profen ins Kraftwerk Buschhaus bei Helmstedt gebracht werden.

Die EPH betreibt sowohl Kraftwerke als auch Kohlegruben, über ihre Tochter EP Energy ist sie Eignerin der deutschen Mibrag.

Musikpädagoge und Komponist Pavel Jurkovič im Alter von 81 Jahren gestorben

Im Alter von 81 Jahren ist am Mittwoch der anerkannte tschechische Musikpädagoge, Komponist und Sänger Pavel Jurkovič gestorben. Im Namen der Familie informierte darüber seine Tochter Barbora Jurkovičová. Jurkovič stammte aus dem südmährischen Starý Poddvorov bei Hodonín / Göding. Mit zwölf Jahren sang er im Chor Schola Cantorum Prag. Er studierte an der Prager Karlsuniversität und beim Komponisten Carl Orff in Salzburg. Er war Mitglied des Ensembles der Neuen Madrigalsänger und der Kammermusik, das von Miroslav Venhoda geleitet wurde. Er nahm an vielen Tourneen durch Europa und Amerika teil. Jurkovič schrieb Lieder und andere Kompositionen für Kinder sowie Lehrbücher und methodische Handbücher für Musiklehrer. Er war der erste, der Orffs didaktisches System an den tschechischen Schulen popularisierte. 1995 wurde er von der Carl-Orff-Stiftung mit der Pro merito-Medaille ausgezeichnet. 1996 erhielt er den Preis des Tschechischen Musikrates für seinen Beitrag zur Entwicklung der Musikerziehung.

Bassbariton Plachetka debütiert in der New Yorker Met

Der tschechische Bassbariton Adam Plachetka tritt am Mittwoch zum ersten Mal in der Metropolitan Opera in New York auf. Er singt die Rolle von Masetto in Mozarts Oper Don Giovanni. In New York wird Plachetka bis zum März noch in zehn Vorstellungen singen. Danach wird er mit den Proben für Mozarts Figaros Hochzeit anfangen, in der er bei den Salzburger Festspielen auftreten wird.

Der 29-jährige Plachetka gehört zu den besten tschechischen Opernsängern der jungen Generation. Seit September 2010 ist er Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo er vor allem die Titelrolle von Mozarts Don Giovanni singt. Engagements führen und führten Plachetka unter anderem an die Bayerische Staatsoper, an die Mailänder Scala, nach Baden-Baden und an die Berliner Staatsoper.

Prager Kino Aero lädt zur Sondervorstellung des Films „White God“ auch Hunde ein

Im Prager Kino Aero findet am Mittwochabend die tschechische Premiere des Films „White God“ des ungarischen Regisseurs Kornél Mundruczó statt. Die Filmvorstellung ist nicht für die Hundebesitzer, sondern auch für ihre Hunde bestimmt. Der ungarische Film wurde letztes Jahr beim Filmfestival in Cannes zweimal ausgezeichnet. Er gewann den Preis in der Sektion „Un Certain regard“. Zudem erhielt der vierbeinige Hauptdarsteller Hagen in Cannes den Palm Dog für die beste darstellerische Leistung eines Hundes. Vor der Filmvorstellung wird ein Wettbewerb für die Hunde und deren Besitzer veranstaltet.

Temperaturen im Böhmerwald sinken auf arktische Werte

Im Böhmerwald sind am Mittwochmorgen arktische Temperaturen gemessen worden. Nahe dem Ort Modrava / Mader sank das Quecksilber auf minus 29 Grad Celsius, in Kvilda / Außergefild wurden minus 27,7 Grad erreicht. Auch in den kommenden Nächten könnte es ähnlich kalt werden, sagte eine Meteorologin der Presseagentur ČTK.

Eishockey: Organisatoren stellen die WM-Medaillen vor

Die Organisatoren der Eishockey-WM haben am Mittwoch in Prag die Medaillen vorgestellt, um die die Eishockeyteams im Mai in Prag und in Ostrava / Ostrau kämpfen werden. Die drei erfolgreichsten Mannschaften der 79. Eishockey-WM werden Medaillen bekommen, die aus Metall und Kristallglas hergestellt wurden. Die Medaillen entwarf der Architekt und Designer Oldřich Sládek.

Das Wetter am Donnerstag, 5. Februar

Am Donnerstag ist es in Tschechien überwiegend wolkig mit schwachen Schneeschauern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -3 bis +1 Grad Celsius. In Höhenlagen ab 1000 Meter werden maximal -6 Grad Celsius erreicht.