Tennis: Siniaková und Veerbek holen in Wimbledon den Titel im Mixed
Die Tschechin Kateřina Siniaková und der Niederländer Sem Veerbek haben in Wimbledon den Titel im Mixed gewonnen.
Im Finale am Donnerstag besiegten sie das britisch-brasilianische Duo Joe Salisbury und Luisa Stefani mit 7:6 und 7:6. Der Titel bedeute ihr viel, es sei fantastisch, in einer derartigen Atmosphäre zu spielen, sagte Siniaková unmittelbar nach dem Sieg. Später auf der Pressekonferenz betonte die 29-jährige Tschechin, sie habe das Spiel genossen, und schloss eine weitere Zusammenarbeit mit dem zwei Jahre älteren Veerbek nicht aus.
Siniaková gewann ihren elften Grand-Slam-Titel in einem Doppel und den ersten im Mixed. Außerdem hat sie zusammen mit Tomáš Macháč bei den Olympischen Spielen in Paris im vergangenen Jahr die Goldmedaille im Mixed geholt. Nach dem jetzigen Sieg in Wimbledon sagte die Spielerin aus Hradec Králové, sie möge es nicht, die einzelnen Titel miteinander zu vergleichen. Jeder sei speziell, und mit jedem Titel seien bestimmten Erinnerungen verbunden, betonte Siniaková.
Sem Veerbek feierte seinen ersten Grand-Slam-Titel. Er und Siniaková waren sich erstmals in diesem Jahr bei den Australian Open begegnet, wo Verbeek ihr die Zusammenarbeit im Mixed anbot. Später meldete er sich vor Wimbledon wieder bei der Tschechin. Veerbek sagte bei der Pressekonferenz, er denke, Siniaková habe im Doppel inzwischen alles gewonnen, was es zu gewinnen gebe. Der Niederländer betonte, es sei eine Ehre gewesen, neben einer solchen Legende des Doppels zu spielen. Sam Verbeek dankte Siniaková für den Tag, an den er sich seinen Worten zufolge bis zum Ende seines Lebens erinnern werde. Am meisten sei er jedoch dafür dankbar, wie unterhaltsam es in den letzten Wochen gewesen sei, so der Tennisprofi aus Amsterdam. Verbeek bezeichnete es als „glänzend“, Siniaková kennengelernt zu haben. Sie sei nett, aber sei auch ein „Killer“, sagte er mit einem Lächeln. Auch die Tschechin würdigte die Fähigkeiten ihres Kollegen. Auf die Frage, was sie dazu bewegt habe, sich mit dem Niederländer zusammenzutun, scherzte sie, der Grund sei, dass er mit der linken Hand spiele. Siniaková merkte an, sie denke, dass Veerbek derjenige war, der für die Unterhaltung auf dem Tennisplatz gesorgt habe. „Hoffentlich werden wird das noch ein paar Mal wiederholen“, sagte die Tschechin. Und Veerbek reagierte mit den Worten: „Keine Angst, ich werde immer Ja sagen.“
Beide haben gleich bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt bei einem Grand-Slam-Turnier den Titel errungen.
Siniaková bemüht sich zudem in Wimbledon um die Verteidigung des Titels im Damen-Doppel. Zusammen mit der US-Amerikanerin Taylor Townsend trifft sie am Freitag aber zunächst im Halbfinale auf Hsieh Su-wei aus Taiwan und Jelena Ostapenko aus Lettland.
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