Tschechische Bahnen und Busse verstärken zum Ferienbeginn die Auslandsverbindungen

Am Donnerstag haben in Tschechien zwei Monate Sommerferien begonnen, und die Menschen zieht es in die Ferne. Darauf reagieren nun die Tschechischen Bahnen sowie private Zug- und Busanbieter.

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Die Züge ins Ausland rollen wieder. Die Tschechischen Bahnen haben eine ganze Reihe von Verbindungen nach Deutschland, Polen, Ungarn und in die Slowakei verstärkt. Der staatliche Anbieter reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage. Bahnsprecherin Gabriela Novotná:

„Seit Mitte Juni fahren bereits viele Züge, die wegen der Corona-Pandemie zeitweilig eingestellt waren, regelmäßig wieder auf den vorgesehenen Strecken. Da sich die epidemiologische Lage gut entwickelt hat, setzen wir im Juni und Juli auch erneut alle Nachtzüge ein zu attraktiven Reisezielen in unseren Nachbarstaaten.“

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Das ist unter anderem die Verbindung von Prag über České Budějovice / Budweis, Linz, Salzburg und Innsbruck nach Zürich. Oder auch aus der tschechischen Hauptstadt nach Krakau oder Budapest.

Die privaten Anbieter profitieren ebenfalls von der gestiegenen Nachfrage und haben zahlreiche Verbindungen erneuert. So bietet RegioJet beispielsweise einen Nachtzug nach Kroatien an, der in Split endet. Bis Ende Juni wurden bereits 60.000 Fahrkarten für diese Strecke verkauft – so viele wie im gesamten vergangenen Jahr. Laut RegioJet-Sprecher Aleš Ondrůj liegt das allgemeine Interesse an Bahntickets zurzeit extrem hoch:

„Wir registrieren eine schnellere Rückkehr der Reisenden in die Züge als noch im Sommer vergangenen Jahres. Jede Woche haben wir einen Zuwachs von 20 bis 25 Prozent. Bei der Kapazitätsauslastung unserer Züge haben wir fast schon wieder denselben Umfang wie vor der Pandemie erreicht.“

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Ebenso seien Bustickets enorm gefragt, sagt Ondrůj. Dies kann die Konkurrenz bestätigen. Der deutsche Anbieter FlixBus bedient beispielsweise fünfmal am Tag die Verbindung von Prag nach Split. Aber auch die traditionellen Reiseziele wie Berlin, Krakau oder Paris sind beliebt.

Die Deutsche Bahn hingegen hat ihre Busverbindungen von Prag in Richtung Bayern mittlerweile eingestellt. Damit verschlechtert sich das Angebot, denn die Züge zum Beispiel nach Nürnberg brauchen mindestens viereinhalb Stunden. Und eine durchgehende Verbindung gibt es schon lange nicht mehr. Der Bus war stattdessen meist schon nach dreieinhalb Stunden am Zielort.

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Die Rückkehr der Reiselust spürt man aber auch im Flugverkehr. Wen es etwas weiter weg zieht, dem stehen von Prag aus immer mehr Ziele zur Verfügung. So hat die tschechische Smartwings Group noch vor Ferienbeginn die meisten ihrer Verbindungen erneuert.

„Smartwings und Czech Airlines bieten in der Sommersaison von Tschechien aus Flüge zu mehr als 70 Destinationen an. Vor allem handelt es sich um regelmäßige Verbindungen. Die Smwartwings Group fliegt dabei nicht nur von Prag aus, sondern auch von Ostrau, Brünn und Pardubice“, sagt Smartwings-Sprecherin Vladimíra Dufková.

In tschechischen Zügen, Bussen und Flugzeugen sind übrigens weiterhin FFP2-Masken Pflicht, OP-Masken reichen nicht aus.

Autoren: Till Janzer , Andrea Kubová
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