Tschechische Paralympioniken kehrten mit fünf Medaillen heim

Senatschef Petr Pithart mit Katerina Tepla und Sabina Rogie (Foto: CTK)

Einen Monat nach den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City gingen am Sonntag in der Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah auch die Paralympics der behinderten Wintersportler zu Ende. Unter ihnen war auch ein Team aus der Tschechischen Republik am Start, das fünf Medaillen gewann und damit den 14. Platz in der Nationenwertung belegte. Weitere Einzelheiten zum Stelldichein der weltbesten Behindertensportler hat Lothar Martin.

Senatschef Petr Pithart mit Katerina Tepla und Sabina Rogie (Foto: CTK)
Bei den Paralympics in Salt Lake City war die Tschechische Republik nur mit einem kleinen, zehn Sportler starken Team vertreten. Umso höher ist die Medaillenausbeute einzustufen: die blau-weiß-rote Equipe kehrte mit zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze in die Heimat zurück. Dieses Ergebnis bezeichnete Teamchef Alois Hamrozi dann auch als ein sehr erfolgreiches, selbst wenn man in Betracht zieht, dass die tschechischen Behindertensportler bei den vorangegangenen Paralympics in Nagano noch zwei Medaillen mehr geholt haben.

Zufrieden waren insbesondere die beiden sehbehinderten Skifahrerinnen Katerina Teplá und Sabina Rogie, die alle fünf Plaketten auf ihrem Konto verbuchten. Katerina Teplá gewann hierbei die Goldmedaillen im Riesen- und im Superriesenslalom sowie Silber in der Abfahrt, Sabina Rogie nahm die Bronzemedaillen im Slalom und im Riesenslalom mit nach Hause. Zum guten Gesamtabschneiden der alpinen Skisportler trugen auch die vorderen Platzierungen ihrer männlichen Kollegen, Stanislav Loska und Michal Nevrklý bei.

Beim Empfang der tschechischen Behindertensportler, der am Dienstag Vormittag im Prager Senat gegeben wurde, zeigten sich die beiden Medaillengewinnerinnen nicht nur glücklich über ihren Erfolg, sondern würdigten auch die Unterstützung durch ihre Entdecker und Förderer. Sowohl Rogie als auch Teplá bedankten sich insbesondere bei ihren Vätern, die sie zum Skisport geführt hatten. Darüber hinaus wussten sie die sehr gute Organisation der Paralympics in den USA zu schätzten.

In seiner Ansprache zog Senatschef Petr Pithart den Hut vor den Leistungen der hiesigen Behindertensportler und betonte, dass er selbst mit Hilfe von mehreren der so genannten Wasserträger nicht in der Lage wäre, mit ihnen mitzuhalten. Pithart führte an, dass im Unterschied zur kommerzialisierten und hin und wieder auch politisierten Olympiade bei den Paralympics reine Amateure an den Start gingen, die zudem einiges zur Rehabilitierung des zuletzt wegen Dopings ins Zwielicht geratenen Sports beitragen würden. "Ihr werdet sicher nie besser als die gesunden Sportler sein, aber als Menschen mit einem großen Willen und als Menschen, die das Fair play achten, seid ihr die Gewinner," sagte Pithart während der Feierstunde im Prager Senat. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.