Tschechische Soldaten bereits im Einsatz in Mazedonien

r_2100x1400_radio_praha.png

Die Entscheidung der NATO zum geplanten Einsatz in Mazedonien ist weiter offen. Sie soll erst nach der Rückkehr des NATO- Oberbefehlshabers für Europa, General Joseph Ralston, nach Brüssel getroffen werden, der derzeit die Lage in Mazedonien sondiert. Die tschechischen Soldaten sind als Mitglieder einer Vorhut aber bereits vor Ort. Markéta Maurová berichtet.

In Mazedonien begann am Wochenende eine Vorhut der NATO ihre Tätigkeit, die die Bedingungen für die Realisierung der Friedensoperation "Essential Harvest" vorbereiten soll. Diesem Vorbereitungsteam gehören auch 120 tschechische Soldaten. Die erste Gruppe der 16 Fallschirmjäger traf bereits am Freitag in Skopje ein, weitere 104 Mitglieder des 43. mechanisierten Fallschirmjägerbanners aus dem ostböhmischen Chrudim schlossen sich ihnen am Samstag an.

"Im Moment sind zwei Lokalitäten im Spiel, es wurde bisher nicht klar festgelegt, welche der beiden als Kommando der internationalen Brigade dienen wird. Das Hauptproblem stellen gewisse juristische Schwierigkeiten mit dem Besitzrecht, die sich auf diese Landstücke beziehen. In dem Augenblick, in dem diese Frage gelöst wird, wird unsere Rotte den Raum sichern und für eine weitere Nutzung vorbereiten."

In der Umgebung der Stadt Tetovo sind in der Nacht auf Montag neue Gefechte zwischen den Albaner-Rebellen und den mazedonischen Regierungstruppen ausgebrochen. Wie sieht es mit dem Verhältnis der kämpfenden Seiten gegenüber den NATO-Soldaten im Lande aus?

"Ich kann sagen, dass wir bisher keine Provokationen gegenüber unserer Einheit beobachtet haben. Aus einem Bericht, den wir von den Amerikanern erhalten haben, folgt, dass es in letzter Zeit zu einer gewissen Verschlechterung der Beziehungen zwischen den mazedonischen Streitkräften und den NATO-Einheiten gekommen ist. In Skopje fand eine Demo statt, die gegen die Anwesenheit der NATO-Einheiten gerichtet war, und derzeit wird immer noch ein Grenzübergang zum Kosovo blockiert, der einer der Zugangswege der NATO-Einheiten ist."