Tschechischer Rüstungskonzern CSG steigt bei ungarischem Unternehmen 4iG ein
Der Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) hat einen Anteil von 49 Prozent am ungarischen Unternehmen 4iG erworben, das im Telekomunikations-, Weltall- und Verteidigungssektor tätig ist. Der Vertragsunterzeichnung am Montag in Budapest wohnten auch Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán sowie Tschechiens Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano) bei.
Durch den Deal erlangt der tschechische Militärriese Einfluss im ungarischen Unternehmen Rába, das gepanzerte Fahrzeuge herstellt. Die Firma soll in Ungarn nun 2000 Tatra-Lkw für CSG bauen, die von der ungarischen Armee bestellt wurden. Zudem lässt CSG von Rába Fahrzeuge im Wert von 24,3 Milliarden Kronen (eine Milliarde Euro) bauen, die für den Export für Südostasien nach vorgesehen sind. Die ersten Tatras sollen bei Rába bis Ende des Jahres vom Band rollen. Durch einen Vertrag zwischen 4iG, Rába und dem US-amerikanischen Konzern Lockheed Martin sollen auf den gepanzerten Lastwagen Himars-Artilleriesysteme angebracht werden.
Die Czechoslovak Group ist einer der führenden Rüstungshersteller in Europa. Derzeit beschäftigt das Unternehmen über 14.000 Mitarbeiter. Im Januar war der Konzern an die Amsterdamer Börse gegangen, was CSG 3,8 Milliarden Euro einbrachte.
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