Umfrage: Ein Viertel der Tschechen treibt weniger als einmal pro Monat Sport

Illustrationsfoto: Johan Wieland, Flickr, CC BY-ND 2.0

Die Marktforschungsagentur NMS hat die Ergebnisse ihrer Umfrage zur Bewegung der Tschechen veröffentlicht. Es zeigt sich ein starker Rückgang der sportlichen Aktivität.

Im vergangenen Jahr haben 26 Prozent der Tschechen weniger als einmal im Monat Sport getrieben. Ihr Anteil hat sich damit gegenüber 2022 verdoppelt. Dies ergibt sich aus einer Umfrage, die die Marktforschungsagentur NMS im Auftrag der Firma MultiSport Benefit unter mehr als 800 Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren durchgeführt hat.

13 Prozent der Tschechen trieben 2023 drei- bis viermal pro Woche Sport, im Jahr davor waren es noch 21 Prozent. Drei Prozent der Befragten gingen täglich einer sportlichen Aktivität nach, das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Illustrationsfoto: Energie Fitness,  Pixabay,  CC0 1.0 DEED

Zeitmangel ist für 19 Prozent der Tschechen der Hauptgrund, warum sie sich kaum bewegen. Weiteren 17 Prozent fehlt laut der Umfrage der Wille dazu. Gesundheitliche Einschränkungen spielen bei 15 Prozent eine entscheidende Rolle. 13 Prozent gaben Geldmangel als Hauptgrund dafür an, keinen Sport zu treiben.

Laut der Umfrage ist Spazierengehen oder Wandern in den Bergen für die Hälfte der aktiven Erwachsenen die häufigste Form der Bewegung. Weitere 27 Prozent fahren mit dem Fahrrad und 23 Prozent gehen schwimmen. Es folgten Gymnastik, Laufen im Freien, Krafttraining in einem Fitnessstudio sowie Yoga und Pilates.

Unter den Kindern trieben 58 Prozent 2023 Sport, das ist derselbe Anteil wie im Jahr zuvor. 25 Prozent der Kinder widmeten sich nach Angaben ihrer Eltern im vergangenen Jahr mehr Sportaktivitäten als zuvor. Die größte Gruppe (20 Prozent) ist im Fußball aktiv, 12 Prozent schwimmen und 10 Prozent tanzen. Es folgen Tennis (6 Prozent) und Eishockey (4 Prozent). Die Eltern wurden zudem befragt, wieviel Geld sie pro Monat für die sportlichen Aktivitäten ihrer Kinder ausgeben. Rund 40 Prozent von ihnen gaben an, dass sie bis zu 500 Kronen (20 Euro) bezahlen, 6 Prozent der Eltern geben mehr als 1500 Kronen (60 Euro) monatlich aus.

Autor: Markéta Kachlíková | Quelle: ČTK
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