Umsätze des tschechischen Einzelhandels im April eingebrochen

Foto: Jernej Furman, Flickr, CC BY 2.0

Wegen der Corona-Maßnahmen gingen die Erlöse um 10,9 Prozent zurück, Online-Shops verzeichneten hingegen einen Boom wie zuletzt 2005.

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Die entsprechenden Daten veröffentlichte das tschechische Statistikamt am Freitag. Demnach kam es vor allem wegen der Ladenschließungen, die die Regierung im Kampf gegen das Corona-Virus angeordnet hatte, zu den Umsatzeinbußen.

Am stärksten betroffen war der Kleider- und Schuhhandel. Laut den Statistikern lagen dort die Erlöse um 80 Prozent niedriger als im April vergangenen Jahres. Der Verkauf von Sportartikeln wiederum sank um 55 Prozent.

Aber auch die Lebensmittelbranche musste Einbußen hinnehmen. So verzeichneten die Fachhändler in diesem Bereich einen Umsatzrückgang von fast 41 Prozent. Anders sah es hingegen bei den gängigen Lebensmittelgeschäften aus. Diese nahmen nur 0,4 Prozent weniger ein.

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„Im Internet- und Versandhandel wiederum stiegen die Erlöse stark an. Im Jahresvergleich gab es ein Plus von 47,5 Prozent. Das war das höchste Wachstum seit 15 Jahren“, erläuterte Marie Boušková, die beim Statistikamt für die Datenauswertung verantwortlich ist.

Wie schon im Vormonat könnten auch die Zahlen vom April noch stark korrigiert werden. So hatte das Statistikamt im März zunächst einen Umsatzrückgang für den Einzelhandel von 9,3 Prozent festgestellt. Später korrigierte die Behörde die Zahlen jedoch nach oben, und zwar auf ein Minus von 6,0 Prozent.

Autor: Till Janzer
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