Verkehrsministerium plant Ausschreibungen in Milliardenhöhe

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Das tschechische Verkehrsministerium will in diesem Jahr Aufträge in einer Gesamthöhe von 54 Milliarden Kronen (2 Milliarden Euro) ausschreiben. Dies gab Verkehrsminister Antonín Prachař (Partei Ano) am Dienstag beim Žofín-Forum in Prag bekannt. Die meisten Ausschreibungen sollen bereits ab dem zweiten Quartal dieses Jahres starten.

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Konkret sollen für 16 Milliarden Kronen (600 Millionen Euro) neue Autobahnabschnitte und Landstraßen gebaut und für 38 Milliarden Kronen (1,4 Milliarden Euro) Verbesserungen an der Schieneninfrastruktur vorgenommen werden. Prachař kehrt damit von der Politik des früheren Verkehrsministers Vít Bárta ab, er hatte aufgrund des Sparkurses der konservativen Regierung Nečas ab 2010 die Investitionen in den Verkehrswegebau immer weiter heruntergefahren.

Die aktuelle Mitte-Links-Regierung plant nun unter anderem den Bau zweier Abschnitte an der Autobahn D3 zwischen Prag und dem südböhmischen České Budějovice / Budweis, und zwar zwischen Borek und Ševětín sowie zwischen Ševětín und Bošilec. Außerdem handelt es sich um Erneuerungsarbeiten an der Autobahn D1 und um den Weiterbau der Schnellstraße R 4 südwestlich von Prag.

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Im Schienenverkehr sollen die Erneuerung des Daches auf dem Prager Hauptbahnhof ausgeschrieben werden sowie die Modernisierung des Negrelli-Viaduktes in Prag, der Strecke zwischen Prag-Smíchov und Beroun / Beraun und die Durchfahrt durch Brno / Brünn zwischen Židenice und Maloměřice. Die Bauarbeiten sollen aus dem Staatsfonds für Verkehrsinfrastruktur finanziert werden, wobei der Großteil der Gelder aus dem entsprechenden EU-Programm kommen dürfte.

Autor: Till Janzer
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