Vor 75 Jahren wurde das Höhlensystem von Koněprusy entdeckt

Der größte Stalagmit in der Tschechischen Republik befindet sich in der Prošek-Kuppel

Am 14. September 1950 wurde bei einer Sprengung im Steinbruch der mittelböhmischen Gemeinde Koněprusy der Eingang zu einem großen Höhlensystem gefunden. Heute zählt es zu den wichtigsten Naturdenkmälern Tschechiens.

Blick in den Abgrund des ehemaligen Steinbruchs Houbova | Foto: Markéta Vejvodová,  Tschechischer Rundfunk

Die Koněprusy-Höhle befindet sich im Herzen des Böhmischen Karsts, rund 30 Kilometer südwestlich von Prag. Sie erstreckt sich unter dem Berg Zlatý kůň, ist bis zu 70 Meter tief und über zwei Kilometer lang – und damit die längste bisher entdeckte Höhle in Böhmen.

Einzigartige „Rosen“ aus Koněprusy | Foto: Markéta Vejvodová,  Tschechischer Rundfunk

Der Hohlraum in dem Felsen entstand vor Dutzenden Millionen Jahren durch Grundwasser, das langsam ein Kalksteinmassiv auflöste. Heute finden Besucher ein Labyrinth aus Kalksteingebilden vor, darunter auch die einmalige Formation der sogenannten „Rosen“, welche Opal enthalten und in Europa ihresgleichen suchen.

Die Höhlen von Koněprusy | Foto: Karolína Burdová,  Tschechischer Rundfunk

Archäologische Funde aus der Vorgeschichte und dem Mittelalter

Seit der Entdeckung vor 75 Jahren stellen Geologen und Archäologen immer wieder Nachforschungen in der Höhle an. Gefunden wurden bisher Fossilien aus der Eiszeit, die Überreste prähistorischer Menschen und eine mittelalterliche Werkstatt zur Herstellung gefälschter Münzen. All diese Funde erzählen eindrucksvoll, wie die Höhle im Laufe der Jahrtausende genutzt wurde.

Heute ist das Höhlensystem von Koněprusy ein beliebtes Ausflugsziel. Jährlich reisen fast 100.000 Touristen aus aller Welt an.

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