Wirtschaftlicher Wiederaufbau in Jugoslawien

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Nach den raschen und friedlichen Veränderungen in Jugoslawien, haben sich die Europäische Union und weitere Staaten entschieden, die bisherigen Wirtschaftsanktionen aufzuheben. Auch Die Tschechische Republik wird sich nach Äußerungen aus dem Außen - und Handelsministerium an diesem wirtschaftlichen Wiederaufbau beteiligen. Weiteres von unserem freien Mitarbeiter Armin Sandmann:

Nachdem die Europäische Union in der vergangenen Woche entschied jegliche Sanktionen gegen Jugoslawien aufzuheben, bot auch die Tschechische Republik Wirtschaftshilfe an. Nach den Worten der Pressesprecherin des tschechischen Ministeriums für Industrie und Handel, Dagmar Placha, sei man bereit die zur schnellen Wirtschaftshilfe nötigen Gesetzesvorlagen ins Parlament einzubringen. Tschechische Firmen haben nach Angaben des Industrie - und Handelsministerium trotz großer Konkurrenz weiterhin starkes Interesse daran, in den kommenden Monaten direkt in Jugoslawien zu investieren. Ihnen kommt zu Gute, dass viele dieser Firmen schon vor der Verhängung des Handelsembargos Vertretungen in den verschiedensten Landesteilen Jugoslawiens hatten. Vor allem in den Bereichen der Eisen- und Stahlindustrie, des Maschinenbaus und der Lebensmittelindustrie besteht ein großer Investitionsbedarf.

Ein Beispiel für eine kommende wirtschaftliche Kooperation ist das Heizkraftwerk im serbischen Kolubara. Dieses soll von SKODA Plzen wieder Instand gesetzt werden. Der Betrieb dieser Kraftwerksanlage wurde während der NATO-Luftangriffe unterbrochen. Ziel sei es, den Ausführungen des Industrie- und Handelsministeriums zu Folge, an die bisherigen guten Handelsbeziehungen aus dem Jahre 1998 anzuknüpfen. Damals führt man na Jugoslawien Wahren im Wert von 3,3 Milliarden Kronen aus, was ca. 175 Millionen DM entspricht.

Autor: Armin Sandmann
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