XI. Paralympics mit großem Erfolg für tschechische Athleten beendet

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Die 11. Paralympics sind beendet. Bei der mitreißenden Abschlussfeier am Sonntag vor mehr als 100.000 Zuschauern in Sydney hatte der Präsident des Internationalen Paralympic Komitees (IPC), Rod Steadward, die Sommerspiele der behinderten Leistungssportler als "die wirklich besten Paralympics aller Zeiten" bezeichnet. Daran hatten auch die tschechischen Athleten einen nicht unerheblichen Anteil. Warum, das verrät Ihnen Lothar Martin.

Von den XI. Sommer-Paralympics in Sydney kehren die tschechischen Behindertensportler mit insgesamt 43 Medaillen zurück. Am Ende der elftägigen Wettbewerbe standen für sie 15 x Gold, 15 x Silber und 13 x Bronze zu Buche, womit die tschechische Vertretung den 11. Rang in der Medaillenwertung belegte. Erfolgreichste Nation war das Gastgeberland Australien, das 149 Medaillen abräumte, davon 63 goldene.

Die Tschechische Republik war mit der Rekordzahl von 57 Athleten, darunter 27 Rollstuhlfahrern, in sechs der insgesamt 18 Sportarten an den Start gegangen.

Mit Ausnahme des italienischen Kugelspiels Boccia wurden dabei überall Medaillen und gute Platzierungen erkämpft. Neben den Schwimmern und Tischtennisspielern taten sich vor allem die Leichtathleten und Radfahrer hervor. Einer, der in beiden Sportarten paralympisches Edelmetall gewann, war der 29-jährige Roman Musil. Mit drei Goldmedaillen, einer Silber- und einer Bronzemedaille gehörte er dabei zu den Stars der Paralympics. Als Dank und Lohn seiner herausragenden Leistungen trug er bei der Abschlussfeier die tschechische Fahne in das Olympiastadion von Sydney. Glücklich, aber auch gezeichnet von den vielen Wettkämpfen, die er bestritt, sagte er vor Journalisten: "Ich bin überzogen wie eine alte Uhr. Ich bin müde und muss mich nun regenerieren und ausruhen." Ob dies jedoch schon nach Ankunft der erfolgreichen tschechischen Paralympioniken am Montag Abend in Prag möglich ist, bleibt abzuwarten.