Zentralbank erhöht Leitzins

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Die Tschechische Nationalbank hat am Donnerstag ihre Prognose veröffentlicht und den Leitzins erhöht.

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Der Leitzins werde um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent angehoben, teilte ein Sprecher der Zentralbank nach der Sitzung des Bankenrates am Donnerstag in Prag mit. Nach dem Leitzins richten sich beispielsweise die Zinssätze bei Hypotheken.

Außerdem wurde der Lombardsatz um 0,5 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent angehoben. Dabei handelt es sich um einen Zinssatz, zu dem sich Kreditinstitute über die Verpfändung eigener Wertpapiere kurzfristig Liquidität verschaffen können. Der Diskontsatz blieb hingegen unverändert bei 0,05 Prozent. Zu diesem Zinssatz kann ein Kreditinstitut Wechsel an die Zentralbank verkaufen, rediskontieren und sich damit kurzfristig Liquidität verschaffen.

Im vergangenen Jahr hatten die Währungshüter erstmals seit der Finanzkrise 2008 den Leitzins wieder angehoben. Im August wurde eine Erhöhung auf 0,25 und im November auf 0,5 Prozent beschlossen. Die extrem niedrigen Zinsen hatten in Tschechien wie auch andernorts das Ziel, die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen sowie private Haushalte zu fördern und damit die Konjunktur anzuschieben.

Jiří Rusnok  (Foto: Filip Jandourek,  Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Die Nationalbank reagierte mit der Zinserhöhung auf die glänzende wirtschaftliche Entwicklung im Land. So verbesserten die Notenbanker ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 3,6 Prozent. Im November hatte man lediglich mit einem Wachstum des BIP von 3,4 Prozent gerechnet. Für das kommende Jahr verbesserte die Zentralbank ihre Prognose von 3,1 auf 3,2 Prozent. Zudem soll auch die Krone immer stärker werden. Der Wechselkurs wird im Durchschnitt auf 24,9 Kronen je Euro geschätzt. Darüber informierte der Gouverneur der Zentralbank, Jiří Rusnok, auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.