Zwei Musiklegenden in einem: Album „Oxymoron“ von Jazz Q und der Prague Big Band
Martin Kratochvil steht für Fusion-Jazz, Milan Svoboda für den modernen Bigband-Sound. Beide sind Legenden der Jazzszene in Tschechien. Nun haben sie ihre Bands zusammengebracht und ein gemeinsames Album aufgenommen. Es heißt „Oxymoron“.
Das neue Album vereint Kompositionen von Kratochvíls Quartett Jazz Q, die Svoboda für seine Bigband arrangiert hat. Die Soli spielen wiederum aber die Mitglieder von Jazz Q.
Fusion Jazz im Bigband-Klang
Schon lange hatte sich der Pianist Martin Kratochvíl von seinem Musikerkollegen Milan Svoboda gewünscht, dass dieser seine Stücke bearbeitet. Über viele Jahre lang geschah aber nichts. Bis die Idee entstand, beide Bands miteinander zu verbinden. Dafür wurde ein anspruchsvolles Verfahren gewählt. Man entschied sich nicht für eine Live-Einspielung, sondern Svoboda nahm nach und nach mit den einzelnen Sektionen seiner Bigband das Grundgerüst auf. Zu diesem steuerten dann Jazz Q ihre Improvisationen bei.
Obwohl das Album „Oxymoron“ also in einer Art Playbackverfahren im Studio eingespielt wurde, müssen die Fans nicht auf das Live-Erlebnis verzichten. So findet am 2. Oktober im Prager Jazz Dock die CD-Taufe statt – mit einem gemeinsamen Konzert von Martin Kratochvíls Jazz Q und der Bigband von Milan Svoboda.
Jazz Q / Martin Kratochvíl: Die Band entstand 1964, damals war die Musik noch stark vom Free Jazz beeinflusst. Erst Anfang der 1970er Jahre wandte man sich Jazzrock und Artrock zu. Das war die erfolgreichste Ära des Quartetts, das immer noch auftritt.
Milan Svoboda: 1974 gründete er die Prague Big Band, sie besteht bis heute. Über die Jahrzehnte hat der Pianist aber noch weitere Projekte ins Leben gerufen. Musikalisch reicht die Spannbreite von Modern Jazz über Musicals und Filmmusik bis zu moderner Klassik.







