Aus dem Festivalgeschehen

Festivalschirmherr Vladimir Spidla (Foto: CTK)

Abschließend werfen wir noch einen Blick auf das Kulturgeschehen, wo immer etwas - genauso wie im Leben - zu Ende geht und etwas Neues beginnt. Zwei Beispiele hat jetzt Jitka Mladkova für Sie parat:

Zu Ende gegangen - allerdings nur für dieses Jahr - ist die Sommerfilmschule, die bereits zum 28. Mal im südmährischen Uherske Hradiste stattfand. Das nach dem Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary/Karlsbad größte Filmfest bot in 10 Tagen ein wahrlich reichhaltiges Programm an. Neben Operverfilmungen und Streifen mit mythologischen Themen wurde hier auch die neuseeländische, dänische und australische Kinematografie durch eine Filmauswahl vorgestellt. Trotz anfänglicher Befürchtungen bezüglich des Zentralmottos der diesjährigen Sommerfilmschule - Oper und Mythologie im Film - sind neben 750 Filmemachern und Gästen auch über 3000 überwiegend junge Filmkunstliebhaber nach Uherske Hradiste gekommen, mehr als im Vorjahr. Nach dem Motto "Das Festival ist tot, es lebe das Festival" haben die Organisatoren bereits einen thematischen Rahmen des 29. Jahrgangs festgelegt:

"Der Dichter und der Tod" soll das Zentralmotto der nächsten Sommerfilmschule sein und der Hauptaugenmerk der philippinischen und mexikanischen Kinematografie gelten.

Aus Südmähren geht es jetzt nach Südböhmen:

Festivalschirmherr Vladimir Spidla (Foto: CTK)
Von der Gotik bis hin in unsere Gegenwart - diesen ganzen Zeitraum umfasst das Angebot der diesjährigen Musikfestspiele, die an diesem Wochenende in Cesky Krumlov/Krummau eröffnet wurden. 22 Konzerte - das ist genau die Hälfte des vorbereiteten Programms - sollen Open-Air-Veranstaltungen sein, die verbleibenden Konzerte wiederum werden in den historischen Räumlichkeiten des Schlosses von Cesky Krumlov zu hören sein. Musik des europäischen Mittelalters präsentiert hier das tschechische Ensemble Ars Cameralis, Musik des 20. Jahrhundert hingegen ist durch Werke z.B.von Stepan Rak, John Duarte oder Nikita Koskin vertreten. Nach etwa 250 Jahren erklingen in CK wieder einmal Werke von Vaclav Vincenc Masek, Frantisek Xaver Brixi, Carl Ditters von Dittersdorf u.a. Dem mit einem Feuerwerk beendeten Eröffnungskonzert wohnte zum ersten Mal in der Rolle des Festivalschirmherrn auch der neue tschechische Premier Vladimir Spidla, der sich gerne als großer Musikfan, vor allem aber als Liebhaber Südböhmens präsentiert.

Hören Sie jetzt einen Ausschnitt aus der Fuge C-dur von Jan Krtitel Vanhal, auf der Orgel spielt Jaroslav Tuma.