Ausbau von AKW Dukovany: Gesuch eingereicht

Фото: Vlastimil Ott, Flickr, CC BY-SA 2.0

Die geplante Erweiterung des Atomkraftwerks Dukovany in Mähren um weitere Reaktorblöcke kommt in eine neue Phase.

AKW Dukovany (Foto: Vlastimil Ott, Flickr, CC BY-SA 2.0)

Karel Havlíček (Foto: Michaela Danelová, Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Der Energiekonzern ČEZ hat am Mittwoch beim Amt für Reaktorsicherheit (SÚJB) den Ausbau des Atomkraftwerks Dukovany beantragt. Das Gesuch betrifft zwei neue Reaktorblöcke mit einer Leistung von jeweils 1200 Megawatt. Der Betreiber ČEZ hat damit die seit fünf Jahren laufende Vorbereitungsphase beendet, wie er in einer Presseerklärung bekanntgab. Nachfolgend wird ein Genehmigungsverfahren laut dem Atomgesetz eröffnet.

Der Bau der geplanten neuen Reaktorblöcke im Atomkraftwerk Dukovany soll 2029 beginnen. Das Ende der Arbeiten ist für 2036 angepeilt. Bis Ende 2022 soll klar sein, welcher Technologiekonzern die Blöcke konzipiert, wie Industrieminister Karel Havlíček (parteilos) im Februar bei einem Besuch in dem Meiler mitteilte.

Daniel Beneš (Foto: Michaela Danelová, Archiv des Tschechischen Rundfunks)
ČEZ hat dem Antrag eine 1600 Seiten starke Dokumentation beigefügt und diese auch veröffentlicht. „Genauso wie bei den Umweltverträglichkeitsprüfungen ist auch in diesem Lizenzierungsverfahren eine maximale Offenheit und Transparenz unser Ziel“, betonte ČEZ-Generaldirektor Daniel Beneš.

Das geplante Baugrundstück liegt in unmittelbarer Nähe des bestehenden Kraftwerks. An den Studien und Analysen zum Projekt haben sich unter anderem das Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft, die Masaryk-Universität in Brno / Brünn und das Institut für Kernforschung in Řež bei Prag beteiligt. Sie beurteilen unter anderem die natürlichen Gegebenheiten vor Ort und die möglichen Umwelteinflüsse durch den Betrieb.

Das Akw Dukovany hat derzeit vier Reaktorblöcke mit einer Gesamtleistung von 2040 Megawatt. Der erste Reaktorblock wurde im Februar 1985 gestartet. Laut dem Kraftwerkbetreiber ČEZ soll der Bau der neuen Blöcke zwischen 140 und 160 Milliarden Kronen (zwischen 5,2 und 6 Milliarden Euro) kosten.