Beginn der Auslandssendungen von Radio Prag jährt sich zum 79. Mal
Der 79. Geburtstag von Radio Prag und die Pläne unseres Senders für das nächste, 80. Jubiläumsjahr. Oder aber das Schicksal der tschechischen Bergsteiger, die sich im Juli auf den Weg zum Himalaya-Gipfel Gasherbrum gemacht haben. Zu diesen und weiteren Themenerfahren Sie mehr im folgenden Hörerforum.
Beginnen möchten wir mit unserem Monatsquiz und der Bekanntgabe des Siegers vom August. Ein Geschenk (in Form eines T-Shirts) geht diesmal an Birgit Denker aus Frankfurt am Main. Unsere Frage lautete: Im Böhmerwald entspringt der längste Fluss Tschechiens, wie heißt er? Und die richtige Antwort heißt natürlich: Vltava, auf Deutsch die Moldau. Für diejenigen, die im September am Quiz teilnehmen wollen, haben wir nun wieder eine Frage, diesmal aus dem Literatur-Bereich:
Wie heißt das am meisten übersetzte tschechische Buch?Schicken Sie uns die Antwort an [email protected].
Dazu noch eine kleine Ergänzung. Wir haben vor einem Monat bekanntgegeben, dass der Preisgewinner vom Juli Michael Lindner aus Halle ist. Natürlich handelte es sich um unseren treuen Hörer Michael Lindner aus Gera. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler, der uns unterlaufen ist. Der Preis ist inzwischen bereits an die richtige Adresse in Gera abgeschickt worden.
Allerherzlichste Grüße und Glückwünsche
Und nun zu Ihren Zuschriften, liebe Hörerinnen und Hörer. An allererster Stelle möchten wir die E-Mail von Werner Hoffmann aus Güstrow zitieren. Sie ist am Montag bei uns eingegangen:„Liebes Team von Radio Prag!
Heute, am 31. August 2015, jährt sich zum 79. Mal der offizielle Jahrestag des Beginns der Auslandssendungen von Radio Prag. Aus diesem Anlass möchte ich Ihnen, verbunden mit einem fotografischen Gruß (Internationale Tourismusbörse Berlin März 2015 Messestand Tschechien), meine allerherzlichsten Grüße und Glückwünsche übermitteln. Ich freue mich auch im 80. Jahr auf viele, schöne und interessante Sendungen und Beiträge aus Prag. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Gestaltung der Sendungen.
Ja, und dann gibt es im kommenden Jahr ein besonderes Ereignis: Das 80jährige Jubiläum der Auslandssendungen von Radio Prag. Haben Sie aus diesem Anlass, wie zu vergangenen runden Jubiläen, etwas Besonderes geplant? Wird es einen Wettbewerb für die Hörer geben und beziehen Sie Ihre Hörer in Vorbereitung des 80. Geburtstages mit ein? Wenn ja, dann freue ich mich jetzt schon darauf.“
„Angesichts des sterbenden AM-Rundfunks sind viele klassische Kurzwellenhörer betrübt, weil das Gefühl, akustisch am Pulsschlag der Welt zu sein, verloren geht. Das Fading im Rundfunksignal, das Gefühl, dass so viele Kilometer mithilfe der Ionosphäre überwunden werden mussten, um zu mir zu finden, ist etwas anderes als der Aufruf via Internet. Dabei ist jedenfalls für mich das Internet mehr Lese- als Hörmedium. Ich lese eben schneller als ich höre. Außerdem lässt sich die Website eines Auslandsdienstes schneller durchklicken, wenn man das Interesse an einem Beitrag verliert. Trotz aller Nostalgien für den klassischen Rundfunk versuchen wir beim Radio-Kurier, den Auslandsmedien auch in ihrer neuen Vielfalt von Plattformen Raum zu verschaffen. Dabei wollen wir auch diejenigen deutschsprachigen Auslandsdienste unterstützen, die uns früher über Kurz- und Mittelwelle erreichten und nun im Internet eingeschaltet werden müssen.“
Gasherbrum - Expedition zu Ende
Martina Pohl aus Überlingen bedankt sich für die QSL-Karte und den Notizblock, den wir der Karte beigelegt haben. Außerdem schreibt sie:„Da ich mir gerne Filme von Expeditionen anschaue, die auf Berge führen, aber auch Bücher lese, die sich mit diesen Themen beschäftigen, habe ich mit Interesse Ihren Beitrag in der Sendereihe ‚Sportreport‘ über die bevorstehende Besteigung des Gasherbrum I über die Südwestwand von zwei Tschechen, verfolgt. Der Hidden-Peak ist übrigens der erste Achttausender, der im Alpenstil bestiegen worden ist. Leider haben bei dieser Sportart schon sehr viele Menschen ihr Leben gelassen. Fast jeder Bergsteiger hat dabei schon einen Kumpel verloren. Aber die Faszination, die von dieser bizarren Bergwelt ausgeht, lässt Bergsteiger einfach nicht los. Es hat sicherlich auch etwas mit Grenzerfahrung zu tun. Es würde mich freuen, wenn Sie wieder einen Beitrag über die beiden Bergsteiger, nach ihrer hoffentlich erfolgreichen Besteigung des Gipfels, bringen würden.“
Von einer erfolgreichen Besteigung des Gipfels können wir leider nicht berichten. Doch auch das kann schon als Erfolg bezeichnet werden, dass die beiden Bergsteiger, Marek Holeček und Tomáš Petreček, aus der Expedition in Ordnung zurückkehren konnten. Insbesondere angesichts der Aussage von Tomáš Petreček vor dem Aufstieg, nicht der Gipfel, sondern der Weg selbst sei für ihn von Bedeutung. Das Wetter hat die beiden Tschechen daran gehindert, den Gipfel zu erreichen. Sie planten zunächst, sieben Tage dem Aufstieg zu widmen. Schließlich haben die beiden Sportler zwölf Tage an der Bergwand verbracht. Die ersten vier Tage ging alles glatt. Danach wechselte sich aber das Wetter. Die Bergsteiger haben in einer Höhe von über 7300 Meter auf günstigere Bedingungen gewartet, die aber nicht folgten. Im Gegenteil – starker Wind, heftiger Schneefall und Lawinen drängten die beiden Tschechen, sich für einen Abstieg zu entscheiden. Der gefährliche Weg ins Basislager dauerte vier Tage, doch er ist gelungen. Die Verluste, die Tomáš Petreček in einem Expeditionsbericht aus seiner Webseite zusammenzählt: eine Thermoflasche, einige Teile der Bergsteigerausrüstung, ein Zelt sowie fünf bis zehn Kilo Gewichtverlust. Und das war’s für heute. Wir bedanken uns für alle Zuschriften, bitte schreiben Sie uns weiterhin. Unsere Adresse lautet: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Mails schicken können Sie uns auch, und zwar an: [email protected]. Alles Gute und auf Wiederhören in zwei Wochen!







