Dialog im Boot - Für und Wider der Elbeschifffahrt

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Eine tschechisch-deutsche Elbefahrt bemüht sich um den Erhalt des Flusses als naturnahen Lebensraum. Dialog im Boot heißt die Veranstaltung. Unser Kollege Lothar Martin ist vor Ort, wir sind jetzt telefonisch mit ihm verbunden.

"Auf vier Schlauchbooten brachen heute Vormittag im nordwest-böhmischen Decin/Tetschen rund 30 Freunde der Elbe, Gegner und Befürworter von Staustufen im Oberlauf des Flusses zum vierten 'Dialog im Boot' gen Sachsen auf. Die erstmals in deutsch-tschechischer Zusammenarbeit durchgeführte Aktion, organisiert von der Umweltorganisation Arnika und vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland soll dazu beitragen, sich der Bedeutung der Elbe als letztem noch frei fließendem Fluss in Mitteleuropa bewusst zu werden und sich im Dialog darüber zu verständigen, inwieweit man die 600km lange Elbe als naturnahen Wasserweg erhalten oder sie wieder verstärkt für die Binnenschifffahrt nutzen will. Gerade aus diesem Spannungsfeld heraus entwickelte sich bereits auf den ersten Kilometern der gemeinsamen Bootsfahrt eine angeregte Diskussion auf den Schlauchbooten, bei der über das Für und Wider der Elbeschifffahrt diskutiert wurde. Die Aktion, die unter der Schirmherrschaft der Umweltminister beider Länder, Libor Ambrozek und Jürgen Trittin steht und die von der Stiftung Partnerschaft und dem Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds finanziert wurde, soll verdeutlichen, dass gerade nach den schmerzlichen Erfahrungen des Jahrhunderthochwassers vor drei Jahren an Moldau und Elbe vielen Menschen zu beiden Seiten der Grenze daran gelegen ist, aus diesn Erfahrungen die richtigen Lehren zu ziehen. Daher sind auf den Schlauchbooten Politiker, Künstler, Wissenschaftler und Umweltschützer beider Länder bis zum Samstag am Debattieren, wenn in der sächsischen Landeshauptstadt der Zielhafen der gemeinsamen Fahrt erreicht werden wird."