Ein Tag auf Kurzwelle: „Sehr nett, toll, einfach super!“

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Am 18. Mai haben wir für einen Tag wieder auf Kurzwelle gesendet. Liebe Hörerinnen und Hörer, Sie haben darauf mit Freude reagiert und uns Glückwünsche zum 90. Geburtstag des Tschechischen beziehungsweise Tschechoslowakischen Rundfunks gesendet.

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Willkommen bei Ihrer Sendung von Radio Prag, willkommen beim Hörerforum. Unser Briefkasten beziehungsweise unsere Mailbox waren in der vergangenen Woche so voll wie schon lange nicht mehr. Wir haben jede Menge Glückwünsche von Ihnen erhalten. Der 90. Geburtstag des Tschechischen Rundfunks hat es möglich gemacht. Und nach der Sondersendung am 18. Mai haben wir natürlich auch eine ganze Reihe von Empfangsberichten bekommen, sie werden - wie versprochen - mit einer Sonder-QSL-Karte belohnt. Unter denen, die uns Empfangsberichte zugesendet haben, sind zum Beispiel: Eike Bierwirth aus Leipzig, Birgit Denker aus Frankfurt, Michael Dulisch aus Dinslaken, Ralf Ladusch aus Cottbus, Jan Pongs aus Mönchengladbach, Hans-Joachim Pelling aus Lübz, Rudolf Sonntag aus Gilching und Holger Wolf aus Mannheim.

Michael Lindner aus Gera hat uns seine Glückwünsche in einem richtigen Briefumschlag anstatt per elektronische Post übermittelt:

„Wer wird schon 90 Jahre alt? Um ehrlich zu sein, wahrscheinlich die wenigsten von uns. Aber auch bei Radiosendern ist das nicht anders. Auf eine so lange Lebensdauer können wohl nur die wenigsten Rundfunkanstalten zurückblicken. Jedenfalls ist dieses stolze Jubiläum dem Tschechischen Rundfunk gegönnt. 90 Jahre im Dienst der Hörerschaft zu stehen, ist bestimmt keine leichte Aufgabe. Der zurückliegende Entwicklungsweg des Tschechischen Rundfunks ist geprägt von historischen Ereignissen, bei denen eine objektive Berichterstattung oftmals sehr schwierig war. So denke ich an die Zeiten des Zweiten Weltkriegs, an den ‚Prager Frühling’, an die bewegenden Wochen der politischen Wende im November, Dezember 1989 oder an die Trennung des Landes am 1. Januar 1993. Der Tschechische Rundfunk ist nach wie vor das wichtigste und zuverlässigste Sprachrohr für die Bevölkerung des Landes, aber auch für die im Ausland lebenden Tschechen und auch für die interessierten Hörerfreunde im Ausland. Der traditionsreiche Tschechische Rundfunk ist schon heute eine lebende Legende, die auf neun Jahrzehnte zurückblicken kann. Nun lasst die Gläser klingen, stoßen wir gemeinsam auf dieses schöne Jubiläum an, in der Hoffnung, dass der Tschechische Rundfunk in zehn Jahren das 100. Jubiläum begehen kann.“

Soweit Michael Lindner zum 90. Geburtstag des Tschechischen Rundfunks. Sehr nett, toll, einfach super - mit solchen und ähnlichen Worten haben Sie die Idee kommentiert, dass Radio Prag zumindest für einen Tag auf die Kurzwellen zurückgekehrt ist. Rund 300 Empfangsberichte mit einer Bitte um Zusendung unserer Sonder-QSL-Karte zum 18. Mai haben wir von Ihnen bekommen. Drei Viertel davon betrafen die Sondersendung via Kurzwelle, die wir an diesem Tag für unsere Hörer zusammengestellt haben. Gemeldet haben sich auch Hörerinnen und Hörer, die mit uns seit dem Verlassen der Kurzwelle im Januar 2011 nicht mehr im Kontakt gestanden sind. Dabei war am 18. Mai der Empfang bei vielen von Ihnen durch Gewitter beeinträchtigt, wie Sie geschrieben haben. Dennoch äußern Sie Ihre Freude darüber, dass Sie Radio Prag auf Kurzwelle hören konnten.

Jan Balzer aus Chemnitz schreibt, er habe mit großem Interesse die Jubiläumssendung zu 90 Jahre Rundfunk in Tschechien gehört:

„Es war wirklich schön, Ihre Sendungen einmal wieder auf Kurzwelle zu hören. Die Signalstärke war via Radio 700 jedoch deutlich niedriger, als früher direkt aus Litomyšl. Vielen Dank für diese spezielle Sondersendung auf Kurzwelle."

Mit einem Reiseradio Siebel DE 1129A mit Teleskopantenne hat uns Harald Kuhl aus Göttingen am 18. Mai gehört. Die Empfangsqualität damit sei recht gut gewesen, schreibt er:

„Es ist nun schon eine Weile her, dass ich einen Empfangsbericht an Radio Prag geschickt habe. Doch die Herausgabe einer Jubiläums-QSL-Karte ist für mich ein willkommener Anlass. Radio Prag kenne ich schon recht lange: Als Schüler habe ich 1980 den internationalen Auslandsrundfunk für mich entdeckt, und Radio Prag gehörte damals zu den ersten Sendern, die ich regelmäßig gehört habe. 6055 kHz war die Frequenz, und die Kurzwelle öffnete mir damals die weite Welt per Radio. Heute haben wir zusätzlich Satellit und Internet für den weltweiten Radioempfang, die Empfangswege sind vielfältiger geworden.“

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Auch Walter Eibl hat uns nach vielen Monaten wieder geschrieben:

„Liebe Redaktion, ein Lebenszeichen aus Herzogenaurach. Am 31. Januar 2011 habe ich den letzten Empfangsbericht gesandt, über den Empfang auf 5930 kHz. Heute kamen noch Erinnerungen an das Interprogramm hoch. Von meinen jetzt 62 Jahren habe ich gut 44 Jahre teils recht intensiv mit der Kurzwelle verbracht.“

Auch Lutz Winkler blickt anlässlich des Jubiläums in die Vergangenheit und erinnert sich an seinen Besuch im Prager Funkhaus vor 35 Jahren:

„Der geschichtliche Rückblick hat mich sehr beeindruckt. Gerade die Anfangsjahre mit dem Pioniergeist würde ich mir in der Gesellschaft auch mal wieder wünschen. Aber ich habe ja auch noch Erinnerungen, besonders wenn ich die Fotos des Eingangs in der Vinohradská 12 betrachte. Ich war mit meinen Eltern - es muss 1978 oder 1979 gewesen sein - zu Besuch bei der deutschen Redaktion in Prag. Eine ziemlich grimmig schauende Frau am Empfang wollte uns gar nicht hineinlassen, wir konnten sie aber überreden, dass sie zumindest die deutsche Redaktion mal anruft. Das darauffolgende Gespräch war herzlich und interessant - es gab damals sogar einen Wimpel und einige Souvenirs, sowie viele Tipps für den Prag-Besuch. Ich kann mich aber nicht mehr an den Namen der netten Redakteurin erinnern. Das ist dann wohl doch zu lange her. Aber ich kann mich an die vielfältigen Aktivitäten erinnern, wie das Interprogramm Radio Prag am Vormittag mit den touristischen Informationen und dem Musikprogramm auf der Mittelwelle und den vielen Schallplatten, die damals noch verschickt wurden.“

Joachim Verhees aus Krefeld schreibt, 90 Jahre Rundfunk aus Prag seien ein Grund, dass auch er beste Grüße an uns übermittle:

Zentralgebäude an der Vinohradská 12 (Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks)
„Ich habe einige Jahrzehnte lang den Sendungen mit Interesse gelauscht - auch in den nicht gerade sehr angenehmen Zeiten der Diktatur. Zudem hat meine Gesundheit davon profitierte, denn ansonsten hätte ich nicht den Weg nach und die Vorteile von Karlsbad kennen und nutzen gelernt. So bedauere ich es umso mehr, dass Sie die Kurzwellen-Sendungen eingestellt haben, die mir per Internet zugehenden Informationen sind nur ein unzureichender Ersatz. Dafür jedoch möchte ich auch danken. Mit einem kleinen Fünkchen Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Kurzwelle verbleibe ich mit den besten Wünschen.“

Auch Hans Kaas aus Triefenstein ist ein langjähriger Hörer von Radio Prag:

„Herzlichen Glückwunsch zu 90 Jahren Radio Prag. Es hat sich vieles geändert in all der Zeit. In den gut 25 Jahren, seit ich Ihre Sendungen verfolge, hatte das Programm einen hohen Stand an Informationen und Nachrichten.“

Bereits in den 1970er Jahren entdeckte Harald Denzel aus Egelsbach unsere Sendungen:

„Ich habe mich sehr gefreut, dass ich heute nach vielen Jahren wieder Radio Prag gehört habe. In den 70er und 80er Jahren war Radio Prag mein Stammsender, ich war unter anderem Mitglied beim Monitor-Club von Radio Praha. Das Programm von heute hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr abwechslungsreich. Richtig gut. Ich würde mich freuen, wenn es wieder regelmäßige Kurzwellensendungen gäbe.“

Die gute alte Kurzwelle - für Michael Dulisch aus Dinslaken ist sie ein wichtiges Thema:

„Über www.radio360.eu erfuhr ich, dass Radio Prag heute eine Sondersendung über Kurzwelle starten würde. Ich habe daher meinen alten Weltempfänger, den ich früher benutzt habe, genommen und versucht, euch darüber reinzubekommen. In den 90er Jahren hab ich die Programme von Radio Prag oft verfolgt und habe auch Empfangsberichte geschrieben. Noch immer habe ich die QSL-Karten von damals hier im Album liegen, und in meiner Küche hängt das kleine Stickbild mit den Noten von der Erkennungsmelodie von Radio Prag von Antonín Dvořák. Nach Jahren der Kurzwellenabstinenz konnte ich auch meine Partnerin dazu bewegen mitzuhören."

Foto: Renjith Krishnan
Zum Schluss unserer heutigen Sendung noch ein Wunsch von Heinrich Eusterbrock aus Kaufbeuren:

„Mit einem herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 90-jährigen Jubiläum schicke ich Ihnen meinen Sonderhörbericht. Ich wünsche dem Tschechischen Rundfunk weiterhin gutes Gedeihen und speziell Radio Prag gleichzeitig ein langes, gesundes Leben im Schoße der ‚Mama’. Möge die internationale Stimme aus Prag niemals verstummen.“

Und das war`s schon wieder für heute, liebe Hörerinnen und Hörer. Wir danken Ihnen für Ihre Briefe und E-Mails sowie für Ihre Aufmerksamkeit und freuen uns auf ein Wiederhören in zwei Wochen. Bis dahin können Sie uns schreiben an: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Oder elektronisch an: deutsch@radio.cz.