Eishockey-WM der Frauen in Budweis: Tschechinnen freuen sich auf die ausverkaufte Arena
Am Mittwoch beginnt in České Budějovice / Budweis die Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen.
Die Eishockeyspielerinnen können sich bei der WM in der Budvar-Arena auf eine hervorragende Atmosphäre freuen. Schon zwei Tage vor der Eröffnung der Weltmeisterschaft informierten die Veranstalter, dass fast 100.000 Tickets verkauft worden seien. Und das Interesse steige Tag für Tag, teilten sie mit.
Im tschechischen Team wird auch Michaela Pejzlová nicht fehlen. Die Stürmerin, die für den Schweizer Verein Ambri-Piotta spielt, war bereits dabei, als die Tschechinnen 2022 und 2023 WM-Bronze gewannen.
Im letzten Jahr hat es bei der WM in Utica in den USA mit einem Bronze-Hattrick nicht geklappt. Die Tschechinnen unterlagen im Penalty-Schießen dem Team Finnlands. Michaela Pejzlová dazu:
„Beim Penalty-Schießen stehen die Chancen meiner Meinung nach 50:50. Die Enttäuschung ist umso bitterer, als wenn es im normalen Spiel entschieden wird. Mir wäre lieber, dass man solange spielen würde, bis ein Tor geschossen wird. Das wäre auch für die Fans interessanter.“
Michaela Pejzlová hat das Penaltyschießen zuletzt öfter trainiert. Sie brauche es auch in ihrem Schweizer Verein, merkte sie in den Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks an.
„Man hat dort an mich appelliert, ich müsse immer Penaltys schießen, solange ich gesund bleibe. Darum habe ich angefangen, diese Fertigkeit auch im Nationalteam zu trainieren. Denn ich bin in dem Bereich vermutlich nicht genügend selbstbewusst. Und nun, da die Weltmeisterschaft beginnt, muss ich wissen, dass ich es ausprobiert habe und dass es geklappt hat.“
Pejzlová gehört zu den Stützen der tschechischen Nationalmannschaft. Mit Ambri-Piotta belegte sie in ihrer ersten Saison in der Schweiz den Rang vier. Über die Medaillenchancen bei der WM sagt die Stürmerin:
„Unsere Nationalmannschaft verbessert sich Jahr für Jahr. Das bestätigen auch die Ergebnisse. Jede von uns fühlt, wie viel uns Carla (Nationaltrainerin, Carla MacLeod, Anm. d. Red.) gerade mit dem Selbstbewusstsein geholfen hat. Denn damit hatte unser Team jahrelang zu kämpfen.“
Die tschechischen Eishockeyspielerinnen haben in den vergangenen Tagen schon die Arena und ihre Kabine kennengelernt. Die Stürmerin Denisa Křížová lobt die Räumlichkeiten.
„Es ist hier herrlich. Es gibt hier alles, was man braucht – von der Physiotherapie bis zur Küche. Einfach super ist es.“
Die Stürmerin stammt aus Horní Cerekev im Kreis Vysočina. Sie ist die erste in Tschechien geborene Eishockeyspielerin, die für die Professional Women's Hockey League rekrutiert wurde. Seit Januar 2024 ist sie beim Club Minnesota Frost unter Vertrag. Auch darum freut sie sich sehr über die Rückkehr nach Tschechien:
„Allein die Tatsache, dass die Weltmeisterschaft in Tschechien stattfindet, finde ich fantastisch. Denn die Mädels spielen in verschiedenen Ländern und nun treffen wir hier zusammen. Seit der ersten Minute habe ich ein gutes Gefühl. Zudem ist alles sehr gut vorbereitet, und wir können uns auf die Spiele freuen.“
Die Weltmeisterschaft beginnt für die Tschechinnen am Mittwoch. Um 19 Uhr treffen sie auf die Kontrahentinnen aus der Schweiz.
Im letzten Jahr war Tschechien bereits Gastgeber der Herren-Eishockey-WM – und am Ende sprang sogar Gold im eigenen Land dabei raus. Vielleicht können die Frauen ja nun an diesen Erfolg anknüpfen.
Die Eishockeyweltmeisterschaft beginnt am Mittwoch, 9. April in Budweis. Die Karten für die Spiele des tschechischen Teams sind ausverkauft. Es gibt jedoch noch Tickets für andere Begegnungen. Die billigsten kosten 100 Kronen (4 Euro).







