Eishockey-WM: Medaillen sind aus Metall und Kristall – Restkarten ab 12. Februar

Foto: ČTK

Die tschechischen Sportfans zählen bereits die Tage, bis das Highlight des Jahres angepfiffen wird: die Eishockey-Weltmeisterschaft im eigenen Land. Am Mittwoch haben die WM-Organisatoren die WM-Medaillen vorgestellt, um die vom 1. bis 17. Mai in Prag und Ostrava / Ostrau gekämpft wird. Parallel dazu geht der WM-Ticket-Vorverkauf ab kommenden Donnerstag in seine abschließende Phase.

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Die drei besten Mannschaften der 79. Weltmeisterschaft dürfen sich auf sehr originelle Medaillen freuen. Die Gold,- Silber und Bronzeplaketten sind aus galvanisiertem Metall und Kristall gefertigt, wiegen 306 Gramm und haben einen Gesamtdurchmesser von 76 Millimeter. Und sie sind einzigartig, findet der Präsident des Tschechischen Eishockeyverbandes (ČSLH), Tomáš Král:

„Als wir die elf Entwürfe, die es zur Anfertigung der Medaillen gab, nebeneinander gelegt haben, war es augenscheinlich: Zehn davon waren fast identisch, doch ein Entwurf stach heraus. Wir haben uns ohne Abstriche für den besonderen Entwurf entschieden, er hat auch meine Erwartungen voll erfüllt.“

Oldřich Sládek (Foto: Archiv der Akademie für Kunst, Architektur und Design Prag)
Dieser Entwurf fand auch die Zustimmung des Eishockey-Weltverbandes (IIHF), dem Veranstalter des WM-Turniers. Daher konnte sein Autor, der Architekt und Designer Oldřich Sládek, vor Journalisten auch berichten, was ihn zu diesem Entwurf inspirierte.

„In Tschechien werden Hartgummischeiben hergestellt, mit denen auch bei jeder WM gespielt wird. Deshalb habe ich der Medaille die Form eines Pucks gegeben. Das zweite Material ist Glas, denn das ist sehr typisch für die Tschechische Republik. Dann habe ich überlegt, wie man beides miteinander kombinieren und dem Ganzen eine Form geben kann.“

Dieser Prozess habe etwa einen Monat gedauert, ergänzt Sládek. Das verwendete Glas ist böhmisches Kristall, das in die Form der tschechischen Nationalflagge geschliffen wurde und in dem das Logo des Eishockey-Weltverbandes eingraviert ist. Diese Umsetzung wurde möglich, weil als Hersteller die Firma Preciosa aus Jablonec / Gablonz gewonnen wurde. Die Vertreterin der Firma, Markéta Hassová:

Markéta Hassová (Foto: ČTK)
„Zu Beginn waren wir leicht erschrocken über den Entwurf, denn wir mussten garantieren, dass die Kombination von Glas und Metall gut zusammenpasst und auch hält. Wir haben jedoch genügend Erfahrung bei der Bearbeitung von Glas und Metall, denn wir sind ein Schmuckhersteller mit Tradition.“

Verbandspräsident Král sprach dann auch den Wunsch aus, dass einer der drei Medaillenränge von der tschechischen Mannschaft belegt wird, sie also entweder Gold, Silber oder Bronze gewinnt. Trotz des Heimvorteils sei dies keine leichte Aufgabe, doch Král setzt auf die Unterstützung der Fans:

Tomáš Král (Foto: Archiv des Tschechischen Eishockeyverbandes)
„Wir bestreiten jetzt zwei Testspiele gegen Russland, am Donnerstag in Karlsbad und am Samstag in Prag. Und beide Begegnungen sind ausverkauft!“

Bereits ausverkauft sind auch alle WM-Spiele des tschechischen Teams in der Vorrunde, die in Prag ausgetragen werden. Das Gleiche gilt im Wesentlichen auch für die Partien der slowakischen Mannschaft, die zunächst in Ostrava / Ostrau spielt. Da bislang nur Tageskarten verkauft wurden, sind auch Tickets für die Begegnungen, die taggleich mit den Spielen der Tschechen und Slowaken stattfinden, in hohem Maße verkauft worden. Ab kommendem Donnerstag erhöht sich jedoch die Chance, noch an Restkarten heranzukommen, sagt die Generalsekretärin des WM-Organisationskomitees, Markéta Štěrbová:



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„Am 12. Februar ab 13 Uhr werden nun auch die Eintrittskarten für die einzelnen Spiele bereitgestellt. Es gibt noch Tickets, und das auch für mehrere interessante Spiele.“

Diese Tickets kann man sowohl an den Terminals der Lotteriegesellschaft Sazka als auch online über www.sazkaticket.cz erwerben.

Autor: Lothar Martin
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