Erinnerung an den Gitarristen Stanislav Barek
Am 5. November dieses Jahres ist im Alter von 70 Jahren der tschechische Gitarrist, Komponist und Musikpädagoge Stanislav Barek gestorben. In der heutigen Musiksendung erinnern wir an den Musiker.
Barek stammte aus dem nordböhmischen Rumburk. Er studierte Gitarre – zuerst privat bei Jiří Jirmal, dann auf dem Konservatorium in Prag und Teplice. Barek unterrichtete an Musikschulen in Tschechien sowie in Deutschland. 18 Jahre lang unterrichtete er an der Volkshochschule und der Musikschule in Weiden und organisierte Workshops unter anderem in München.
Der Gitarrist war ein hervorragender Instrumentalist und beteiligte sich an mehreren Projekten. Er spielte gemeinsam mit dem Rockcellisten, Bassgitarristen und Geiger Olin Nejezchleba und dem Zitherspieler Michal Müller in der Band Njorek. In der Band Arionas trat Barek mit der griechischen Sängerin Martha Elefteriadu auf. Der Gitarrist arbeitete zudem mit dem Geiger der Tschechischen Philharmonie Viktor Mazáček zusammen. Seit 2011 trat Barek auch als Solist auf. Ein Jahr später wurde sein Album mit dem Titel „Minimální naděje“ (deutsch etwa: Die Mindesthoffnung) herausgegeben.
Der Gitarrist gab Konzerte in Tschechien sowie in den USA, Mexiko, Japan, Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren Ländern. Seit 1998 organisierte er das internationale Festival „Gitarre quer durch die Genres“. Zu dem Festival reisten jedes Jahr renommierte Gitarristen aus dem Ausland an, darunter Tommy Emmanuel, Peter Finger und Peppino d’Agostino. Die Konzerte fanden nicht nur in Prag statt, sondern auch in anderen Städten wie Pardubice, Kutná Hora und Varnsdorf. Mehrmals wurden die Festivalkonzerte auch in Deutschland veranstaltet.
Stanislav Barek schrieb eine Gitarrenschule für Anfänger und gründete 2013 einen Wettbewerb für junge Gitarristen, die andere Genres als Klassik spielen.







