Europäische Studenten kommunizieren über Satellit mit der EU-Kommission

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Prag war eine der drei Städte, die am Donnerstag an einer interaktiven Fernsehdebatte mit Brüssel teilgenommen hat. Unter den Studenten im Informationszentrum der Europäischen Union in Prag, von wo aus die Debatte übertragen wurde, war auch Dagmar Keberlova.

Die Fernsehdebatte mit der EU-Kommissarin für Beschäftigung und Soziales Anna Diamantopoulou war bereits die zweite der insgesamt zwölf geplanten interaktiven Treffen der europäischen Studenten mit den EU-Kommissaren. "Neue Wirtschaft, neue Gesellschaft - eine Chance, Bedrohung oder beides?" - dies war das Thema, zu dem Studenten aus Athen, Göteborg und Prag der Kommissarin ihre Fragen gestellt haben. Das überraschend niedrige Interesse der Prager Studenten - im Europäischen Informationszentrum saßen nicht einmal zehn Studenten - erklärt der Vertreter von Interactive Events in Prag, Jiri Brodsky, mit der gerade laufenden Prüfungszeit an den hiesigen Universitäten:

"Mit der Beteiligung der Studenten bin ich nicht sehr zufrieden, aber immerhin waren alle angesprochenen Universitäten vertreten. Wir taten unser bestes, um die Studenten ins Informationszentrum zu locken, aber die Studenten haben gerade Prüfungszeit. Bei der Organisierung der Telekonferenz haben wir die zeitlichen Möglichkeiten der Kommissarin respektieren müssen."

Dass auch Prag als einer der Diskussionsorte ausgewählt wurde, zeigt dem Sprecher der EU-Kommissarin Andrew Fiedling zufolge an, dass die EU auch Studenten aus den Kandidatenländern in die Debatte mit den EU-Politikern einbeziehen möchte. Ob denn auch bei den nächsten Debatten Prager Studenten dabei sein werden, dazu fragte ich noch einmal Jiri Brodsky:

"Mit Prag wird gerechnet. Entweder wird die Beteiligung Prags aktiv sein, also über Telefon und Satellit, oder passiv, indem wir Studenten einladen werden, die Fragen per e-mail zuschicken werden."

Über das Internet waren auch diesmal weitere Universitäten in die Diskussion miteinbezogen. Diskussionen dieser Art sollen der Europäischen Kommission zufolge mithelfen, einen kontinuierlichen Dialog zwischen der Kommission und der Öffentlichkeit zu entwickeln.