„Genau das, weshalb es Auslandsprogramme geben sollte…“

Foto: Jan Groh, CC BY-SA 3.0

Das Osterfest, der Arbeitskräftemangel in Tschechien und der Prager Flughafen: Diese Themen haben unsere Hörer dieses Mal besonders bewegt.

Osterfest in der Altstadt  (Foto: Jekaterina Staschewska)
Wieder einmal sind zwei Wochen vergangen, und es ist wieder Zeit für einen Blick in den Briefkasten von Radio Prag. Zunächst einmal einen herzlichen Dank für alle Ostergrüße und Osterbilder, die wir von Ihnen erhalten haben. Unsere Sondersendung am Ostermontag ist auf großes Echo bei Ihnen gestoßen. Joachim Thiel aus Wuppertal hat uns zum Beispiel geschrieben:

Ostergrüße und Programm am Ostermontag

„Das Programm für den Ostermontag fand ich besonders interessant, weil in den Themen genau das ausgedrückt wurde, weshalb es Auslandsprogramme geben sollte. Nämlich, weil man damit als Kurzwellenhörer erfährt, welche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern bestehen, besonders in der Kultur und den Bräuchen.“

Dieter Feltes aus Pyrbaum ist in seiner E-Mail auf unseren Beitrag über die Oster-Gewohnheiten in einer tschechischen Familie eingegangen:

„Ihren Bericht über die tschechischen Osterbräuche fand ich gut. Meine Frau färbt auch Eier für das Osterfest. Sie nimmt dazu allerdings weiße Eier, da kommen die Farben besser heraus. Leider sind weiße Eier gerade in der Osterzeit nur schlecht zu bekommen. Bei uns auf dem Bauernmarkt bekomme ich sie noch, allerdings muss ich dafür schon früh dort sein. Es ist auch interessant, wenn Sie über Deutsche berichten, die jetzt in der Tschechischen Republik wohnen.“

Foto: Susan Wolf,  Pixabay / CC0 Public Domain
Dieter Feltes hat auch die Bräuche in seiner Familie beschrieben:

„Bei uns ist Tradition, am Ostersonntag die Kirche zu besuchen. Meine Frau ist evangelisch und ich katholisch. So wechseln wir immer wieder ab, einmal gehen wir in die katholische und ein andermal in die evangelische Kirche. Ich nehme an, so wird es bei Ihnen vielleicht auch ablaufen in den Familien.“

Frohe Ostern haben uns auch die Familie Schanza, Oliver Fülla, Andreas Fessler und weitere Hörer gewünscht. Joachim Kalkbrenner aus Hildesheim fügte hinzu:

„Die Sendungen von Radio Prag sind informativ und immer hörenswert.“

Und Reiner Holtmann aus Hamm hat uns auch mit einem Dank Freude bereitet:

Foto: Klára Stejskalová
„Ich wünsche Euch ein frohes Osterfest. Danke für die guten und sehr informativen Sendungen.“

Wie jeden Monat, hat uns Lutz Winkler auch im April – wie er schreibt – seine Freundschaft mit unserem Sender mit einem Empfangsbericht und einem kleinen Hörerbrief zum Ausdruck gebracht.

„Sie senden täglich ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Programm aus Tschechien – und so möchte ich mit diesen Zeilen einen kleinen Beitrag zu unserer Freundschaft leisten.“

Neue Oper, Arbeitskräftemangel, Lärmbelästigung durch Flughafen

‚Kein Mensch‘  (Foto: Patrik Borecký)
Aus den gehörten Sendungen kommentierte Herr Winkler besonders ein Thema:

„Das Programm ist so vielfältig – mir fällt es immer schwer, besondere Höhepunkte herauszustellen. Interessant fand ich den Beitrag ‚Kein Mensch‘ – Schöpfer des Prager Stalin-Denkmals als tragischer Held in neuer Oper. Interessant ist der Beitrag, weil es sich um die sogenannte Neue Musik handelt, und kein klassisches Stück. Sie haben es angedeutet – meist sind solche Stücke schwer für die Sänger und das Publikum. Wie ist denn die Resonanz des Stückes beim Prager Publikum?“

Die Premiere wurde in den Medien mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Mit der Popularität beim Publikum wird es aber wohl schwieriger sein. Auf den Webseiten der Theaterkasse lässt sich nachlesen, dass bisher nur wenige Karten für die im Mai geplanten Vorstellungen verkauft wurden.

Foto: Kristýna Maková,  Archiv des Tschechischen Rundfunks
Markus Wolf aus Hamburg hat für uns seine Gedanken zur Lösung des Arbeitskräftemangels in Tschechien zusammengefasst:

„Mit großer Verwunderung lese ich immer wieder, dass tschechische Politiker Arbeitsvisa für Ukrainer haben wollen, wie jetzt auch der Nationalbank-Gouverneur Jiří Rusnok. Ist den Politikern nicht bekannt, dass die Ukraine nicht Mitglied der Europäischen Union ist? Man sollte eigentlich eher an arbeitslose und gut qualifizierte Arbeitskräfte aus dem EU-Raum denken, zum Beispiel aus Spanien oder Italien. Tschechien sollte also erst einmal nach arbeitslosen Europäern Ausschau halten, bevor es Nicht-EU-Bürger ins Land lässt. Auch aus England wollen inzwischen viele EU-Bürger ausreisen. Fazit: erst muss man nach passenden tschechischen Arbeitskräften suchen, und wenn dies nicht möglich ist, dann auf dem Arbeitsmarkt der EU.“

Und noch eine Zuschrift aus Hamburg, nämlich von Monika Kuhn:

„Der Artikel zur Geschichte des Prager Flughafens war sehr interessant. Da der Flughafen im Lauf der 80 Jahre immer größer geworden ist, und die Passagierzahlen deutlich angestiegen sind, ergibt sich für mich die Frage: Wie gehen die Anwohner mit der Lärmbelästigung um? Bekommen Sie Zuschüsse für lärmisolierende Fenster? Gibt es auch ein Nachtflugverbot?“

Illustrationsfoto: Europäische Kommission
Die Lärmbelästigung in der Umgebung des Flughafens ist ein ernsthaftes Problem und wird ständig diskutiert. Der Lärmpegel wird an dreizehn ständigen und einigen beweglichen Stationen regelmäßig gemessen. Dementsprechend werden dann auch Maßnahmen durchgeführt. Ein absolutes Nachtflugverbot gibt es nicht, dennoch ist der Nachtverkehr beschränkt. Seit 1998 werden auf Kosten des Flughafens zudem Fenster von Wohnhäusern, Schulen, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in der Umgebung mit lärmisolierenden Fenstern ausgestattet.

Und damit möchten wir uns heute auch schon verabschieden. Wir warten auf ihre Zuschriften unter der Adresse: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Elektronisch schreiben können Sie uns an [email protected]. Auf Wiederhören!