• 21.07.2026

    In Tschechien ist es am Mittwoch anfangs heiter bis wolkenlos, im Tagesverlauf nimmt die Bewölkung zu. Nachmittags und abends gibt es örtlich Schauer, vor allem in der nördlichen Hälfte des Landes. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 19 bis 24 Grad, im Süden Mährens bis zu 26 Grad.

  • 21.07.2026

    Rund 40 Prozent der Tschechen im erwerbsfähigen Alter fürchten den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Falls diese Situation eintritt, würden 90 Prozent der Befragten die Branche wechseln. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) würde für den Erhalt des Arbeitsplatzes Gehaltseinbußen akzeptieren. Nur eine Minderheit von 34 Prozent ist bereit, für einen neuen Job in eine andere Region umzuziehen. Dies geht aus den Daten einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Stem, die am Dienstag veröffentlicht wurden.

    Die Angst vor Arbeitslosigkeit liegt seit 2023 konstant bei rund 40 Prozent der tschechischen Bevölkerung. Den Tiefststand erreichte sie während der Corona-Pandemie (2021 und 2022) mit 33 Prozent. Der Höchststand lag im Krisenjahr 2013 bei 66 Prozent.

  • 21.07.2026

    Die Regenfälle der vergangenen Woche haben den  Boden bis zu einer Tiefe von 40 Zentimetern fast in ganz Tschechien teilweise wieder befeuchtet. Tiefe Bodenschichten bis zu einem Meter sind jedoch weiterhin trocken. Dies geht aus aktuellen Daten des Projekts InterSucho hervor, das von Forschern des Instituts für die Erforschung des globalen Wandels der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (CzechGlobe) durchgeführt wird.

    Die vorangegangene Dürreperiode in Kombination mit extremer Hitze sei zudem so schwerwiegend gewesen, dass einige Schäden bereits irreversibel seien, heißt es weiter. Dies betrifft landwirtschaftliche Kulturen, Wälder sowie das Stadtgrün gleichermaßen.

    Gleichzeitig sinken die Grundwasser- und Oberflächenwasserreserven weiter.

  • 21.07.2026

    Zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die bei der Bekämpfung der großflächigen Brände in Frankreich geholfen haben, sind am Montag nach Tschechien zurückgekehrt. Beide Maschinen führten mit sogenannten Bambi-Buckets für Wasser über 400 Wasserabwürfe durch. Frankreich kämpft seit Anfang Juli mit großen Waldbränden, die sich nach und nach auf Flächen von Tausenden Hektar ausgebreitet haben.

    Die Einsatzkräfte aus Tschechien helfen derzeit noch bei der Löschung von Bränden in Griechenland, wohin ein 22-köpfiges Team mit zehn Fahrzeugen, darunter drei Tanklöschfahrzeugen, aufgebrochen ist. In Griechenland sollen sie vier Wochen bleiben.

  • 21.07.2026

    Bis zum Jahr 2035 muss Tschechien rund 70 Milliarden Kronen (2,9 Milliarden Euro) in die Altenpflege investieren, um den demografischen Wandel zu bewältigen. Laut einer neuen Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte für den Verband der Sozialdienstleister (APSS) müssten dafür 35.000 neue Pflegebetten entstehen. Die Ergebnisse wurden am Dienstag im Ministerium für Arbeit und Soziales vorgestellt.

    Demzufolge würden die jährlichen Realkosten des Pflegesystems durch den Anstieg der Über-65-Jährigen von derzeit 80 Milliarden Kronen (3,3 Milliarden Euro) auf 137 Milliarden Kronen (5,7 Milliarden Euro) steigen. Trotz dieser massiven Investitionen wird die Nachfrage nach Heimplätzen und häuslicher Pflege laut den Autoren nicht vollständig gedeckt werden können.

    Im Jahr 2024 standen in den tschechischen Pflegeheimen insgesamt 76.000 Betten zur Verfügung. Laut der Deloitte-Studie stand diesem Angebot jedoch eine tatsächliche Nachfrage von 121.000 Betten gegenüber.

  • 21.07.2026

    Fünf Gewerkschaftsorganisationen am Prager Flughafen haben wegen der Nominierung von Radomír Lašák zum Vorstandsvorsitzenden der Betreibergesellschaft Letiště Praha Streikbereitschaft ausgerufen.

    Die Gewerkschaften des Prager Flughafens und der Tochtergesellschaft ČSA Handling hatten zuvor Premier Andrej Babiš (Partei Ano) und Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) aufgefordert, die Personalentscheidung zu überdenken. Grund für den Protest ist Lašáks frühere Führungsposition bei der Fluggesellschaft ČSA während deren wirtschaftlichen Niedergangs. Die Arbeitnehmervertreter befürchten eine Fehlentwicklung beim Flughafenbetreiber.

    Lašák soll am 1. August den Posten übernehmen. Er sei in einem ordnungsgemäßen, offenen Ausschreibungsverfahren als der am besten geeignete Kandidat ausgewählt worden, schrieb Finanzministerin Schillerová am Dienstag auf X.

    Die Ausrufung der Streikbereitschaft habe keine Auswirkungen auf den Betrieb des Flughafens Prag, so dass die Passagiere keine Einschränkungen befürchten müssten, teilte der Flughafen mit.

  • 20.07.2026

    Der staatliche tschechische Unterstützungs- und Garantiefonds für Bauern und Forstwirte (PGRLF) fordert wegen eines mutmaßlichen Interessenkonflikts von Andrej Babiš rund 22 Millionen Kronen (909.000 Euro) zurück. Da die betroffenen Unternehmen das Geld nicht freiwillig erstattet haben, reichte der Fonds nun Klage gegen 28 Tochtergesellschaften der Agrofert-Holding ein. Der Fonds informierte am Montag auf seiner Website über die rechtlichen Schritte.

    Die Vorwürfe beziehen sich auf die Jahre 2017 bis 2021, in denen Babiš als Eigentümer von Agrofert erstmals tschechischer Premier war. Er hatte den Konzern zwar in zwei Treuhandfonds ausgelagert, doch die Europäische Kommission und tschechische Gerichte kamen zu dem Schluss, dass er seinen Interessenkonflikt nicht gelöst hatte und weiterhin Einfluss auf die Holding ausübte.

    Agrofert-Sprecher Pavel Heřmanský erklärte dazu auf Anfrage der Presseagentur ČTK, dass das Unternehmen weiterhin davon überzeugt sei, die Subventionen völlig im Einklang mit dem Gesetz erhalten zu haben.

  • 20.07.2026

    Dem tschechischen Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) zufolge ist die Sicherheitslage hierzulande stabil. Es gebe keine Hinweise, dass sich daran etwas verändere, sagte Metnar am Montag auf der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung. Er reagierte damit auf seinen deutschen Amtskollegen Alexander Dobrindt (CSU), der in einem Interview für die „Welt am Sonntag“ davon gesprochen hatte, dass in Deutschland derzeit ein hohes Anschlagsrisiko bestehe.

    In Tschechien bleibt laut Metnar hinsichtlich eines möglichen terroristischen Angriffs weiterhin die Bedrohungsstufe B bestehen, also die zweite von vier Stufen. Premier Andrej Babiš (Partei Ano) sagte am Montag zum Thema, die Sicherheit der Bevölkerung müsse Priorität haben, und kritisierte die deutsche Migrationspolitik der vergangenen Jahre.

  • 20.07.2026

    Das Regierungskabinett von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) ruft das tschechische Verfassungsgericht auf, die Kompetenzklage von Staatspräsident Petr Pavel abzulehnen. Pavel hatte diese eingereicht, um seine Aufnahme in die offizielle tschechische Delegation beim Nato-Gipfel vor zwei Wochen einzufordern. Wie Justizminister Jeroným Tejc (parteilos) am Montag weiter informierte, fordert das Kabinett außerdem, dass der zuständige Richter Pavel Šámal von allen weiteren Entscheidungen in dieser Angelegenheit abgezogen werde. Dieser habe mit der einstweiligen Verfügung zugunsten Pavels aktivistisch gehandelt und in die Verfassungsposition der Regierung eingegriffen, begründete Tejc.

    Der letztlichen Teilnahme Pavels am Nato-Treffen in Ankara war ein monatelanger Streit mit der Regierung vorausgegangen. Premier Babiš konstatierte am Montag, die große Lehre daraus sei für ihn, dass er nie wieder in einer Delegation mit dem Staatspräsidenten sein wolle. Er würde allerdings kein Problem damit haben, so Babiš weiter, wenn Pavel zum nächsten Nato-Gipfel reise.

  • 20.07.2026

    Die Wettbüros in Tschechien haben zur gerade zu Ende gegangenen Fußballweltmeisterschaft in Nord- und Mittelamerika eine Rekordsumme von insgesamt rund 4,9 Milliarden Kronen (200 Millionen Euro) eingenommen. Das war etwa eine Milliarde Kronen (41 Millionen Euro) mehr als bei der letzten WM 2022. Dies ergab eine Anfrage der Presseagentur ČTK bei den verschiedenen Anbietern.

    Demnach wurden 90 Prozent der eingezahlten Wetten als Gewinne wieder an die Teilnehmer ausgezahlt. Das meiste Interesse bestand bei Einsätzen für das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien sowie für die beiden Halbfinalspiele.

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