• 22.07.2026

    Das Verkehrstechnikunternehmen Škoda Transportation (Škoda Group) aus Plzeň / Pilsen bereitet sich auf seine Umbenennung vor. Den neuen Namen und das neue Logo soll die Firma aus dem Konzern PPF spätestens bis Ende 2029 erhalten. Vorgestellt werden soll das Rebranding im September 2028 auf der InnoTrans in Berlin, der weltgrößten Fachmesse für Bahn- und Verkehrstechnik. Dies teilte ein Sprecher von Škoda Transportation mit.

    Die Umbenennung geht auf ein Abkommen mit dem Autohersteller Škoda zurück, um einen jahrzehntelangen Rechtsstreit zu beenden. Denn beide Unternehmen teilen nicht nur denselben Namen, sondern auch das Logo des geflügelten Pfeils. Das Verkehrstechnikunternehmen verkauft dem Abkommen nach seine Rechte an Namen und Logo an die VW-Tochter aus Mladá Boleslav. Der Preis dafür wurde nicht veröffentlicht.

    Autor: Till Janzer
  • 22.07.2026

    Im August ist eine parallele Kunstinstallation zwischen Prag und Stockholm geplant. Dabei sollen Menschen in der tschechischen Hauptstadt mit Menschen in der schwedischen Hauptstadt digital miteinander verbunden werden und einander Nachrichten übermitteln. Initiatoren der Installation sind der Verein Praho! Project, der Kunstinterventionen im digitalen Raum veranstaltet, und seine schwedische Partnerorganisation Stockholm! Project.

    Die Installation in Stockholm soll am 20. August enthüllt werden, die in Prag am 31. August. Beide bieten jeweils nur Platz für eine Person, die sich dann mit der in der anderen Stadt unterhalten soll.

    Autor: Till Janzer
  • 22.07.2026

    Der tschechische Staat hat in der ersten Hälfte dieses Jahres höhere Einnahmen aus den Mautgebühren für Lkw eingestrichen. Der Anstieg lag bei 5,7 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2025. Dies teilte ein Sprecher der Mautgesellschaft CzechToll am Mittwoch mit. Die Einnahmen lagen demnach bei 10,7 Millionen Kronen (443.000 Euro). 54 Prozent der Summe zahlten dabei Logistikunternehmer aus dem Ausland. Die Mautgebühren waren zu Anfang des Jahres um 1,5 Prozent angehoben worden, zudem wurden neue Autobahnabschnitte eröffnet.

    In Tschechien muss für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen eine streckenabhängige elektronische Maut gezahlt werden. Diese wird über ein Sendegerät abgerechnet.

    Autor: Till Janzer
  • 22.07.2026

    Laut einer Gesetzesinitiative von Sportminister Boris Šťastný (Motoristé sobě) sollen die Kompetenzen des tschechischen Antidopingkomitees erweitert werden. Dem Vorschlag nach könnte das Komitee dann unter anderem auch bei Wettbetrug und Stadiongewalt ermitteln. Wie Šťastný im entsprechenden Gesetzentwurf schreibt, soll sich eine zentrale Instanz um negative Auswüchse im Sport und ihre Prävention kümmern.

    Der Entwurf wurde vergangene Woche bereits den Kabinettskollegen zur Beurteilung zugeschickt. Der Sportminister plant, dass die erweiterten Kompetenzen des Antidopingkomitees ab Beginn kommenden Jahres gelten.

    Autor: Till Janzer
  • 22.07.2026

    Die tschechische Polizei hat im Prager Magistrat das Amt für Straßen und Verkehr durchsucht. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Seznam Zprávy geht es um einen Korruptionsverdacht. Es seien die Personalien von zwei Personen aufgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher.

    Der Prager Oberbürgermeister Bohuslav Svoboda (Bürgerdemokraten) kündigte an, den Koalitionsrat einzuberufen. Das betroffene Amt gehört zum Zuständigkeitsbereich des stellvertretenden Oberbürgermeisters für Verkehr, Jaromír Beránek, von den Piraten. Er verlange eine Erklärung der Lage, sagte Svoboda.

    Autor: Till Janzer
  • 22.07.2026

    Vier tschechische Tennisspielerinnen haben bei den Prague Open die zweite Runde erreicht, drei sind hingegen ausgeschieden. Die an Nummer zwei gesetzte Barbora Krejčíková besiegte am Montag ihre Landsfrau Linda Fruhvirtová mit 6:2 und 6:4. Ebenfalls weitergekommen sind noch Sára Bejlek, Nikola Bartůňková und Tereza Valentová.

    In der ersten Runde hängen blieben neben Fruhvirtová auch Laura Samson und Jana Kovačková. Das WTA-Turnier in Prag findet auf Sand im Stadion auf der Moldau-Insel Štvanice statt.

    Autor: Till Janzer
  • 21.07.2026

    Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel warnt vor der Untergrabung des öffentlichen Vertrauens in demokratische Institutionen, insbesondere in die Justiz. Gerichte im Voraus als befangen, politisiert oder aktivistisch zu bezeichnen, ist seiner Ansicht nach kein gutes Signal für die Öffentlichkeit und das Vertrauen in den Rechtsstaat. Dies sagte das Staatsoberhaupt auf einer Konferenz anlässlich der Veröffentlichung des Berichts der Europäischen Kommission über die Rechtsstaatlichkeit für das Jahr 2025 am Dienstag. Pavel betonte zudem, dass die Prinzipien des Rechtsstaats keine Selbstverständlichkeit seien und man sie kontinuierlich pflegen müsse.

    Die tschechische Regierung forderte das Verfassungsgericht jüngst auf, die Kompetenzklage von Präsident Petr Pavel bezüglich seiner Teilnahme am Nato-Gipfel abzuweisen. Zudem verlangt Justizminister Jeroným Tejc (parteilos) den Abzug des Richters Pavel Šámal: Dieser habe mit einer einstweiligen Verfügung zugunsten des Präsidenten „aktivistisch“ gehandelt und die Verfassungsposition der Regierung verletzt.

  • 21.07.2026

    Der tschechische Vizepremier sowie Industrie- und Handelsminister, Karel Havlíček (Partei Ano), hat am Dienstag in Großbritannien eine Absichtserklärung mit den Unternehmen ČEZ und Rolls-Royce SMR unterzeichnet. Das Dokument betrifft die Vorbereitung weiterer Standorte für kleine modulare Reaktoren (SMR) in der Tschechischen Republik.

    Nach Angaben des Ministeriums für Industrie und Handel (MPO) werden dabei insbesondere Dětmarovice in der Region Karviná und Tušimice in der Region Chomutov geprüft.

  • 21.07.2026

    Tschechien und die Slowakei wollen ihre Verhandlungen über die Ausgestaltung der EU-Förderung für die nächste Förderperiode koordinieren. Dies gaben die tschechische Ministerin für Regionalentwicklung, Zuzana Mrázová (Partei Ano), und ihr slowakischer Amtskollege Samuel Migaľ (parteilos) nach einem gemeinsamen Treffen am Dienstag in Prag bekannt. Mrázová betonte dabei, dass die Slowakei für die Tschechische Republik ein grundlegendes Bundesgenosse in der EU sei.

    Beide Politiker waren sich zudem einig, dass einige der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Regeln zu streng seien und bei weiteren europäischen Treffen nachverhandelt werden müssten. Neben der Zukunft der EU-Fonds sprachen die tschechischen und slowakischen Delegationen bei dem Treffen auch über die Fortsetzung des Interreg-Programms, über öffentliche Investitionen sowie über die Entwicklung von Smart Cities.

  • 21.07.2026

    Mitarbeiter von Unternehmen, die kritische Infrastruktur in Tschechien verwalten, sollen künftig das Recht erhalten, gegen als gefährlich eingestufte Drohnen vorzugehen. Die Unternehmen sollen selbst entscheiden können, ob sie Flugverbotszonen über ihren Objekten einrichten wollen. Eine entsprechende Ausweitung der Befugnisse zur Drohnenabwehr schlagen das Innen- und das Verkehrsministerium vor. Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) und Verkehrsminister Ivan Bednárik (parteilos) stellten den entsprechenden Gesetzentwurf am Dienstag vor Journalisten vor. Die Regelung betrifft unter anderem internationale Flughäfen, Kernkraftwerke, Energieknotenpunkte, Umspannwerke sowie Kraftstofflager.

    Bislang dürfen Drohnen ausschließlich von der Polizei oder dem Militär unschädlich gemacht werden. Die Neuregelung reagiert auf die steigende Anzahl von Vorfällen, bei denen sich Drohnen unbefugt im Umfeld geschützter Objekte bewegen.

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