• 21.02.2026

    Nach der Schießerei im Rathaus von Chřibská bleibt das dortige Gemeindeamt auch in der kommenden Woche weiterhin geschlossen. Dies teilte der Bürgermeister der nordböhmischen Gemeinde, Jan Machač (parteilos), mit. Derzeit würden immer noch die Folgen des Schusswaffenangriffes beseitigt werden, hieß es. Drei Mitarbeiter seien aktuell arbeitsunfähig, einer habe seine Kündigung eingereicht, so Machač. Künftig soll es laut dem Bürgermeister in dem Rathaus zusätzliche Sicherheitseinrichtungen geben.

    Im Rathaus von Chřibská war es Mitte Januar zu einem Schusswaffenangriff gekommen. Der Angreifer tötete dabei einen Mitarbeiter der Behörde und sich selbst, sechs Menschen wurden verletzt. Polizeiangaben zufolge soll der mehrfach vorbestrafte Täter rund 100 Patronen verschossen haben. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus.

  • 21.02.2026

    Der tschechisch-slowakische Dokumentarfilm „If Pigeons Turned to Gold“ der tschechischen Regisseurin Pepa Lubojacki wurde am Samstag auf der Berlinale mit dem Caligari-Filmpreis ausgezeichnet. Die dreiköpfige Jury kürte den Streifen zum besten der Sektion Forum.

    In ihrem mit dem Handy aufgezeichneten Dokumentarfilm geht Lubojacki der Frage nach, warum ihr Bruder und zwei ihrer Cousins alkoholsüchtig wurden und auf der Straße leben. Der Film wurde in diesem Jahr viermal auf der Berlinale gezeigt, seine Premiere hatte er am 13. Februar.

    Der Caligari-Filmpreis ist eine der Nebenauszeichnungen der Filmfestspiele in Berlin. Er wird seit 1986 vergeben und ist mit 4000 Euro dotiert. Vor „If Pigeons Turned to Gold“ erhielt noch nie ein tschechischer oder slowakischer Film den Preis.

  • 21.02.2026

    In Brno / Brünn, Plzeň / Pilsen, Zlín und weiteren tschechischen Städten wurde am Samstag an den russischen Krieg gegen die Ukraine erinnert und die Solidarität mit dem angegriffenen Land zum Ausdruck gebracht. Die größte Veranstaltung fand in Prag statt. Dort versammelten sich zunächst mehrere Menschen vor dem Nationalmuseum auf dem Wenzelsplatz. Von dort trugen sie eine große ukrainische Flagge zum Altstädter Ring.

    Auf dem zentralen Platz der tschechischen Hauptstadt fand anschließend eine Kundgebung unter dem Motto „Společně za Ukrajinu!“ (Gemeinsam für die Ukraine) statt. Zu den Rednern gehörte neben Eishockeystar Dominik Hašek und dem ukrainischen Botschafter Vasyl Zvarych auch Tschechiens Präsident Petr Pavel. Angesichts des bevorstehenden vierten Jahrestages der russischen Invasion dankte Pavel den Menschen in Tschechien für ihre Unterstützung der Ukraine. Der dortige Krieg dürfe die Menschen in Tschechien nicht kaltlassen, betonte das Staatsoberhaupt. Pavel forderte außerdem die Regierung auf, die Ukraine weiterhin zu unterstützen. Dass die tschechische Munitionsinitiatve fortgesetzt wird, begrüßte er.

    An der Kundgebung in Prag nahmen laut Polizeiangeben rund 8000 Menschen teil. Organisiert wurde die Veranstaltung von den NGOs Paměť národa, Člověk v tísni und Milion chvilek pro demokracii, sowie von der Initiative Díky, že můžem und dem Europäischen Kongress der Ukrainer.

  • 21.02.2026

    Die tschechische Biathletin Tereza Voborníková hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien am Samstagnachmittag überraschend die Bronzemedaille im Massenstart der Frauen gewonnen. Die 25-Jährige erreichte damit bei Olympia die erste Medaillenplatzierung ihrer Karriere. Voborníková traf beim Schießen nur einmal nicht, nach der letzten Station am Schießstand war sie zunächst sogar Erste, schließlich wurde sie jedoch noch von den beiden Französinnen Julia Simon und Océane Michelon überholt, die Gold holte.

    Voborníkovás Edelmetall ist das erste und einzige des tschechischen Biathlonteams bei den diesjährigen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Insgesamt handelt es sich um die fünfte Medaille für Tschechien bei Olympia.

  • 21.02.2026

    Am Sonntag ist es in Tschechien bewölkt, vielerorts gibt es Regen. Vor allem am Morgen kann sich bei gefrierendem Regen Glatteis auf den Straßen bilden. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 6 bis 11 Grad.

  • 21.02.2026

    Ab dem 1. Januar 2027 können Senioren, Schüler und Studenten in Tschechien wieder um 75 Prozent vergünstigte Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel erwerben. Tschechiens Verkehrsminister Ivan Bednárik (parteilos) teilte dies am Freitag der Presseagentur ČTK mit. Ursprünglich sollte die neue Regelung bereits ab Beginn des neuen Schuljahres gelten, im Gespräch war auch eine Einführung mit dem Fahrplanwechsel im Dezember. Wegen der nötigen Vorbereitungen solle nun aber nur der Termin Anfang 2027 gelten, so Bednárik.

    Ein Rabatt von 75 Prozent auf Fahrkarten galt für Senioren und Studenten bereits ab September 2018. Eingeführt würde die Vergünstigung damals vom ersten Kabinett von Andrej Babiš (Partei Ano). Die Nachfolgerregierung von Petr Fiala (Bürgerdemokraten) kritisierte die Regelung aber als unwirtschaftlich. Seit April 2022 beträgt die Rabbatierung deshalb nur noch 50 Prozent. Sie gilt für Schüler und Studenten im Alter von bis zu 26 Jahren sowie für Menschen, die älter als 65 sind. Um die Vergünstigungen auszugleichen, zahlte der tschechische Staat den Beförderungsunternehmen vergangenes Jahr Kompensationszahlungen in Höhe von über fünf Milliarden Kronen (206 Millionen Euro).

  • 21.02.2026

    Der legendäre tschechische Eishockeyspieler Jaromír Jágr hat das Ende seiner aktive Karriere angekündigt. In einem Video auf Instagram teilte Jágr am Freitag mit, seine Fans würden ihn wohl nicht mehr auf dem Eis sehen. Dafür müsse ein Wunder passieren, so Jágr.

    Der 54-jährige Jágr ist eine Ikone des Eishockeysports. Er ist der zweiterfolgreichste Spieler in der Geschichte der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL. Nach seiner Rückkehr aus den USA spielt er derzeit für den mittelböhmischen Verein aus Kladno, es handelt sich bereits um die 38. Saison seiner Profi-Karriere. Zuletzt stand Jágr am 21. Dezember vergangenen Jahres auf dem Eis, als Kladno in Liberec mit 1:4 verlor.

  • 21.02.2026

    Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat zur Vermeidung seines Interessenskonflikts sämtliche Aktien seines Konzerns Agrofert am Freitag in den privaten Treuhandfonds RSVP Trust übertragen. Zuvor habe er von den zuständigen Behörden in drei EU-Mitgliedsstaaten die nötige Zustimmung dafür erhalten, schrieb er im Netzwerk X.

    Babiš hatte im Dezember angekündigt, seine Agrofert-Aktien an eine unabhängige Treuhand abzugeben. Präsident Petr Pavel hatte eine derartige Ankündigung zur Bedingung gemacht, um Babiš zum Premier zu ernennen. Die Lösung des Interessenskonfliktes hätte eigentlich binnen 30 Tagen nach der Ernennung zum Regierungschef erfolgen müsen, die am 9. Dezember stattfand. Am 15. Januar sagte Babiš jedoch im Abgeordnetenhaus, um die Aktien in den Fonds übertragen zu können, bedürfe es noch des Einverständnisses von Behörden aus dem Ausland.

    Vertreter der Opposition kritisierten Babišs Bekanntmachung am Freitag. Sie verwiesen unter anderem darauf, dass der Premier neben der Agrofert-Gruppe noch weitere Unternehmen besitzt, etwa den Investmentkonzern SynBiol. Die Kritiker stießen sich zudem daran, dass Babišs Kinder den Agrofert-Konzern bereits nach dessen Ausscheiden aus der Regierung übernehmen können. In der Ankündigung vom Dezember hatte es hingegen geheißen, Babišs Erben würden die Kontrolle über die Firma erst nach seinem Tod erlangen.

  • 20.02.2026

    Auf der Skipiste im Riesengebirgsort Harrachov ist am Freitag eine Frau im Seniorenalter tödlich verunglückt. Zuvor war die Skifahrerin mit einem anderen Wintersportler zusammengestoßen, hieß es von der Polizei. Die Unfallursache werde nun ermittelt, Klärung solle auch eine Obduktion bringen, so eine Polizeisprecherin.

    Laut René Mašín, dem Leiter der tschechischen Bergwacht, handelt es sich um den ersten tödlichen Skiunfall der aktuellen Saison. Allgemein würde die Anzahl von Unglücken und schweren Verletzungen auf den Pisten aber zunehmen, so Mašín.

  • 20.02.2026

    Wegen der offiziellen Teilnahme russischer und weißrussischer Sportler wird Tschechien die Eröffnung der Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo boykottieren. Darüber informierte am Freitag das Tschechische Paralympische Komitee (ČPV). Den gleichen Schritt hatte zuvor bereits die Ukraine angekündigt, ebenso wie Estland und Polen.

    Anders als bei den Olympischen Winterspielen, die am Sonntag zu Ende gehen, dürfen Russen und Weißrussen bei den Paralympics, die am 6. März eröffnet werden, unter ihrer Flagge antreten. Im Falle eines Sieges wird zudem die Hymne der Länder gespielt. Das Tschechische Paralympische Komitee hatte dies in der Vergangenheit bereits kritisiert und auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine verwiesen. Der nun angekündigte Boykott beziehe sie lediglich auf die Eröffnungszeremonie, die tschechischen Sportler werden wie geplant in ihren Kategorien antreten, hieß es am Freitag.

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