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20.02.2026
Wegen der offiziellen Teilnahme russischer und weißrussischer Sportler wird Tschechien die Eröffnung der Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo boykottieren. Darüber informierte am Freitag das Tschechische Paralympische Komitee (ČPV). Den gleichen Schritt hatte zuvor bereits die Ukraine angekündigt, ebenso wie Estland und Polen.
Anders als bei den Olympischen Winterspielen, die am Sonntag zu Ende gehen, dürfen Russen und Weißrussen bei den Paralympics, die am 6. März eröffnet werden, unter ihrer Flagge antreten. Im Falle eines Sieges wird zudem die Hymne der Länder gespielt. Das Tschechische Paralympische Komitee hatte dies in der Vergangenheit bereits kritisiert und auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine verwiesen. Der nun angekündigte Boykott beziehe sie lediglich auf die Eröffnungszeremonie, die tschechischen Sportler werden wie geplant in ihren Kategorien antreten, hieß es am Freitag.
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20.02.2026
Da der Flughafen Wien-Schwechat am Freitag wegen starken Schneefalls nicht angeflogen werden konnte, sind vier Maschinen außerplanmäßig zum Flughafen in Brno / Brünn umgeleitet worden. Darüber informierte die Presseagentur ČTK und verwies auf Informationen des tschechischen Airports. Insgesamt seien 600 Passagiere in Brünn gelandet, die anschließend mit Bussen nach Wien gebracht wurden, hieß es.
Laut der Flughafensprecherin waren die vier Flüge in Sofia, Belgrad, Mailand und Bangkok gestartet. Der Flug aus Thailand wurde dabei mit einer Boeing 777 bedient, die zuvor noch nie in Brünn gelandet war.
Der Flughafen in Brünn wird vor allem in der Sommersaison frequentiert, wenn von dort Charterflüge in Urlaubsdestinationen abheben. Im Winter herrscht eher weniger reges Treiben auf dem Airport, nur London und Málaga werden dann angeflogen. Die Kapazitäten für die vier Maschinen mit dem Ziel Wien waren deshalb gegeben.
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Mangelnde Fördermittel für Korruptionsvorsorge: Transparency International kritisiert Justizminister
20.02.2026Die NGO Transparency International und der Verein Oživení haben Tschechiens Justizminister Jeroným Tejc (parteilos) für die Abschaffung eines Förderprogramms zur Verhinderung von Korruption kritisiert. In einer gemeinsamen Pressemitteilung hieß es, die Regierung in Prag wolle ihre Kritiker zum Schweigen bringen, indem man ihnen den Geldhahn zudrehe. Tejc teilte der Presseagentur ČTK mit, die Aufgabe des Staates sei es nicht, Nichtregierungsorganisationen zu fördern, die der Gesellschaft keinen klaren Mehrwert brächten.
Das Förderprogramm zur Korruptionsvorsorge, welches nun abgeschafft werden soll, gibt es laut Transparency International seit 20 Jahren in Tschechien. Die Gesamtsumme bewegte sich zuletzt bei 4,4 Millionen Kronen (181.000 Euro), wovon Transparency International und Oživení insgesamt 1,4 Millionen Kronen (58.000 Euro) pro Jahr erhielten. Wie die Organisationen in ihrer Pressemitteilung informieren, werden die Mittel unter anderem für die niedrigschwellige Beratung eingesetzt. Allein vergangenes Jahr seien rund 500 Meldungen aus der Öffentlichkeit eingegangen, in denen vor allem auf mögliche Korruptionsfälle auf regionaler Ebene hingewiesen wurde.
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20.02.2026
Es ist bewölkt in Tschechien, fast überall gibt es Regen. Die Höchsttemperaturen am Tag erreichen 4 bis 9 Grad.
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20.02.2026
Die tschechische Historikerin Anna Hájková hat den renommierten Buchpreis National Jewish Book Award in der Kategorie Holocaust-Forschung erhalten. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Publikation „Menschen ohne Geschichte sind Staub“. Darin schildert Hájková das Schicksal von queeren jüdischen Opfern des Holocausts und setzt sich für deren Entstigmatisierung ein.
Der National Jewish Book Award wurde in diesem Jahr bereits zum 75. Mal vergeben. Hinter der Auszeichnung steht das Jewish Book Council mit Sitz in New York. Anna Hájková ist derzeit Dozentin für moderne europäische Geschichte an der University of Warwick in Großbritannien. Mit dem Preis tritt sie in die Fußstapfen des tschechischen jüdischen Autors Arnošt Lustig. Dieser wurde in den 1980er Jahren für zwei seiner Romane mit der Auszeichnung bedacht.
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20.02.2026
Die tschechische Regierung hat am Freitag ihre neue Wirtschaftsstrategie vorgestellt. Das Papier steht unter dem Titel „Tschechien: Land für die Zukunft 2.0“ („Česko: Země pro budoucnost 2.0“). Als eines der Hauptziele der Regierung nannte Premier Andrej Babiš (Partei Ano), auf EU-Ebene Änderungen beim Handel mit Emissionszertifikaten zu erzielen.
Tschechiens Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano) führte aus, dass das Kabinett erste Schritte zur Verstaatlichung des Energiekonzerns ČEZ eingeleitet habe. Zudem stehe die Regierung unmittelbar vor der Entscheidung über den Bau einer sogenannten KI-Gigafactory, so Havlíček. Vermutlich werde man sich für die Errichtung eines derartigen Rechenzentrums entscheiden, mit dem Anwendungen künstlicher Intelligenz gesteuert werden sollen. Laut dem Minister soll das Telekommunikationsunternehmen Česká Radiokomunikace mit 70 Milliarden Kronen (2,9 Milliarden Euro) die größte Summe in das Vorhaben investieren. Jeweils 15 Milliarden Kronen (618 Millionen Euro) könnten vom tschechischen Staat und der Europäischen Kommission kommen.
In der Wirtschaftsstrategie ist etwa auch festgehalten, dass in Tschechien in den nächsten fünf Jahren jährlich 50.000 neue Wohnungen gebaut werden sollen. Bis 2030 sollen zudem 95 Prozent der Haushalte einen Zugang zu Hochgeschwindigkeitsinternet haben.
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20.02.2026
Das Unternehmen Excalibur International, das zum tschechischen Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) des Milliardärs Michal Strnad gehört, hat einen bedeutenden Vertrag mit einem nicht näher genannten Nato-Mitgliedsstaat aus Westeuropa geschlossen. Darüber informierte die CSG-Gruppe am Freitag in einer Pressemitteilung. Die geplante Lieferung soll mehrere Zehntausend Stück Artillerie- und Minenwerfermunition im Wert von einigen Hundert Millionen Euro umfassen.
CSG ist einer der führenden Munitionshersteller in Europa. Im Januar dieses Jahres ging das Unternehmen an die Amsterdamer Börse. Der Verkauf der Wertpapiere brachte dem Konzern 3,8 Milliarden Euro ein.
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20.02.2026
Tschechiens Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) ist am Rande des ersten Treffens des von US-Präsident Donald Trump einberufenen Friedensrates mit seinem amerikanischen Amtskollegen Marco Rubio zusammengetroffen. Darüber informierte das Außenministerium in Prag im Netzwerk X. Wie der Nachrichtenserver Seznam Zprávy berichtete, lobte Macinka das Treffen mit Rubio. Sein Amtskollege habe ihm versichert, dass ihm Tschechien und die weiteren mitteileuropäischen Länder nicht egal seien, so Macinka. Der tschechische Außenminister lud Rubio zudem nach Prag ein. Seznam Zprávy zufolge hat Macinka auch kurz mit US-Präsident Donald Trump sprechen können.
Außenminister Macinka ist am Mittwoch in die USA geflogen. Bei der Sitzung von Trumps Friedensrat vertritt er Tschechien, das dort Beobachterstaat ist. Auf Macinkas Programm stehen auch Besuche der Thinktanks Heritage Foundation und Hudson Institute. Zudem wird der Minister kommende Woche an der UN-Vollversammlung in New York teilnehmen und dort eine Rede halten.
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Tschechische Organisation Koridor UA hat letztes Jahr 41 Lkw mit Hilfsgütern in die Ukraine gefahren
20.02.2026Die tschechische Organisation Koridor UA hat im vergangenen Jahr 41 Lkw mit Hilfsgütern in die Ukraine gefahren. Das war fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Darüber informierte am Freitag die Presseagentur ČTK. Für das laufende Jahr erwarte man einen weiteren Anstieg der Lieferungen, teilte Matouš Bláha, der Leiter der Organisation, mit.
Koridor UA gründete sich kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Der erste Lkw wurde Anfang März 2022 losgeschickt. Die Initiative organisiert das logistische Prozedere ihrer Lieferungen selbst und bringt die Hilfsgüter in Frontnähe. Die Lieferungen umfassen etwa Drohnenabwehrnetze, Generatoren oder auch Fenster, mit denen Wohnhäuser repariert werden können.
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19.02.2026
Bei der Abschlusszeremonie der Olympischen Winterspiele in Italien werden die Eisschnellläufer Martina Sáblíková und Metoděj Jílek die tschechische Fahne tragen. Dies gab das Tschechische Olympische Komitee (ČOV) am Donnerstag bekannt. Die Spiele findet werden am Sonntag in Verona beendet.
Die 38-jährige Sáblíková hat in Italien die letzte Olympia-Teilnahme ihrer Karriere absolviert. Der 19-jährige Jílek hingegen ist der neue tschechische Star in der Sportart und hat in Italien Gold sowie Silber gewonnen.
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